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Mining-Milliardär Eric Sprott schießt gegen Gold-Analysten

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
09.10.2018, 08:27  |  919   |   |   

Mining-Milliardär Eric Sprott hat sich in Perth zur Lage am Markt geäußert und dabei scharf gegen Gold-Analysten geschossen. Die Investorenlegende bleibt dem Goldmarkt treu und sieht starke Argumente für höhere Edelmetallpreise. Auch weil immer mehr Länder den Dollar "hassen".

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Diese Leute haben keine Ahnung!

Eric Sprott ist einer der erfolgreichsten Mining-Investoren der Welt. Wenn der 73-jährige Kanadier in eine Aktie investiert, dann folgen ihm häufig viele professionelle wie private Anleger. Nun hat der „Mining-Buffett“ auf dem Precious Metals Investment Symposium in Perth einen kleinen Rundumschlag abgeliefert, wie Stockhead berichtet. In einer einstündigen Präsentation unterstrich der Investor, dass es derzeit nichts Besseres gebe, als in Gold- oder Silberaktien zu investieren. Doch vorher bekamen die Goldanalysten ihr Fett weg: „Diese Leute haben keine Ahnung“, sagte Sprott in Richtung Analysten. Und weiter: „Ich kann das sagen, weil ich 20 Jahre im Geschäft bin. Als ich im Jahr 2000 am Goldmarkt einstieg und der Preis pro Unze bei nur 260 Dollar lag, was wurde da vorhergesagt? Ein Anstieg von einem oder zwei Prozent!“ Doch in der Folge stieg der Goldpreis bis 2011 um 750 Prozent, so Sprott. Generell seien demnach die Prognosen der Gold-Analysten viel zu konservativ. Das gelte auch für die Ausblicke des World Gold Council, dem Branchen- und Lobbyverband der weltweiten Goldproduzenten.

Handel spricht für Silber und Gold

Sprotts sieht ein viel höheres Potenzial, als die Analysten derzeit prognostizieren (siehe: „Goldpreis: Das sind die Kursziele der Analysten“). Der Investor sieht vor allem die hohe Goldnachfrage aus China sowie die Silbernachfrage aus Indien als starke Pro-Argumente. So lande plötzlich 30 statt 15 Prozent der globalen Silberproduktion auf dem Subkontinent. Die Einfuhren hätten sich verdoppelt: „Und dann sagt man mir, die Nachfrage würde dieses Jahr nur um ein Prozent zulegen“, so Sprott. Das sei auch am hohen Handelsvolumen an den Silber-Börsen zu sehen: „Täglich werden 500 Millionen Unzen Silber gehandelt, aber wir fördern nur rund 860 Millionen Unzen pro Jahr. Wir handeln also jeden Tag 60 Prozent der globalen Jahresproduktion. Warum handeln wir solche Mengen Silber, wenn Silber eigentlich von allen gehasst wird?“, fragte Sprott die australischen Zuhörer.

Sprott: Deshalb wird der Goldpreis steigen

Eric Sprott wies zudem auf die Situation am Gold-Futuremarkt hin. Dort gibt es derzeit rekordhohe Short-Positionen (mehr hier). Doch es seien die Spekulanten wie Hedge Funds, die derzeit auf einen fallenden Goldpreis setzen. Auf der anderen Seite hätten sich aber die Commercials, also die Bergbaukonzerne, die Goldhändler und vor allem die Banken positioniert: „Wir haben derzeit eine sehr interessante Situation am Gold- wie Silbermarkt, wo die Commercials ihrer Short-Positionen aufgegeben haben und die spekulativen Händler jetzt short sind. … Typischerweise bedeutet das, dass die Preise steigen werden, denn die Banken machen immer Geld“, so Sprott. Die Banken hätten mehr Kapital und Macht als ein „paar Typen, die auf etwas spekulieren.“

Weil sie den Dollar hassen….

Nicht zuletzt äußerte sich Sprott auch zur laufenden De-Dollarisierung im Welthandel. Der von Donald Trump ausgelöste Handelskrieg und die aggressive US-Außenpolitik haben dazu geführt, dass viele Staaten eine Abkehr vom Dollar einleiten. Sprott hat dazu eine klare Meinung: Die Notenbanken kaufen wieder mehr Gold. „Die Russen kaufen dauernd Gold, weil sie den US-Dollar hassen! … China. Russland, der Iran, die Türkei – sie alle arbeiten gegen die Hegemonie des Dollar. Ich denke, dass die Welt künftig eine immer negativere Sicht auf den Dollar haben wird.“

Konkurrenz drückt auf Gold-Sektor

Eric Sprott sprach aber auch die Probleme im Junior Mining-Sektor an. Derzeit würden die Anleger lieber ihr Geld in Marihuana oder Cryptocurrency-Aktien stecken: „Es gibt Marihuana-Aktien, die mit 20 Mrd. Dollar bewertet werden. … Das entspricht dem Börsenwert von allen kanadischen Gold Juniors zusammen.“ Dementsprechend sei sehr viel Risikokapital aus dem Mining-Sektor in diese Bereiche abgeflossen. Mit dieser Konkurrenz um Risikokapital müsste sich der Gold-Sektor auseinandersetzen, so Sprott.

Zeit, um in Rohstoffe zu investieren

Die Mining-Legende Eric Sprott hat jede Menge Argumente geliefert, warum es nun Zeit ist, wieder in Rohstoffe zu investieren. Wer das diversifiziert und weltweit machen will, sollte sich einmal die Aktie von EMX Royalty (1,78 CAD | 1,15 Euro; CA26873J1075) anschauen (ausführlich hier). Die Kanadier investieren auf allen fünf Kontinenten in Gold, Kupfer und andere Rohstoffprojekte. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren ein Portfolio an Beteiligungen, Royalties sowie Explorations-/Miningrechten aufgebaut und steht nun bei IG Copper vor dem ersten großen Verkauf. Dadurch werden dem Unternehmen 68 Mio. US-Dollar zufließen. Der Schwerpunkt der EMX-Projekte liegt in Skandinavien und im Westen der USA. Wer weltweit investieren will, dürfte mit dieser Aktie richtig liegen.

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