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Dax 30 unter Beschuss - Schlag ins Chart-Kontor

Gastautor: Gregor Kuhn
09.10.2018, 12:00  |  445   |   |   

Emden-Research / 09.10.2018 - 11:30 Uhr: Nach dem Fall unter die 12.000 Punkte-Marke müht sich der heimische Leitindex um Stabilität. Zum Wochenauftakt hatte insbesondere die Sorge vor steigenden US-Zinsen im Zuge einer restriktiveren Geldpolitik des Federal Reserve dem deutschen Börsenbarometer einen Abschlag von 1,4 Prozent beschert. Dabei wird die negative Gemengelage, angesichts italienischer Neuverschuldungspläne, noch von einem möglichen Comeback der Euro-Krise sowie dem festgefahrenen Handelskonflikt zwischen den USA und China flankiert. 

Charttechnisch gerät der Dax nun zusehends in die Bredouille. Nach vier Tagesverlusten in Folge wurde mit der Aufgabe der vor allem psychologisch signifikanten 12.000 Punkte zugleich die Nackenlinie einer übergeordneten sich seit Anfang 2016 entwickelnden Schulter-Kopf-Schulter-Formation (Big Picture), gerissen. Letztere gilt als eine der markantesten Top-Formationen innerhalb der technischen Analyse und besitzt entsprechend hohes Wendepotential. Für den Index gilt es nun dringend die Unterstützung bei 11.800 Zählern zu verteidigen, um auf der Unterseite nicht weiteres beträchtliches Abwärtspotential zu generieren. Ein Long Squeeze hatte den Dax gestern bereits bis an die 11.900 Zähler bugsiert. 

Und auch die heutige Tendenz weist gen Süden. Von Schnäppchenjägern im ‚Buy the Dip‘-Modus ist zumindest im frühen Handel noch nichts zu sehen. Es gilt abzuwarten ob mit Eröffnung der Wallstreet womöglich doch noch ein Turnaround Tuesday gelingt. Das Momentum findet sich jedenfalls in Bärenhand. Defensive ist die Devise. Besser als erwartet ausfallende Quartalszahlen durch US-Großbanken könnten dies in der zweiten Wochenhälfte ändern. Zur Stunde notiert der Dax bei 11.920 Punkten 0,2 Prozent leichter.       



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