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Warnung Die Bank of England schlägt Alarm

09.10.2018, 13:57  |  16754   |   |   

Die Bank of England ist über das schnelle Wachstum der Kreditvergabe an risikoreiche britische Unternehmen durch Schattenbanken besorgt, so berichtet es "BBC".

Das Financial Policy Committee (FPC) der Bank of England gab bekannt, dass britische Schattenbanken in diesem Jahr bereits 31 Milliarden Pfund in Form von Krediten an Unternehmen gegeben haben, die bereits eine hohe Verschuldung hatten. Im Vorjahr waren es 38 Milliarden Pfund. Die Kredite werden gebündelt und an den globalen Finanzmärkten verkauft, in einem Prozess, der mit der Subprime-Kreditvergabe vor der Finanzkrise verglichen werden kann.

Die 31 Milliarden Pfund an so genannten "Leveraged Loans" an hoch verschuldete Unternehmen stehen 10 Mrd. Pfund an Standardkrediten von britischen Instituten mit einer Banklizenz gegenüber. Das FPC analysiert, dass es in ganz Europa und in den USA ähnliche Steigerungen bei der Kreditvergabe durch Schattenbanken gegeben habe.

Darüber hinaus fordert die Bank of England die Europäische Union dazu auf, mehr zu tun, um grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen vor den Risiken eines No-Deal- oder Cliff-Edge-Brexit zu schützen. Weniger als sechs Monate vor dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU sagte die Bank, dass sie Risiken sehe, dass Versicherungen, Derivate und die Übertragung von Daten in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

"Es gab erhebliche Fortschritte im Vereinigten Königreich bei der Bewältigung dieser Risiken, aber nur begrenzte Fortschritte in der EU", sagte der Ausschuss für Finanzpolitik der Bank of England. Die Bank erklärte, dass die Vorschriften der EU oder der Mitgliedstaaten die privaten Haushalte und Unternehmen in der EU daran hindern würden, bestimmte Finanzdienstleistungen britischer Unternehmen weiterhin in Anspruch nehmen zu können.

"Es sind rechtzeitige Maßnahmen der EU-Behörden erforderlich, um die Risiken für die Finanzstabilität zu mindern, insbesondere im Zusammenhang mit Derivateverträgen und bei der Übermittlung personenbezogener Daten", so der Finanzausschluss der BoE.

Quelle:

BoE

BBC

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