Gold, Geld und Illusionen – Die Tragödie unseres Währungssystems

Gastautor: mack-weise
09.10.2018, 15:19  |  6304   |   |   

Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2008? Die in den USA geplatzte Immobilienkreditblase fraß sich mit Wucht durch die Bilanzen ihrer Finanziers und plötzlich stand im September mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers sogar das Weltfinanzsystem unmittelbar vor der Kernschmelze! Unter großem Druck entschieden sich die westlichen Regierungen seinerzeit für die »Rettung« ihrer bankrotten Bankensysteme, und in Deutschland sah sich Bundeskanzlerin Merkel sogar gezwungen, dem im Oktober einsetzenden Banken-Run mit einem gewagten Bluff zu begegnen: Sie garantierte via einer »politischen Willenserklärung« die Spareinlagen aller Deutschen!

Doch trotz der zahlreichen und historisch beispiellosen Interventionen seitens Regierungen und Notenbanken war die „Gefahr eines Zusammenbruchs des Finanzsystems“ nach Aussagen von EZB-Verantwortlichen auch in den nachfolgenden drei Jahren nicht gebannt. So schaute die Welt sowohl im Mai 2010, als Griechenland zum ersten Mal Pleite gehen wollte, aber nicht durfte, erneut in den Finanzabgrund, als auch noch ein weiteres Mal im November 2011, als die Risikoprämien auf Staatsanleihen der anderen europäischen Pleitekandidaten in die Höhe schossen.

Erst als die Europäische Zentralbank (EZB) im Sommer 2012 als letzte bedeutende Notenbank garantierte, im »Notfall« ebenfalls unbegrenzt Geld drucken zu wollen, beruhigte sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten augenscheinlich, was die »Alles-wird-gut«-Politiker und Ökonomen inzwischen als ein Zeichen dafür werten, dass die schwerste Finanzkrise seit Ende des 2. Weltkrieges per Notenbankinterventionen überwunden werden konnte.

Finanzkrise, Bankenkrise, Eurokrise, Schuldenkrise – das sind die typischen Namen jener Dauerkrise, die das Finanzmarktgeschehen seit 2008 dominieren. Betrachtet man allerdings unser Weltwährungssystem seit seiner Etablierung 1944/1971 bis hin zu der heutigen als »alternativlos« bezeichneten »Rettungspolitik« etwas genauer, so wird nur noch eine – finale – Krise sichtbar: die unseres Kreditgeldsystems – mit dem US-Dollar als Weltreservewährung im Zentrum!

Seite 1 von 4
Gold jetzt ab 0€ handeln - auf Smartbroker.de

Diesen Artikel teilen



Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere handeln: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.



Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
ZahlungsausfallRisikoprämienBretton WoodsWeltreservewährungInvestmentbank


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer