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Quartalsbericht von Netflix: Worauf man achten sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.10.2018, 09:00  |  464   |   |   

Nachdem die Aktien von Netflix (WKN:552484) Anfang des Jahres kurzzeitig auf über 400 US-Dollar gestiegen waren, haben sie vor einigen Monaten eine Pause eingelegt. Das schlechter als erwartete Mitgliederwachstum des Streaming-Riesen im zweiten Quartal hat einige Investoren erschreckt — so dass die Aktien am Handelstag nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse rund 13 % verloren haben.

Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals in weniger als zwei Wochen erhält das Unternehmen die Chance zu zeigen, dass die Investment-These weiterhin stark ist. Um die Anleger zu beeindrucken, muss Netflix verbesserte Margen und ein starkes Mitgliederwachstum melden.

Operative Marge

Eine Kennzahl, die die Netflix-Investoren genau beobachten, ist die operative Marge. Die Kennzahl, die sich aus der Division des Betriebsergebnisses durch den Umsatz ergibt, gibt den Investoren einen Einblick in die höheren Gewinne von Netflix.

Die operative Marge von Netflix lag im zweiten Quartal bei 11,8 % und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 4,6 %. Ein so großer Anstieg führte dazu, dass das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 262 % stieg. Die höhere operative Marge von Netflix spielte eine Schlüsselrolle für das steigende Ergebnis pro Aktie, das von 0,15 US-Dollar im Vorjahresquartal auf 0,85 US-Dollar stieg.

Für das dritte Quartal erwartet das Management eine weitere deutliche Steigerung der operativen Marge im Vergleich zum Vorjahresquartal. Netflix ging für Q3 von einer operativen Marge von 10,5 % aus, gegenüber 7 % im dritten Quartal 2017.

Kundenwachstum

Insgesamt war das Mitgliederwachstum von Netflix ein Lichtblick für das Unternehmen im letzten Jahr. Erst im letzten Quartal waren die Anleger vom Mitgliederwachstum enttäuscht — und diese Enttäuschung war zum Teil auf die hohen Erwartungen der Anleger in letzter Zeit zurückzuführen.

In den letzten 12 Monaten sind die Mitgliederzahlen von 104 Millionen auf 130 Millionen gestiegen, was einem starken Wachstum von 25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im zweiten Quartal lagen die 5,15 Millionen Neuzugänge jedoch mehr als 1 Million unter der Prognose des Managements von 6,2 Millionen.

Für das dritte Quartal hat das Management die Erwartungen dieses Mal gedämpft. Das Unternehmen ging davon aus, dass im Laufe des Quartals 5 Millionen neue Mitglieder hinzukommen würden — weniger als im dritten Quartal 2017, als Netflix 5,3 Millionen Mitglieder gewinnen konnte, und weniger als die 5,15 Millionen Neuzugänge im zweiten Quartal, die auch schon den Erwartungen nicht genügten.

Konkret erwartet das Management 650.000 neue Mitglieder in den USA und 4,35 Millionen neue Mitglieder im Ausland an.

Kann Netflix diesmal seine Vorgaben erfüllen? Basierend auf der Tatsache, dass Netflix seine Prognose für die Mitgliederzugänge in sieben der letzten 10 Quartale erreicht oder übertroffen hat, gibt es sicherlich gute Chancen. Die Investoren sollten jedoch bedenken, dass Netflix‘ Prognose keine konservative Schätzung ist. „Zur Erinnerung: Die Quartalsprognose, die wir geben, ist unsere aktuelle interne Prognose zum Zeitpunkt dieser Meldung und wir versuchen hierbei, mit Genauigkeit zu arbeiten.“, erklärte Netflix im Aktionärsbrief für das zweite Quartal, „was bedeutet, dass wir in einigen Quartalen mehr und in anderen Quartalen weniger als unsere Prognose haben werden“.

Netflix meldet seine Zahlen am Dienstag, 16. Oktober nach Börsenschluss.

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Dieser Artikel wurde von Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 07.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.


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