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DAX: Nach dem Dammbruch

Gastautor: Holger Steffen
12.10.2018, 07:25  |  428   |   |   

Mit dem jüngsten Kursrutsch hat der DAX viel Porzellan zerbrochen. Den aktuellen Problemen ist der Index aber zumindest kurzfristig möglicherweise zu weit vorweg gelaufen.

In den letzten zwei Jahren hat sich beim DAX ein großes Top in Form einer Schulter-Kopf-Schulter ausgebildet. Die Nackenlinie für den Abschluss – der wichtigste Signalgeber – lag zwischen 11.700 und 12.000 Punkten. Diese wurde mit dem jüngsten Kursrutsch durchbrochen, damit hat der DAX ein neues Verkaufssignal generiert.

Dafür gab es keinen einzelnen Anlass, sondern die Entwicklung ist das Ergebnis multipler Belastungsfaktoren: die schwelenden Handelskonflikte, steigende Zinsen in den USA (und dadurch mitverursachte Turbulenzen in den Emerging Markets), die immer drängendere Brexitfrage, die Fliehkräfte in der EU mit Italien als aktuellem Spaltpilz – und nicht zuletzt der hartnäckige Abwärtstrend der europäischen Industrie-Frühindikatoren seit dem Jahresanfang.

Als der Dow Jones und die Nasdaq kürzlich ihre kurzfristigen Aufwärtstrends gebrochen haben, gab es für den DAX kein Halten mehr. Seit dem Zwischenhoch aus dem September hat der Index infolgedessen in der Spitze mehr als 900 Punkte verloren.

Kurzfristig ist er damit überverkauft. Dennoch könnte es in naher Zukunft ungemütlich bleiben, denn die Verunsicherung ist nun stark gestiegen. Aber mit Sicht auf zwei bis vier Wochen könnten sich die aktuellen Kurse als Kaufgelegenheit entpuppen. Wir empfehlen einen Einstieg in mehreren Tranchen und Käufe an schwachen Tagen. Wegen der Topformation beim DAX handelt es dabei aber um eine kurzfristige Spekulation auf eine Gegenbewegung.

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