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Warum ich im Oktober diese Top-SaaS-Aktie kaufe

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.10.2018, 22:29  |  632   |   |   

Ein Sprichwort lautet: Kaufe niedrig  und verkaufe hoch. Aber ich war noch nie ein großer Fan dieser Denkweise.

Unternehmen erreichen regelmäßig Allzeithochs. Am Rande zu sitzen kann manchmal funktionieren, aber es verursacht hohe Kosten, wenn ein beobachtetes Unternehmen immer weiter steigt.

Deshalb kaufe ich im Oktober 2018 einen Überflieger. MongoDB (WKN: A2DYB1) -Aktien sind jetzt zwar dreimal so teuer wie im Februar, aber ich denke, wir stehen immer noch am Anfang einer sehr langen Wachstumsgeschichte.

Was genau macht MongoDB?

MongoDB’s erklärte Mission ist es, „die Macht von Software und Daten für Innovatoren für alle Bereiche zu erschließen“. Dies klingt nach rosiger Marketing-Sprache. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie es diese Mission erfüllen will.

Ich bin kein Programmierer. Deshalb werde ich euch einen Überblick über MongoDB´s tatsächliches Geschäft geben. Es bietet Unternehmen Zugang zu einer Open-Source-Datenbank, die alle gesammelten Daten zusammenführt. Dieser Service wurde lange Zeit typischerweise von Oracle (WKN: 871460) dominiert.

Es gibt jedoch ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: Während Oracle´s Datenbanken eine Sprache sprechen, die schnell veraltet (SQL), funktioniert MongoDB auf einer anderen (NoSQL), die immer beliebter wird.

Anstatt selbst zu versuchen, die Unterschiede zwischen diesen beiden zu beschreiben, überlasse ich diese Passage einem Blogbeitrag eines Motley Fool-Mitglieds und IT-Architekten. Die Erklärung erfolgt über den Nick-Namen shikotus:

Als Laie kannst du Oracle mit Excel gleichsetzen. Alle deine Daten befinden sich schön geordnet in Zeilen und Spalten, über viele Registerkarten. Dagegen sind MongoDB-Daten wie die Dateien in deinem Windows Explorer angeordnet – nur ein Bündel von [möglicherweise gekennzeichneten] Dokumenten in hierarchischen Verzeichnisstrukturen.

Es gibt Szenarien, in denen Oracle´s Sprache immer noch bevorzugt wird. Dies gilt insbesondere für Finanztransaktionen. Wenn du einen technischeren Einstieg in den Unterschied willst, ist dieser Artikel über Couchbase ein guter Ausgangspunkt.

Das Fazit – wiederum ohne Experte zu sein – ist, dass MongoDB Marktführer in einer neuartigen Marktanteile gewinnenden Datenbanksprache ist.

Und hier ist, was an MongoDB wirklich aufregend ist

Natürlich wird es nicht automatisch zu einer guten Investition, nur weil ein Unternehmen ein Pionier in einer neuen Nische ist. Schaut euch einfach GoPro (WKN: A1XE7G) an. Es mag zwar die erste gewesen sein, die winzige Action-Kameras auf den Markt brachte, aber es gab nichts, was die Konkurrenz daran hinderte, einzusteigen und das Gleiche für weniger Geld anzubieten.

Hier kommen Burggräben – oder nachhaltige Wettbewerbsvorteile – ins Spiel. Und MongoDB verfügt über zwei, die von Tag zu Tag größer werden. Dies sind die hohen Wechselkosten und der Netzwerkeffekt.

Als Kollege von Motley Fool schrieb Timothy Green – ironischerweise über Oracle – letzten Monat:

Die Wechselkosten sind enorm, klar und einfach. Ein Unternehmen, das kritische Arbeitslasten mit der Oracle-Datenbank ausführt, wird wahrscheinlich nicht den Aufwand und die Unterbrechung durchmachen wollen, die mit dem Wechsel dieser Datenbank verbunden sind, selbst wenn es ein wenig Geld sparen würde.

Dasselbe könnte man von MongoDB sagen. Entscheidend ist, dass es trotz dieser enormen Wechselkosten zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für Oracle wird.

Diese hohen Wechselkosten werden auch durch MungoDBs jährliche Netto-Umsatzwachstumsrate belegt. Alles, was diese Kennzahl wirklich tut, ist, die gesamten Kunden-Ausgaben im ersten Jahr mit den Ausgaben der gleichen Kunden im zweiten Jahr zu vergleichen. Dadurch werden die Einflüsse neuer Kunden von einem Jahr zum nächsten eliminiert.

Diese Kennzahl – die nur einmal im Jahr veröffentlicht wird – liegt seit drei Jahren bei über 120 %. Dies bedeutet:

  1. Die Kunden bleiben bei MongoDB (Ein Beleg für die hoher Wechselkosten).
  2. Diese Kunden nehmen weitere Dienste in Anspruch (was die Wechselkosten noch weiter erhöht).

Der Netzwerkeffekt hingegen kommt ins Spiel, wenn jeder zusätzliche Nutzer eines Produkts den gesamten Service wertvoller macht. Ein klassisches Beispiel dafür ist Facebook (WKN: A1JWVX). Denke darüber nach: Wie sinnvoll wäre der Beitritt zu Facebook, wenn keiner deiner Freunde da wäre? Jeder zusätzliche Freund, der beitritt, macht Facebook attraktiver.

Mit MongoDB ist es nicht ganz so einfach. Das Unternehmen setzt auf Open-Source-Technologie. Dies bedeutet, dass jeder Anwendungen erstellen kann, die auf den Datenbanken von MongoDB laufen.

Hier kommt der Netzwerkeffekt ins Spiel: Da MongoDB mehr Kunden gewinnt, wissen externe App-Entwickler, dass ihre Lösungen am meisten Beachtung finden, wenn sie in MongoDB´s System integriert sind. Es ist ein Phänomen, das von selbst wächst und eine Dynamik erzeugt, die Gewinner auszeichnet.

Die Ergebnisse sprechen für sich

Wenn du immer noch skeptisch bist, betrachte die bisherigen Ergebnisse von MongoDB:

Chart of MongoDB's Subscription Revenue by year

Chart vom Autor. Quelle: SEC Filings, 2018er Ergebnisse enthalten nur die ersten zwei Quartale

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