DAX-0,54 % EUR/USD-0,44 % Gold-0,28 % Öl (Brent)-1,19 %

Warum ich im Oktober diese Top-SaaS-Aktie kaufe

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.10.2018, 22:29  |  1134   |   |   

Ein Sprichwort lautet: Kaufe niedrig  und verkaufe hoch. Aber ich war noch nie ein großer Fan dieser Denkweise.

Unternehmen erreichen regelmäßig Allzeithochs. Am Rande zu sitzen kann manchmal funktionieren, aber es verursacht hohe Kosten, wenn ein beobachtetes Unternehmen immer weiter steigt.

Deshalb kaufe ich im Oktober 2018 einen Überflieger. MongoDB (WKN: A2DYB1) -Aktien sind jetzt zwar dreimal so teuer wie im Februar, aber ich denke, wir stehen immer noch am Anfang einer sehr langen Wachstumsgeschichte.

Was genau macht MongoDB?

MongoDB’s erklärte Mission ist es, „die Macht von Software und Daten für Innovatoren für alle Bereiche zu erschließen“. Dies klingt nach rosiger Marketing-Sprache. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie es diese Mission erfüllen will.

Ich bin kein Programmierer. Deshalb werde ich euch einen Überblick über MongoDB´s tatsächliches Geschäft geben. Es bietet Unternehmen Zugang zu einer Open-Source-Datenbank, die alle gesammelten Daten zusammenführt. Dieser Service wurde lange Zeit typischerweise von Oracle (WKN: 871460) dominiert.

Es gibt jedoch ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: Während Oracle´s Datenbanken eine Sprache sprechen, die schnell veraltet (SQL), funktioniert MongoDB auf einer anderen (NoSQL), die immer beliebter wird.

Anstatt selbst zu versuchen, die Unterschiede zwischen diesen beiden zu beschreiben, überlasse ich diese Passage einem Blogbeitrag eines Motley Fool-Mitglieds und IT-Architekten. Die Erklärung erfolgt über den Nick-Namen shikotus:

Als Laie kannst du Oracle mit Excel gleichsetzen. Alle deine Daten befinden sich schön geordnet in Zeilen und Spalten, über viele Registerkarten. Dagegen sind MongoDB-Daten wie die Dateien in deinem Windows Explorer angeordnet – nur ein Bündel von [möglicherweise gekennzeichneten] Dokumenten in hierarchischen Verzeichnisstrukturen.

Es gibt Szenarien, in denen Oracle´s Sprache immer noch bevorzugt wird. Dies gilt insbesondere für Finanztransaktionen. Wenn du einen technischeren Einstieg in den Unterschied willst, ist dieser Artikel über Couchbase ein guter Ausgangspunkt.

Das Fazit – wiederum ohne Experte zu sein – ist, dass MongoDB Marktführer in einer neuartigen Marktanteile gewinnenden Datenbanksprache ist.

Und hier ist, was an MongoDB wirklich aufregend ist

Natürlich wird es nicht automatisch zu einer guten Investition, nur weil ein Unternehmen ein Pionier in einer neuen Nische ist. Schaut euch einfach GoPro (WKN: A1XE7G) an. Es mag zwar die erste gewesen sein, die winzige Action-Kameras auf den Markt brachte, aber es gab nichts, was die Konkurrenz daran hinderte, einzusteigen und das Gleiche für weniger Geld anzubieten.

Hier kommen Burggräben – oder nachhaltige Wettbewerbsvorteile – ins Spiel. Und MongoDB verfügt über zwei, die von Tag zu Tag größer werden. Dies sind die hohen Wechselkosten und der Netzwerkeffekt.

Als Kollege von Motley Fool schrieb Timothy Green – ironischerweise über Oracle – letzten Monat:

Die Wechselkosten sind enorm, klar und einfach. Ein Unternehmen, das kritische Arbeitslasten mit der Oracle-Datenbank ausführt, wird wahrscheinlich nicht den Aufwand und die Unterbrechung durchmachen wollen, die mit dem Wechsel dieser Datenbank verbunden sind, selbst wenn es ein wenig Geld sparen würde.

Dasselbe könnte man von MongoDB sagen. Entscheidend ist, dass es trotz dieser enormen Wechselkosten zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für Oracle wird.

Diese hohen Wechselkosten werden auch durch MungoDBs jährliche Netto-Umsatzwachstumsrate belegt. Alles, was diese Kennzahl wirklich tut, ist, die gesamten Kunden-Ausgaben im ersten Jahr mit den Ausgaben der gleichen Kunden im zweiten Jahr zu vergleichen. Dadurch werden die Einflüsse neuer Kunden von einem Jahr zum nächsten eliminiert.

Diese Kennzahl – die nur einmal im Jahr veröffentlicht wird – liegt seit drei Jahren bei über 120 %. Dies bedeutet:

  1. Die Kunden bleiben bei MongoDB (Ein Beleg für die hoher Wechselkosten).
  2. Diese Kunden nehmen weitere Dienste in Anspruch (was die Wechselkosten noch weiter erhöht).

Der Netzwerkeffekt hingegen kommt ins Spiel, wenn jeder zusätzliche Nutzer eines Produkts den gesamten Service wertvoller macht. Ein klassisches Beispiel dafür ist Facebook (WKN: A1JWVX). Denke darüber nach: Wie sinnvoll wäre der Beitritt zu Facebook, wenn keiner deiner Freunde da wäre? Jeder zusätzliche Freund, der beitritt, macht Facebook attraktiver.

Mit MongoDB ist es nicht ganz so einfach. Das Unternehmen setzt auf Open-Source-Technologie. Dies bedeutet, dass jeder Anwendungen erstellen kann, die auf den Datenbanken von MongoDB laufen.

Hier kommt der Netzwerkeffekt ins Spiel: Da MongoDB mehr Kunden gewinnt, wissen externe App-Entwickler, dass ihre Lösungen am meisten Beachtung finden, wenn sie in MongoDB´s System integriert sind. Es ist ein Phänomen, das von selbst wächst und eine Dynamik erzeugt, die Gewinner auszeichnet.

Die Ergebnisse sprechen für sich

Wenn du immer noch skeptisch bist, betrachte die bisherigen Ergebnisse von MongoDB:

Chart of MongoDB's Subscription Revenue by year

Chart vom Autor. Quelle: SEC Filings, 2018er Ergebnisse enthalten nur die ersten zwei Quartale

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel