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"Unteilbar" SPD, Linke, Grüne, Linksextremisten und Islamisten - alle sind für Toleranz?!

Gastautor: Rainer Zitelmann
13.10.2018, 09:52  |  9479   |   |   

Die AfD wurde zu Recht scharf kritisiert, weil sie in Chemnitz zusammen mit Rechtsextremisten und zweifelhaften Leuten wie dem vorbestraften Lutz Bachmann demonstrierte. SPD, Linke und Grüne demonstrieren heute in Berlin Seit an Seit mit Linksextremisten und Islamisten jeglicher Couleur für "Toleranz".

Der Aufruf mit dem Titel "Unteilbar" ist von mehreren hundert Persönlichkeiten, Vereinen, Institutionen und Verbänden unterzeichnet. Sie kündigen im Internet an: "Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit entschieden entgegen." Zu den Unterstützern zählen bekannte Namen wie der Moderator Jan Böhmermann oder der Schauspieler Benno Führmann und Institutionen wie die Schaubühne Berlin, das Gripstheater, der Mieterverein, der Lesben- und Schwulenverband und der Zentralrat der Muslime.

Unterstützer: Nahles, Göring-Eckardt, Hofreiter, Trittin
Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles rief in einer Videobotschaft auf: "Ich will, dass möglichst viele zeigen, dass Menschen, die für eine solidarische, für eine humane, für eine weltoffene Gesellschaft stehen, die Mehrheit sind, in unserem Land und in Europa." Katrin Göring-Eckardt von den Grünen, die ebenso wie ihr Co-Chef Anton Hofreiter an dem Protest in Berlin teilnehmen will, sagte am Freitag dem "Tagesspiegel", möglichst viele sollten für die Rechte von Frauen, Geflüchteten, Schwulen und Lesben auf die Straße gehen: "Unsere freie Gesellschaft wird angegriffen. Wir müssen die Prinzipien, die unser Land stark gemacht haben, verteidigen." Von #unteilbar solle ein "kraftvolles Zeichen für die Universalität der Menschenrechte und eine solidarische Gesellschaft" ausgehen. Neben den beiden Fraktionschefs unterstützen zahlreiche weitere Spitzenpolitiker der Grünen die Demonstration, von Jürgen Trittin über Renate Künast bis zur Berliner Fraktionsvorsitzenden Antje Kapek.

Unterstützer: gewaltbereite Autonome und andere Linksextremisten
Zum Kreis der Demonstranten zählen zahlreiche Linksextremisten, so auch die "Antifa Westberlin" und die "Interventionistische Linke" (IL). Im Bericht des Berliner Verfassungsschutzes von 2017 heißt es, die Interventionistische Linke sehe "die Verantwortung für die Gewalteskalationen" im Zusammenhang mit Demonstrationen "bei der Polizei" und positioniere sich "klar auf Seiten der Gewalttäter". Die Aktivisten der IL würden außerdem die "Abschaffung des bestehenden politischen Systems" anstreben. Auch die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, MLPD unterstützt die Demonstration. https://www.rf-news.de/2018/kw36/mlpd-wird-sich-aktiv-an-grossdemo-bet ...

Auch Islamisten sind für Toleranz?!
In der linken Zeitung "jungle world" wird kritisiert, dass "Vereine mit Verbindungen zum Islamismus zu den Erstunterzeichnern des #unteilbar-Aufrufs zählen, der Zentralrat der Muslime etwa. Zu dessen Mitgliedern gehören unter anderem die Islamische Gemeinde Deutschlands (IGD), der deutsche Ableger der Muslimbruderschaft, und das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), das zum Netzwerk der iranischen Mullah-Diktatur gerechnet wird. Auch dem Berliner Verein Inssan wird eine Nähe zu den Muslimbrüdern nachgesagt. Dass Antisemitismus und Homophobie zur Ideologie der Muslimbrüder gehören, stört die Organisatoren von #unteilbar offenbar nicht." https://jungle.world/artikel/2018/41/unteilbar-oder-gespalten

Ein aufschlussreiches Interview mit dem Anmelder der Demo
Die linke taz brachte gestern ein aufschlussreiches Interview mit dem Anmelder der Demo, ein bekannter Anwalt der Hausbesetzerszene: http://www.taz.de/Anmelder-der-Unteilbar-Demo/!5539912/?fbclid=IwAR2hK ...

taz: "Ist es legitim, ein besetztes Haus bei der Räumung mit Gewalt zu verteidigen?
"Wenn man ein Haus besetzt, muss man dabei möglicherweise auch mal ein Schloss knacken. Das finde ich verständlich, sonst kommt man ja auch nicht rein. Gewalt gegen Personen ist nichts, was ich toll finde."

taz: Straßenschlachten, bei denen Polizisten mit Steinen oder Flaschen beworfen werden, finden Sie also nicht gut?
"Gewalt ist nicht die Lösung, aber es sind oft andere Konfliktsituationen, von denen so etwas ausgeht. Eine Zwangsräumung ist auch eine sehr gewalttätige Form der Durchsetzung des Eigentumsrechts. Um nicht missverstanden zu werden: Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Personen - das ist ein großer Unterschied. Ein brennendes Auto oder eine kaputte Scheibe mag man politisch richtig finden oder nicht. Für mich ist das nicht die Frage."

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Kommentare

Man kann auch an seiner unendlichen Toleranz ersticken.Irgendwann kommen wir an einen Punkt wo das Hemd näher als die Hose ist.Um den Schlafsand aus den Augen zu bekommen wird wohl Finger reiben nicht mehr genügen.Da muss dann der Kärcher ran.
Zitat: "Ob ZDF-"heute" und ARD-"tagesthemen" wohl genauso oft und mit der gleichen Empörung die Linksextremen unter den Teilnehmern der Berliner Demo zeigen werden wie sie die Rechtsextremen unter den Teilnehmern der Chemnitzer Demo gezeigt haben?"

Wenn die Linksextremen ebenso mit dem Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole/ Parolen "geglänzt" hätten, dann vermutlich JA.

PS:
Gibt es eigentlich einen konkreten Grund (außer Ihrer womöglichen Allergie), warum Sie die Wörter Berufsverbote und Nachrüstung jeweils in Anführungszeichen schreiben? Meines Wissens gab es, historisch wohl unbestritten, beides ...
So viele nützlich Idioten konnten also nach der Demo für die Abschaffung ihrer Heimat auch noch kostenlose Musik genießen. Grönemeyer steht dann allerdings nicht mehr hier auf der Bühne, wenn es knallt.

Dass genau die Masse der "Schutzsuchenden" keinesfalls für Frauenrechte und Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben eintritt, sondern völlig andere Vorstellungen von der Zukunft in unserem früher einmal so schönen Land hat, ignorieren sie oder sind zu dumm es zu begreifen.
Links der Mitte findet sich in Deutschland der größte/meiste Faschismus.

Und die Vorliebe Rot-Grün-Linker für Araber/Muslime/Islamisten ist altbekannt.

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