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DAX-Wochenplan: Leichte Panik am Jahrestief im DAX

DAX-Wochenplan Leichte Panik am Jahrestief im DAX

Gastautor: Andreas Mueller
14.10.2018, 12:37  |  9750   |   |   

Auf der Suche nach einem Boden tut sich der DAX schwer. An diesen Punkten macht aus meiner Sicht das Trading Sinn und kann mit entsprechendem Risikomanagement vollzogen werden.

Rund 5 Prozent verlor der DAX in dieser Handelswoche, die Technologiewerte sogar noch mehr. Mit neuem Jahrestief gelten die Indizes nun zumindest in Europa als angeschlagen. Muss man schon in Panik verfallen oder wie ist das Chartbild zu bewerten? Folgender Wochenausblick soll dazu im DAX Stellung beziehen und blickt ebenfalls auf die Entwicklung des Dow Jones.

 

Schwache Börsenwoche hinterlässt Spuren

 

Der Rutsch im DAX kam nicht aus heiterem Himmel. Eine Entscheidung darüber kündigte ich in der Vorwochenanalyse mit der Headline "An dieser Marke sollte sich der DAX entscheiden" und folgendem Chartbild an:

 

Dies tat er sogar deutlich! Zum Handelsstart am Montag wurde die Linie bereits unterschritten und Marktteilnehmer orientierten sich folglich an der Unterseite in Richtung der runden 12.000er-Region. Dort ergaben sich zumindest kurzfristige Trading-Chancen, die man auch lebhaft im Forum diskutierte:

 

 

Für mehr als eine Gegenbewegung waren die Bullen jedoch nicht zu begeistern. Die 12.000 fiel und mit ihr einige Hoffnungen auf dort liegende günstige Einstiegskurse, denn sie sollten noch günstiger werden.  Schon am Dienstag erreichten sie den "Zielbereich" des oberen Chartbildes. Dies sah dann im direkten Abgleich im Forum wie folgt aus:

 

 

Die dort erfolgte Gegenbewegung ab 11.803 Punkten war heftig, jedoch nicht nachhaltig. Am Mittwoch konnte die 12.000 erneut nicht erreicht werden und löste daher weitere Abgabebereitschaft aus. Mit 2,21 Prozent war dies der schwächste Börsentag der Handelswoche. Erst am Donnerstag kam mit mehr als 8 Milliarden Euro Umsatz auf XETRA noch einmal ordentlich Volumen in den Markt. Dies war bereits vorbörslich zu spüren. Hier stieg die Volatilität deutlich und Trading stand für mich vorrangig in dieser Trendrichtung an:

 

(Zum Nachlesen im Forum)

Damit entpuppte sich der Bereich um 12.500 Punkte als kurzfristiger Boden und lockte Schnäppchenjäger an. Das GAP auf der Oberseite zog im Handelsverlauf und zumindest die 11.700 konnte erneut kurz angelaufen werden. Dies war am Freitag noch einmal zu beobachten, nachdem wir überraschenderweise mit einem Up-GAP starteten. Dies änderte an der Trendrichtung der Handelswoche nichts mehr. Umgehend setzten Verkäufe ein und brachten bis Mittag den Markt zurück auf das Niveau vom Vorabend:

 

 

Das GAP auf der Unterseite lockt scheinbar, erster Stopp ist vielleicht die 11.575 nun.

Begleitet wurde diese Bewegung von immer wieder auftretenden kurzfristigen Trading-Chancen. Letztlich wurde das Up-GAP komplett geschlossen, ebenso das teilweise bis 500 Punkte reichende GAP im Dow Jones. Darauf blicken wir kurz im Einschub.

 

Schwache Wall Street als Auslöser

 

Auslöser für den Kursrutsch in dieser Woche war vor allem die Wall Street. Dort sprangen die Anleihekurse massiv an und sorgten für Umschichtungen. Diese erhöhte Volatilität sah man bereits zum Wochenauftakt. Für das Trading ergaben sich dabei sehr gute Chancen, die man entsprechend mit Stopps immer absichern sollte. Doch wenn ein Trade läuft, dann läuft er...wie ich gerne auf meinem Facebook-Kanal zeige:

 


Letztlich vollzog sich der Druck massiv über den Anleihemarkt hin zum Aktienmarkt. Das Siebenjahreshoch der 10-jährigen US-Anleihen (darüber berichtete u.a. das Handelsblatt) überschritt die 3,2%-Marke und bot damit in Kombination mit den steigenden Leitzinsen der USA eine zunehmende Alternative zum Aktienmarkt. Von dort wurde folglich Geld abgezogen und in Anleihen investiert. Die Folge war ein extrem schwacher Dow Jones, welcher teilweise 600 Punkte verlor und als Korrektur der Bewegung auch wieder gewann. So entstand beispielsweise von Donnerstag auf Freitag ein GAP von 500 Punkten, welches im Handelsverlauf jedoch geschlossen wurde. Der Stundenchart zeigt diese sehr volatile Bewegung im "Endloskontrakt" deutlich an:

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