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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht September 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht September 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
17.10.2018, 10:00  |  657   |   |   

Freundliche Marktentwicklung bei den Aktien, Großbritannien im Minus. Deutliche Verluste in den USA bei den Renten.

Aktienmärkte: US-Aktien sowie Dividendentitel aus dem Euroraum tendierten im September freundlich. Der marktbreite US-Index S&P 500 erreichte zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch. Großbritannien litt hingegen unter den Brexit-Verhandlungen, dort kam es zu Verlusten.

Rentenmärkte: Gute Wirtschaftsdaten, Inflationssorgen sowie eine erhöhte Risikobereitschaft der Anleger drückten vor allem auf die Notierungen am US-Staatsanleihemarkt. Im Euroraum stand der italienische Staatsanleihemarkt im Blickpunkt. Dort kam es zunächst zu einer Erholung, ehe der Markt am Monatsende wieder in Turbulenzen geriet.

Die Aktienmärkte

Europa

Europas Aktienmärkte gut behauptet

Europäische Aktien legten im September leicht zu. Der EURO STOXX 50-Index und der marktbreite STOXX Europe 600-Index verbuchten ein Kursplus von jeweils 0,2 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung gaben indes 2,5 Prozent nach.

Als globaler Belastungsfaktor erwies sich einmal mehr der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Daneben trübten politische Entwicklungen in Europa die Stimmung. In Italien zeichnete sich zunächst ab, dass es die Regierung im Zuge der Budgetverhandlungen auf keine Konfrontation mit der Europäischen Union (EU) ankommen lassen wird. Der FTSE MIB-Index legte bis Ende September kräftig zu und machte damit einen Teil der Verluste des Vormonats wieder wett. Als die Regierung in Rom Ende September jedoch bekanntgab, ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent anzustreben und darüber hinaus die Staatsschulden nur sehr langsam abzubauen, gaben italienische Aktien nach. Unter dem Strich steht auf Indexebene ein Plus von 2,2 Prozent.

Die Verhandlungen zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU haben nach wie vor zu keinem konkreten Ergebnis geführt. Ein halbes Jahr vor dem Ablauf der Frist stellen sich immer mehr Unternehmen auf ein ungeordnetes Ausscheiden Großbritanniens ein. Der marktbreite britische FTSE 250-Index gab im September in lokaler Währung 1,9 Prozent nach.

Im Zuge der vierteljährlichen Überprüfung der Indexzusammensetzung wurden die Aktien der Deutschen Bank aus dem EURO STOXX 50-Index genommen. Angesichts der scharfen Kursverluste der letzten Monate ging der Börsenwert des Instituts um knapp 40 Prozent zurück. Auch E.ON musste aus dem Index weichen. Im Gegenzug hat der Gasehersteller Linde, der vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair steht, den Sprung in den EURO STOXX 50-Index geschafft.

Die Kapitalmärkte haben sich inzwischen an die politischen Unsicherheiten gewöhnt. In den nächsten Wochen sollten deshalb verstärkt Fundamentaldaten in den Fokus rücken - und die sind weiter positiv. Da Investoren derzeit nur mäßig Aktienpositionen halten, dürfte ein gewisser Nachholbedarf die Notierungen stützen.

Deutschland

Kursverluste am deutschen Aktienmarkt

Deutsche Aktien haben im September Kursverluste hinnehmen müssen. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verzeichnete Abschläge in Höhe von 1,0 Prozent. Der MDAX-Index, der sich aus Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetzt, schloss 3,4 Prozent leichter. Die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften gaben um 5,2 Prozent zu. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen fielen sogar um 6,6 Prozent.

Als globaler Belastungsfaktor erwies sich einmal mehr der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die USA hatten zur Monatsmitte die Hälfte aller Warenimporte aus China mit Sonderzöllen belegt. Später honorierten Investoren, dass die Zölle zunächst nur zehn Prozent und nicht wie erwartet 25 Prozent betragen werden. Daneben trübten politische Entwicklungen wie die Brexit-Verhandlungen oder die Budgetdiskussionen in Italien die Stimmung. In Italien zeichnete sich zunächst ab, dass es die Regierung auf keine Konfrontation mit der EU ankommen lassen wird. Später wurde jedoch bekannt, dass die Regierung ein höher als geplantes Defizit anstrebt und darüber hinaus die Staatsschulden nur sehr langsam abbauen will.

Zum Monatsbeginn wurde die Indexzusammensetzungen der DAX-Familie überprüft. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zur Top-Gruppe der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex sind Börsenumsatz und -wert. Anfang September ersetzte Wirecard, ein Fintech aus dem Bankbereich, die traditionsreiche Commerzbank. Beim Börsenwert hatte Wirecard in den vergangenen Monaten nicht nur die Commerzbank weit hinter sich gelassen, sondern auch die Deutsche Bank überflügelt. Wirecard verdient sein Geld mit Dienstleistungen rund um die Abwicklung von Zahlungen im Internet, aber auch auf sonstigen elektronischen Wegen.

Die Kapitalmärkte haben sich inzwischen an die politischen Unsicherheiten gewöhnt. In den nächsten Wochen sollten deshalb verstärkt Fundamentaldaten in den Fokus rücken - und die sind weiter positiv. Da Investoren derzeit nur mäßig Aktienpositionen halten, dürfte ein gewisser Nachholbedarf die Notierungen stützen.

Osteuropa

Zinsanhebungen stützen Osteuropas Börsen

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