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Pressemeldung: DJE: Monatskommentar September 2018 - Rhetorik im Handelskonflikt verschärft sich
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Pressemeldung DJE: Monatskommentar September 2018 - Rhetorik im Handelskonflikt verschärft sich

Nachrichtenquelle: Asset Standard
15.10.2018, 12:25  |  454   |   |   

In Europa mehren sich die Anzeichen, dass der konjunkturelle Höhepunkt inzwischen überschritten wurde.

Die internationalen Aktienmärkte gaben im September erst nach, konnten ihre Einbußen in der zweiten Monatshälfte jedoch zum Großteil wieder wettmachen.

Die internationalen Aktienmärkte gaben im September erst nach, konnten ihre Einbußen in der zweiten Monatshälfte jedoch zum Großteil wieder wettmachen. Während der deutsche Aktienindex DAX um 0,95% verlor, notierte der breite europäische Aktienmarkt (Stoxx 600) mit 0,24% im Plus. Auf der anderen Seite des Atlantiks konnte der S&P-500-Index um 0,27% zulegen. In Asien verlor der Hang-Seng-Index (Hongkong) -0,22%. Weltweit legten Aktien, gemessen am MSCI-World-Index, um 0,23% zu – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

In der ersten Monatshälfte belastete vor allem die schärfere Gangart der US-Regierung im Handelsstreit. US-Präsident Trump drohte, die Verhandlungen um die nordamerikanische Freihandelszone NAFTA sowie aufgrund der negativen US-amerikanischen Handelsbilanz auch die Welthandelsorganisation WTO zu verlassen. In der zweiten Monatshälfte reagierten die Börsen gelassener auf die Rhetorik des Weißen Hauses. Inzwischen haben die USA knapp die Hälfte des chinesischen Importvolumens – 2017 exportierte China Waren in Höhe von 506 Mrd. US-Dollar in die USA – mit Zöllen belegt und gedroht, diese zum 1. Januar 2019 auf 25% anzuheben, wenn es vorher nicht zu einer Einigung kommen sollte. Bei US-Unternehmen kommt diese Politik an: Der US-Einkaufsmanagerindex stieg deutlich und verfehlte nur knapp ein 35-Jahres-Hoch, während sein chinesisches Pendant auf den Stand von Juni 2017 zurückfiel. Die chinesische Regierung reagierte im Handelskonflikt mit der Ankündigung, die Importzölle für einige Handelspartner senken zu wollen, während die Zentralbank versicherte, notfalls ausreichend Liquidität bereitzustellen.

In Europa drückte die Aussicht auf einen möglichen Brexit ohne Abkommen auf die Stimmung. Aus Deutschland kamen Signale politischer Unsicherheit, darunter die Diskussion um die Ablösung des Präsidenten des Verfassungsschutzes. Die monatlichen Umfragen der Institute ifo und ZEW zur wirtschaftlichen Lage und zu den Geschäftserwartungen fielen jedoch deutlich besser aus als vom Markt erwartet.

Italiens Regierung kündigte erneut an, die Staatsschulden statt um 0,8% um 2,45 und damit stärker als erwartet auszuweiten, obwohl das Land bereits mit 133,4% seines Bruttoinlandsprodukts (laut europäischem Fiskalpakt sind 60% erlaubt) verschuldet ist. Die unabhängige Rating-Agentur Fitch senkte daraufhin den Rating-Ausblick Italiens von stabil auf negativ und verwies auf mangelnde Strukturreformen. In diesem Zusammenhang gab auch der Euro deutlich nach, und die Verzinsung italienischer Staatsanleihen stieg stark an, während in Kerneuropa die Renditen sanken. Die Europäische Zentralbank reduzierte dagegen planmäßig ihre monatlichen Anleihenkäufe von 30 auf 15 Mrd. Euro monatlich und bestätigte erneut, das Kaufprogramm 2018 auslaufen zu lassen, während die US-Notenbank den Leitzins wie erwartet auf eine Spanne von 2,0 bis 2,25% erhöhte und vier weitere Zinsschritte, davon drei für 2019, in Aussicht stellte.

 

 


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