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3 Dividendenaktien, die besser zahlen als Pepsi

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.10.2018, 08:00  |  1054   |   |   

Eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent und eine lange Erfolgsgeschichte bei der Dividendenerhöhung haben Pepsi (WKN:851995) zu einem Unternehmen für Dividendeninvestoren gemacht. Doch Pepsi ist nicht das einzige große Unternehmen, das eine überdurchschnittliche Dividende zahlt. Andere Unternehmen bieten eine noch bessere Mischung aus potenziellen Kursgewinnen und Dividenden an. Um dir zu helfen, diese Aktien zu finden, haben wir drei Motley-Fool-Mitarbeiter gebeten, jeweils ein Unternehmen zu nennen, das sie bevorzugen. Lies weiter, um herauszufinden, warum Pepsi-Liebhaber TerraForm Power (WKN:A2H5WV), AstraZeneca (WKN:886455) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) in Betracht ziehen sollten.

Eine Energiedividende, auf die man wetten kann.

Travis Hoium (TerraForm Power): Nicht alle Dividenden sind gleich und nur wenige sind so zuverlässig wie die Auszahlung von TerraForm Power, einem der größten Besitzer von Anlagen für erneuerbare Energien weltweit. Das Unternehmen betreibt Wind- und Solaranlagen mit einer Kapazität von 3.640 Megawatt (MW) in den USA, Spanien, Uruguay, Großbritannien und Chile, von denen die meisten über sehr langfristige Verträge mit Versorgungsunternehmen verfügen.

Laut Management sind 96 Prozent des Cashflows langfristig vertraglich festgelegt und der durchschnittliche vertraglich vereinbarte Cashflow beträgt 14 Jahre. Diese Struktur stellt sicher, dass Management und Investoren wissen, wie viel zum Kauf weiterer Vermögenswerte zur Verfügung steht.

Was die Yieldcos auf dem heutigen Markt auszeichnet, ist, wie aggressiv sie Dividenden zahlen und wie flexibel ihre Finanzen sind, um Wachstum zu ermöglichen. TerraForm Power ist in beiden Bereichen solide: Das Management plant, nur 80 bis 85 Prozent der verfügbaren liquiden Mittel auszuschütten und 15 bis 20 % des Cashflows zur Schuldentilgung oder zum Wachstum zu verwenden. Es gab außerdem an, einen „klaren Weg“ zu einem Dividendenwachstum von 5 bis 8 Prozent bis 2022 zu sehen. Für eine Aktie mit einer Dividendenrendite von 6,8 Prozent ist das eine viel bessere langfristige Ausschüttung, als Pepsi seinen Investoren bieten kann.

Neue Medikamente

Todd Campbell (AstraZeneca): Ablaufende Patente fordern von Zeit zu Zeit einen hohen Tribut von jeder Biopharma-Aktie. AstraZeneca bildet da keine Ausnahme. Trotz einiger auslaufender Patente sind die Finanzen von Astra solide. Grund dafür ist die wachsende Nachfrage nach den neuen Krebsmedikamenten des Unternehmens. Daher könnte ein Kauf der Aktie mit 4,5 % Rendite eine gute Idee sein.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 beschleunigte sich der Absatz von Krebsmedikamenten von AstraZeneca im Jahresvergleich um 37 %, was bedeutet, dass diese inzwischen etwa 27 % des unternehmensweiten Produktumsatzes ausmachen. Das Wachstum findet hauptsächlich bei dem Medikament Lynparza gegen Eierstockkrebs und Brustkrebs statt. Der zunehmende Einsatz von Tagrisso in der Zweitlinientherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Imfinzi bei Lungenkrebs sind ebenfalls für die Verbesserung verantwortlich.

Als PARP-Hemmer erzielt Lynparza steigende Umsätze, weil es das erste Medikament seiner Klasse war, das Anfang des Jahres die Zulassung für den Einsatz bei Brustkrebspatientinnen erhielt. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Lynparza gegenüber dem Vorjahr um 147 % auf 150 Millionen US-Dollar. In der Zwischenzeit nimmt der Einsatz von Tagrisso bei Lungenkrebs zu und die Einführung als Erstlininentherapie beginnt sich ebenfalls auszuzahlen.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 77 % auf 422 Millionen US-Dollar. Auch der Umsatz von Imfinzi verdoppelte sich im Quartalsvergleich auf 122 Millionen US-Dollar in Q2. Wenn man das Umsatzwachstum der beiden mit dem anderer kürzlich eingeführter Medikamente kombiniert, haben neue Medikamente im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine Milliarde US-Dollar zusätzlichen Umsatz eingebracht.

Trotzdem sollten die Investoren von AstraZeneca kein zweistelliges Umsatzwachstum erwarten, aber ich denke, es kann ein einstelliges Umsatzwachstum liefern. Dies sollte genügend finanzielle Flexibilität bieten, um eine gesunde Dividendenausschüttung zu tragen. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Management ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum und einen Gewinn pro Aktie von mindestens 3,30 US-Dollar.

Eine Dividende von 5,4 Prozent mit Wachstumsspielraum

Maxx Chatsko (Royl Dutch Shell): Es gibt viele Gründe, warum der Energiekonzern Royal Dutch Shell in jedem Portfolio ein Zuhause finden kann. Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete er einen operativen Cashflow von 18,9 Milliarden US-Dollar, darunter 14,7 Milliarden freien Cashflow. Das Unternehmen hat Veräußerungen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar abgeschlossen oder angekündigt, um sich wieder auf die lukrativsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Es ist geplant, davon 25 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe zu stecken.

Noch wichtiger für langfristige Investoren ist, dass Royal Dutch Shell einen pragmatischen Ansatz verfolgt, sein Geschäft auf saubere Energietechnologien umzustellen. Der Konzern räumt ein, dass die CO2-Emissionen etwas sind, das die Welt ernst nehmen muss, und ist gleichzeitig realistisch, wie viel Zeit der Übergang in Anspruch nehmen wird. Obwohl heute fossile Brennstoffe das Portfolio dominieren, wird sich der Energieriese stärker auf die saubere Verbrennung von Erdgas (wichtig für die Reduzierung des globalen Kohleverbrauchs) und erneuerbare Energien konzentrieren.

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