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Rohstoffinvestoren wieder netto-long, Gold-Shorts sinken deutlich - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
22.10.2018, 07:45  |  662   |   
New York 22.10.2018 - Die Korrektur an den Aktienmärkten und die Verunsicherung der Investoren hat zu einer deutlichen Ausweitung der Long-Positionen auf Gold beigetragen. Die Investoren sind erstmals seit Monaten wieder Long aus US-Rohstoffe.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis um 16. Oktober, wieder deutlich ausgeweitet. Die Investoren sind nun mit 149.262 Kontrakten wieder netto-long, das höchste Niveau seit Mitte Juli. Dabei kam es zu einer deutlichen Ausweitung der Longs auf Gold, während die Longpositionen auf US-Rohöl reduziert wurden.

Der Goldpreis hat sich in der vergangenen Woche stabilisiert. Die hohe Volatilität am Aktienmarkt hat die Marktteilnehmer veranlasst, wieder verstärkt auf einen sicheren Hafen zu setzen. Veranlasst wurden die Marktteilnehmer dazu vom Anstieg der Renditen aus US-Staatsanleihen, welche von den Investoren ebenfalls als sicherer Hafen angesehen werden, mit den steigenden Renditen aber zusätzlich attraktiv werden. Der Goldpreis ist somit auch weit von einer Aufwärtsbewegung entfernt, das Übersteigen der Marke von 1.200 USD hat aber den Raum für weitere leichte Kursgewinne freigemacht. Die Zahl der Netto-Shortpositionen auf Gold sank um 63,7 Prozent auf 37.372 Kontrakte reduziert.

US-Rohöl ist zuletzt wieder unter die Marke von 70 USD gefallen. Stark steigende Rohölbestände und eine anhaltend hohe Förderung in den USA haben die Preise unter Druck gesetzt. Hinzu kam, dass die Sorgen über die Angebotslage im Zuge der Spekulationen über eine Abschwächung des Nachfragewachstums in den Hintergrund gerückt sind. Es steht zu erwarten, dass dies aber zügig vorübergeht, da Anfang November die US-Sanktionen gegen den Iran anstehen. Dabei ist mit einem deutlichen Rückgang der Exporte rechnen, die von anderen OPEC-Staaten kaum ausgeglichen werden dürften. Darüber hinaus hat die OPEC mit der mutmaßlichen Ermordung eines Journalisten durch Saudi-Arabien mit einem politischen Skandal zu kämpfen, im Zuge dessen die Ölförderung Saudi-Arabiens als Pfand eingesetzt werden könnte. In den USA stieg die Zahl der laufenden Förderanlagen um vier auf 873. Die Netto-Longpositionen auf US-Rohöl sanken um 13,8 Prozent auf 242.855 Kontrakte.

Auch für Kupfer ist das Marktumfeld schwierig. Während die physische Nachfrage nach wie vor als gut angesehen wird, konzentriert sich der Markt gegenwärtig auf den US-Handelsstreit, der das Potential hat, das chinesische Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen. Einen Vorgeschmack hierauf gab es am Freitag bereits mit den BIP-Daten, die für das dritte Quartal ein Wachstum von 6,5 Prozent zeigten. Die chinesische Wirtschaft wuchs damit so langsam, wie seit 2009 nicht mehr. Im vierten Quartal dürften sich die höheren Importzölle deutlicher niederschlagen, obgleich chinesische Unternehmen sich überwiegend optimistisch zeigen und Rohstoffproduzenten bislang keine Auswirkungen auf die Nachfrage verzeichnen. Die Zahl der Netto-Shorts wurde um 76,1 Prozent auf 1.879 Kontrakte reduziert.

Bei den Agrarrohstoffen zeigte sich ein durchwachsenes Bild. Die Zahl der Netto-Shortpositionen bei Weizen ging um 0,5 Prozent auf 16.793 Kontrakte zurück. Bei Mais sind die Investoren wieder um 20.154 Kontrakten netto-short, während bei den Sojabohnen ein Rückgang der Netto-Shorts um 12,2 Prozent auf 36.368 Kontrakte verzeichnet wurde.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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