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Pressemeldung: Asset Standard: So entwickelten sich Vermögensverwaltende Fonds in 2018
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Pressemeldung Asset Standard: So entwickelten sich Vermögensverwaltende Fonds in 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
22.10.2018, 13:05  |  673   |   |   

Vermögensverwaltende Fonds konnten sich 2018 durch aktives Risikomanagement auszeichnen und Verluste im Vergleich zur Benchmark minimieren.

Die Wertentwicklung der Vermögensverwaltenden Fonds, gemessen am MMD-Index All Fund, liegt für das Jahr 2018 (bis zum 30.09) bei -0,87%. Die durchschnittliche Performance der einzelnen Anlagestrategien liegt ebenfalls jeweils negativ. Dennoch konnten sich die VV-Fonds durch aktives Risikomanagement auszeichnen und Verluste im Vergleich zur Benchmark minimieren.

Bis zum Stichtag 30. September 2018 schlossen alle Vermögensverwaltenden Kategorien, gemessen an den MMD-Indizes, mit Verlusten ab.

Dabei spielten vor allem die Sorgen vor Inflationsanstiegen und Handelskonflikten sowie die politischen Situationen in den europäischen Südländern eine entscheidende Rolle. Der DAX verlor im ersten Halbjahr -5,19%. Der DJ Euro Stoxx 50P musste Verluste in Höhe von  -0,63% verbuchen, während der MSCI World EUR GRTR 9,48% gewann. 

Doch wie hat das Segment der Vermögensverwaltenden Fonds das Jahr 2018 bisher meistern können? Um diese Frage zu beantworten, haben die Analysten von MMD rund 1.300 Vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds) in den Anlagestrategien Defensiv, Ausgewogen, Offensiv und Flexibel untersucht.

 

  • Durchschnittliche Wertentwicklung der untersuchten VV-Fonds in 2018: -0,87%
  • Volatilität nahm signifikant zu
  • maximalen Verluste im Durchschnitt für alle VV-Kategorien niedriger als bei den großen europäischen Vergleichsindizes

 

Entwicklung der Finanzmärkte

 

Arnsberg, 19.10.2018 · Nach einem erfolgreichen Start der Aktienmärkte in das Jahr 2018 folgte Ende Januar bereits die Ernüchterung. Dafür waren erste Anzeichen anziehender Inflation und die damit einhergehende Angst vor steigenden Zinsen verantwortlich. Diese Befürchtungen bekamen im Februar weiteren Nährboden, nachdem in den USA die Arbeitsmarktzahlen überdurchschnittlich gut ausfielen. Die Folge waren der sogenannte „Flash Crash“, bei dem die Aktienmärkte kurzzeitig einbrachen. Dieser Marktbewegung folgte eine Verkaufswelle, die durch systematische und quantitative Verkaufssignale ausgelöst wurde und dadurch den Abwärtstrend zusätzlich verstärkten.  

Nach diesem Ereignis blieb die Skepsis der Anleger bestehen, was auch an der zunehmenden Volatilität festzumachen war. Trotz der Befürchtung steigender Zinsen verharrten diese in den USA auf einem – zwar relativ hohen – konstanten Niveau. Grundlegend für das Niveau waren hauptsächlich die Erhöhungen der US-Leitzinsen aufgrund der wirtschaftlich stabilen Konjunkturdaten. In Europa hingegen fiel das Zinsniveau. Insgesamt konnten sich die Aktienmärkte aber wieder etwas erholen nach dem „Flash Crash“, da die positiven Wirtschaftsfaktoren die Anlegerängste vorerst minderten.  

Im März setzte Donald Trump ein weiteres umstrittenes Wahlversprechen um und schürte damit erneut Ängste an den Aktienmärkten. Dabei sorgte die Einführung von Importzöllen auf Stahl und Aluminium und die Androhung von Gegenmaßnahmen seitens der EU und China für fallende Aktienmärkte, die dadurch erneut die Tiefstände vom Februar erreichten. Etwas mildere Töne aus dem weißen Haus ließen im April eine zwischenzeitliche Erholung der Märkte zu. Diese wurde aber durch den Anstieg der Ölpreise wieder gedämpft. Zudem kamen in den USA Sorgen um die Quartalszahlen hinzu, nicht zuletzt wegen der relativen Stärke des US-Dollars.  

In Europa spielte neben dem schwächelnden Euro vor allem die Politik eine entscheidende Rolle. Die unsichere politische Lage in Italien nach den Neuwahlen und die schwierige Regierungsbildung sorgten für Ängste bei den Anlegern. Erschwerend kam für die Eurozone hinzu, dass der spanische Regierungschef zur Amtsaufgabe durch ein Misstrauensvotum gezwungen war. Die Situation in Italien beruhigte sich zwischenzeitlich und es rückte wieder der Handelsstreit in den Mittelpunkt des Geschehens. Dabei sorgte im Juni eine weitere Stufe der Eskalation zwischen den USA und China bzw. der EU für Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten. Insbesondere davon betroffen waren die Schwellenländeraktien, welche zusätzlich noch unter dem starken US-Dollar litten.  

Im dritten Quartal 2018 konnten sich die weltweiten Aktienmärkte, gemessen an dem MSCI World-Index, kontinuierlich verbessern. Dies war hauptsächlich auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in den USA zurückzuführen, wo die Berichtssaison der US-Unternehmen die Erwartungen deutlich übertraf und weiterhin gute Konjunkturdaten und Aktienrückkäufe  unterstützend hinzukamen. Auch in Europa konnten die Unternehmen die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertreffen und erreichten – dadurch bedingt – im Juli flächendeckende Kursgewinne an den Aktienmärkten. Der europäische Aufwärtstrend war aber nur von kurzer Dauer und wurde schon im August wieder ins Negative umgekehrt.  

Parallel köchelten weiterhin die bestehenden Unruheherde, wie die US-Inflationssorgen, der italienische Haushaltsplan, die schleppenden Brexit-Verhandlungen und der Handelsstreit zwischen den USA und China. Zudem gewannen noch die Währungskrisen in der Türkei und Argentinien für die Aktien- und Anleihemärkte an Bedeutung. Letztere sorgten im September für etwas Beruhigung, nachdem die türkische Zentralbank – gegen den Wunsch von Präsident Erdogan – Maßnahmen zur geldpolitischen Straffung ergriff und der IWF das Rettungspaket für Argentinien ausweitete. Hingegen sorgte die italienische Regierung – nach vermeintlichem Konsens im Haushaltsstreit mit der EU – mit dem Plan eines höheren Defizits und langsameren Abbau von Staatsschulden für Unruhen.  

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