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DAX-Wochenplan: Weitere Abgaben im DAX bringen die 11.000 ins Spiel

DAX-Wochenplan Weitere Abgaben im DAX bringen die 11.000 ins Spiel

Gastautor: Andreas Mueller
28.10.2018, 08:37  |  15528   |   |   

Wir steuern im DAX auf die Marke von 11.000 Punkten zu und haben hierbei charttechnisch eine Erholung mehr als verdient. An welchen Marken richte ich mein Trading für die neue Handelswoche hierbei aus?

Die vergangene Handelswoche startete noch recht versöhnlich und signalisierte vorerst, die Unterstützung um 11.500 Punkte zu halten. Diese hatte ich in der Vorwochenanalyse entsprechend optisch so dargestellt:

 

Eine Herbstrallye wäre an diesem Punkt noch möglich gewesen, doch die 11.700 wurde nicht überboten. Das Szenario blieb somit unerfüllt:

 

 

Es trat mit dem Bruch der Marke dann das Gegenteil ein und nahm seinen Lauf, als das Hoch von 11.677 Punkten keine weiteren Käufer anlockte. Die hier eingezeichnete Unterstützung wurde bereits am Nachmittag getestet und genau auf ihr der Handelstag beendet. Kein gutes Zeichen, wie man schon am Dienstag sehen musste. Mit einem GAP fiel diese Unterstützung bereits in der Nacht und sorgte entsprechend für weiteren Abgabedruck, wie man im Forum auh nachlesen konnte:

 

 

Der Druck kam erneut von der Wall Street, wo ebenfalls die jüngsten Unterstützungen nicht gehalten werden konnten.

 

 

Eine signifikante Erholung gab es daher auch am Donnerstag nicht, an dem die EZB ihre Notenbanksitzung und Pressekonferenz abhielt. Erneut mit einem Abwärts-GAP gestartet, dem gerade gezeigten Bruch im Dow Jones geschuldet, konnte sich der DAX jedoch zwischenzeitlich sehr gut nach oben arbeiten. Immerhin setzte an der Wall  Street auch eine technische Erholung ein. Sie hielt jedoch nicht lange stand.

Einschub zur EZB: Die Sitzung lief wie erwartet und ohne Veränderungen ab, wie godmode-trader schrieb, doch zementiert diese Entscheidung weiterhin die Zinsdifferenz zu den USA. Eine größere Reaktion auf Italien und deren Haushaltsplan blieb aus. Vielmehr gab es laut godmode-trader nur diese Bemerkung:

 

Im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission zeigte sich Draghi zuversichtlich, dass eine Einigung gefunden werde. Es sei aber nicht Aufgabe der EZB, in dem Streit zu vermitteln.

Hier wird also seitens der Notenbänker noch abgewartet, trotz der sehr brisanten Lage. Man kann nur hoffen, dass dies nicht eskaliert und schlimmere Folgen als die Griechenland-Krise für uns alle haben wird.

 

Zurück zum Deutschen Aktienindex: Dieser wurde am Freitag bereits vorbörslich negativ im Endloskontrakt von XTB taxiert bzw. aus Sicht der US-Anleger nachbörslich dominiert:

 

 

Quartalszahlen von Alphabet und Amazon waren zwar positiv, schafften aber die Erwartungen der Analysten nicht ganz und trafen in diesem negativen Marktumfeld auf weitere Verkaufsorders. Fast schon ironisch bei den Milliardengewinnen in der Bilanz, wie die faz schrieb. Auch die Redaktion von wallstreet-online begleitete dies ausführlich in dieser News.

 

Damit war der Weg für den Freitag fast schon vorbestimmt: Ebenso stießen die Quartalszahlen der Deutschen Unternehmen nicht gerade auf Applaus. 14 Prozent weniger Gewinn bei BASF sind hierfür nur ein Beispiel, oder auch die Story um Bayer, welche nach Angaben der wallstreet-online-Redaktion die Aktie auf ein neues 5-Jahrestief brachten.

In Folge dessen markierte auch der DAX mit 11.051 Punkten ein neues Zweijahrestief und hat mit 9,3 Milliarden Euro Umsatz bei XETRA-DAX-Aktien das Handelsvolumen zu "normalen Handelstagen" fast verdoppelt.

 

Der Monat Oktober ragt nunmehr in der Statistik sehr deutlich rot hervor. Mit mehr als 8 Prozent verbreitet er vor allem unter den Anlegern ein wenig "Schrecken". Immerhin ist diese Performance eine durchschnittliche Jahresperformance im DAX, wenn man die langfristige Statistik befragt.

 

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