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Börse Daily am Sonntag mit DAX, Deutsche Post, Hochtief, Siltronic, AMD, Dow Jones, S&P 500, Brent

28.10.2018, 08:00  |  812   |   |   

nach Alphabet und Amazon kommt Apple. Nicht nur in alphabetischer Reihenfolge, sondern auch bei den Quartalszahlen stellten sich die Konzerne in dieser Reihe auf. Am vergangenen Donnerstag legten die Google-Holding und der weltweit größte Online-Händler ihre Quartalszahlen vor. Es gelang ihnen nicht, die Erwartungen der Anleger zu erfüllen. Entsprechend wurden beide Aktien zum Verkauf gestellt und zogen die Technologiewerte tags darauf mit nach unten.

Nun könnte sich bei Apple das Geschehen wiederholen, denn traditionell sind die Erwartungen an den iPhone-Produzenten hoch. Da reicht es nicht, dass Umsatz und Gewinn noch etwas steigen. Auch der Ausblick muss passen. Jedoch gibt es allgemein zu viele Unsicherheiten, die eine noch bessere, noch höhere Prognose verhindern. Auch die Anleger selbst sind durch die Verluste der letzten Tage unsicherer geworden und überlegen zweimal, steigende Kurse zu handeln.

Konjunkturdaten gab es zuletzt wenige, die erbaulich gewesen wären. Für den Euroraum wird vor allem Italien zum Problem. Die dortige Regierung sieht überhaupt keinen Anlass, von ihren Plänen einer zu hohen Neuverschuldung abzuweichen und provoziert Streit mit Brüssel. Rechtspopulisten brauchen Feinde und eine widerwillige EU, die Italiens politische Eskapaden nicht akzeptiert, da sie den gemeinsamen Regeln widersprechen, kommt ihnen gerade recht.

Wenn der Finanzmarkt am Montag startet, steht Italiens Kreditwürdigkeit bei der Ratingagentur S&P noch einmal und wahrscheinlich ein letztes Mal bei BBB. Nur zwei Stufen trennen Italiens Anleihen von so genannten Ramsch, den hochspekulativen Anlagen. Dass Rom kurz vor dem Fall steht, machte S&P unmissverständlich klar und senkte seinen Ausblick von stabil auf negativ. Heißt: Beim nächsten Mal droht die Abstufung. Zuvor hatte schon Moodys das Rating gesenkt.

Italiens Haushaltskrise, der ungelöste Brexit Großbritanniens, der erst einmal innenpolitisch gelöst werden müsste, bevor Verhandlungen erfolgreich geführt werden könnten, der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Sorgen um Chinas Wachstums hervorbringt und somit auch die weltweiten Konjunkturaussichten eintrübt, die Befürchtung steigender US-Zinsen und dazu eine bislang eher durchwachsene Berichtsaison; derzeit kommt (zu) viel zusammen.

Runter bis 10600 Punkte?

So befindet sich der DAX weiterhin auf Kurs in Richtung 11000 Punkte. Kurserholungen im Tageshandel wurden zuletzt wieder abverkauft. Der deutsche Leitindex schloss am Freitag um 11200 Punkte. Bei einem Kursrutsch unter 11000 Punkte würde die Gefahr eines längeren Bärenmarktes steigen. Dann würden 10900 und 10600 Punkte als Marken in den Fokus rücken! Testpositionen auf der Long-Seite würden sich unter 11000 Punkten zunächst nicht mehr anbieten.

Bestehende Long-Positionen könnten eventuell unter 11000 Punkten gehedgt werden. Der DAX befinde sich weiterhin im Short-Modus und die Indikatorenlage sei short. Auch an der Wall Street habe sich die Ausgangslage merklich eingetrübt. Der S&P 500 notiere weiterhin unter der wichtigen Marke von 2700 Punkten. Long-Positionen würden sich nicht mehr anbieten. Vorsicht sei geboten, solange dieser Bereich vom US-Index nicht zurückerobert werden könne.

Sollte der S&P 500 nicht wieder in den langfristig steigenden Trendkanal zurücklaufen, sei von weiter fallenden Kursen auszugehen, meint Börse Daily INSIGHT, der Newsletter zur täglichen Marktanalyse und besonderem Fokus auf den DAX mit zwei Ausgaben pro Handelstag. Unser Börse-Daily-Experte Christian Zoller analysiert den DAX anhand verschiedener Indikatoren und entwickelt daraus seine ganz persönliche Trading-Strategie auf den deutschen Leitindex!

Ölpreis: Chance von 164 Prozent p.a.

(23.10.2018) Nach einer doch ziemlich kräftigen Aufwärtsbewegung im Spätsommer ging der Ölpreis in eine Seitwärtsbewegung über. Mit einem Inline-Optionsschein auf den Ölpreis mit Schwellen bei 66 und 94 US-Dollar können risikofreudige Anleger in weniger als drei Monaten bis Mitte Januar eine hohe Seitwärtsrendite erzielen. Lesen Sie hier weiter.

S&P 500 Index: Abverkauf geht in die nächste Runde

(23.10.2018) Handelskrieg, steigende Zinsen, eine nachlassende Weltkonjunktur und viele anderen Brandherde belasten derzeit merklich die Aktienmärkte und sorgten in den letzten Wochen für einen ersten Abwärtsimpuls. Doch noch ist das Ende der Fahnenstange lange nicht erreicht, wertet man den bisherigen korrektiven Verlauf aus. Lesen Sie hier weiter.

Dow Jones: Die Sache dürfte klar sein

(26.10.2018) Wenn bestimmte Kerzenmuster im Tagesstart bei großen Indizes auftreten, liefert das einen wichtigen Hinweis für den weiteren Verlauf des Barometers. In diesem Fall versucht sich der Dow Jones zum Handelsende hin an einem solchen Signal. Trotz frischer Mehrmonatstiefs halten Käufer zunächst noch dagegen. Lesen Sie hier weiter.

Put auf AMD: Ausblick als Warnung

(26.10.2018) Die Aktie von Advanced Micro Devices, kurz AMD, brach gestern um 15 Prozent ein. Grund war ein schwacher Ausblick. Ein Put-Optionsschein auf die Aktie von AMD mit Basispreis bei 20 US-Dollar und Fälligkeit im September 2019 könnte von einer fallenden Aktie überproportional profitieren. Im Update: IBM. Lesen Sie hier weiter.

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