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Anlegerverlag Infineon: Bären mit „Torero-Taktik“?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
29.10.2018, 13:28  |  519   |   |   

Gegen 13 Uhr legt die Aktie des Chipherstellers Infineon (ISIN: DE0006231004) über sechs Prozent zu und stellt damit nach der „neuen“ Linde-Aktie den Spitzenreiter im DAX. Ein Kurssprung, dem keine unternehmensbezogenen Nachrichten zugrunde liegen. Nur die „Merkel-Nachricht“ von heute Morgen. Und damit muss man sich fragen: Wie wahrscheinlich ist es, dass wir hier die Basis einer echten Trendwende nach oben sehen?

Da stellt sich die Frage, welche zeitnahen Konsequenzen ein anstehender Wechsel im Parteivorsitz einer der Regierungsparteien für die unmittelbare Situation der Weltwirtschaft im Allgemeinen und die der Chipindustrie im Besonderen hat. Man kommt kaum umhin, zu konstatieren: eher keine. Und damit reduziert sich die Beurteilung der Perspektive der Infineon-Aktie auf die Charttechnik. Und wenn man sich da ansieht, wie brutal diese Aktie im Oktober „zerlegt“ wurde, kann es nicht wundern, dass sie heute mit ganz oben im DAX steht, denn:

 

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Natürlich ist eine solche Meldung, die den Aktienmarkt in einem ersten Impuls nach oben zieht, angetan, um viele Leerverkäufer, sprich Bären, dazu zu animieren, sicherheitshalber mal einen Teil ihrer großen Gewinne mitzunehmen. Was heißt, die vorher leer verkauften Aktien einzudecken … sprich zu kaufen. Denn nur so können sie ihre Short-Positionen schließen, aus Buchgewinnen reale Gewinne machen. Genau das sehen wir jetzt. Aber ein Leerverkäufer, der sicherheitshalber mal halblang macht, ist deswegen nicht zu einem Bullen geworden. Solange die Gesamtkonstellation sich nicht nennenswert ändert, wird er vielmehr nach Gelegenheiten Ausschau halten, auf höherem Niveau erneut leer zu verkaufen.

Dass man nicht mit aller Macht versucht, die Aufwärtsbewegung sofort zu eliminieren, ist normal. Da wenden die Bären die „Torero-Taktik“ an, indem sie die Bullen einfach kaufen lassen, bis deren Kräfte erlahmen, die Kauforders abgearbeitet sind. Erst dann beginnt  man, dagegenzuhalten – sofern die Charttechnik nicht dagegen spräche. Aber bislang tut sie das nicht. Erst, wenn kurzfristig entscheidende Charthürden überboten wären, dürften die „Bären“ deutlich vorsichtiger werden. Da wäre zunächst der Kreuzwiderstand aus September-Tief und 20-Tage-Linie bei 18,27/18,33 Euro, zum anderen die juni-Abwärtstrendlinie bei 19,70 Euro. Solange Infineon nicht über beide Widerstände hinaus wäre, müsste man jederzeit damit rechnen, dass die Bären zurückkommen.

 

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