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Rücktritte gefordert Ryanairs Steuerknüppel sitzt locker

29.10.2018, 14:41  |  1469   |   |   

Beim Billigflieger Ryanair stehen die Zeichen für 2019 auf Wandel. Einige wichtige Ryanair-Investoren fordern, dass der Vorsitzende zurücktritt. David Bonderman hat seit 20 Jahren den Flieger fest in seiner Hand.

Ryanair wird diese Woche verstärkt unter Druck geraten. Das Local Authority Pension Fund Forum (LAPFF) hat die irische Fluggesellschaft nicht nur aufgefordert David Bonderman zu ersetzen, sondern auch die Planung für einen Nachfolger von Michael O'Leary, der seit 1994 Vorstandsvorsitzender ist, in Angriff zu nehmen.

Der Vorsitzende der LAPFF, Ian Greenwood, hat an Michael Cawley, den Vorsitzenden des Nominierungsausschusses von Ryanair, geschrieben und erklärt, dass er die Beschlüsse für die Änderungen auf der nächsten Jahrestagung im September 2019 einreichen wird. LAPFF hält etwa ein Prozent der Aktien von Ryanair. Nach irischem Gesellschaftsrecht können Investoren, die drei Prozent der Aktien halten, einen eigenen Beschluss fassen, was bedeutet, dass LAPFF die Unterstützung anderer Großinvestoren braucht.

Es ist wahrscheinlich, dass der Beschluss von genügend Aktionären unterstützt wird, denn auf der letzten Hauptversammlung hatten fast 30 Prozent der Aktionäre gegen die Wiedernominierung von Bonderman gestimmt. Auch Royal London Asset Management sagte, dass sie weiterhin gegen eine erneute Nominierung von Bonderman stimmen werde.

Die Investment-Direktorin von Aberdeen Standard, Alison Kennedy, hat angekündigt, dass ihr Unternehmen für eine Resolution zur Streichung von Bonderman im Jahr 2019 stimmen wird. Aberdeen Standard hält einen Anteil von circa 0,9 Prozent.

Der wachsende Druck auf die Ryanair-Führungsebene folgt auf ein schwieriges Jahr für die Billigfluggesellschaft. Im Sommer und Frühherbst führten Mitarbeiter in ganz Europa eine Reihe von Streiks durch, die zur Annullierung von Hunderten von Flügen führten. Daraufhin hatte Ryanair in der letzten Woche die Gewerkschaften in Belgien, Spanien, Portugal und dem Vereinigten Königreich offiziell anerkannt, um die Beziehungen zu den Arbeitnehmern zu verbessern.

Ryanair war gezwungen, im vergangenen Monat eine Gewinnwarnung herauszugeben, in der es die Auswirkungen von Streiks sowie steigende Ölpreise für geringere Gewinne verantwortlich machte. Die Aktie steht heute in London mit 0,59 Prozent im Plus. Das Unternehmen kommt auf einen Börsenwert von 13,82 Milliarden Euro. 

Quelle:

The Guardian



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