DAX-0,11 % EUR/USD-0,74 % Gold+0,65 % Öl (Brent)+0,68 %

Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
29.10.2018, 14:58  |  459   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Technische Gegenbewegung oder mehr?

DAX macht Sprung nach oben

Das deutsche Aktienbarometer ist nach der turbulenten Vorwoche zunächst mit leichten Aufschlägen in den Handel gestartet. Damit trotzte er den schwachen Vorgaben aus den USA und Asien. So drehte der japanische Nikkei-Index nach zwischenzeitlichen Gewinnen wieder ins Minus. Im Laufe des Vormittags übernahmen dann die Bullen am deutschen Aktienmarkt das Ruder und der DAX stieg in der Spitze um knapp zwei Prozent auf 11.444 Punkte an. Auf dem Börsenparkett war in Anbetracht der Aufwärtsdynamik von einem Short Squeeze die Rede. Das bedeutet, dass einige short positionierte Anleger die Notbremse zogen und Positionen geschlossen haben.

Hoffnungsvoll blicken Anleger zudem auf die Charttechnik. Denn der Dax hat in seinem Chart einen “Hammer” ausgeprägt, ein positives Umkehrsignal.

Angeschoben werden die Aktienkurse zudem von den US-Futures, die mittlerweile deutlich ins Plus gedreht sind. So notiert der S&P 500 vorbörslich 1,3 Prozent im Plus bei 2.697 Zähler, der Dow Jones Index gewinn 0,8 Prozent auf 24.950 Punkte.

Auch die Ölpreise haben mittlerweile ein grünes Vorzeichen und legen leicht zu. Die Feinunze Gold gibt auf 1.229 US-Dollar ab.Der Euro pendelt wenig verändert um die Marke von 1,14 US-Dollar.

Deutsche Bank dementiert Fusionsgerüchte

Die Gerüchte um eine Fusion mit der Commerzbank kursieren bereits seit einiger Zeit, nun hat sie Deutsche Bank CEO Christian Sewing erneut zurückgewiesen. Er betonte, er werde keine Fusionsgespräche führen, solange die Kapitalmarktbewertung der Deutschen Bank so schwach sei wie derzeit. Für die Deutsche Bank gehe es erst einmal darum, die Erträge anzukurbeln und die Lage der Bank zu verbessern. Für die Aktie geht es heute rund ein Prozent nach oben auf 8,61 Euro.

Zahlenflut voraus

Zum Wochenstart haben der Anlagenbauer Gea und die britische Bank HSBC bereits ihren Quartalszahlen vorgelegt und hatten positive Nachrichten im Gepäck. Gea konnte sowohl bei Umsatz als auch Auftragseingang Bestmarken vermelden, bei HSBC lag der Gewinn im dritten Quartal bei 5,9 Milliarden Dollar nach 4,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, das war ein Anstieg von 28 Prozent.

Am Dienstag legen zahlreiche Unternehmen aus der ersten Börsenliga wie Lufthansa, Volkswagen, Beiersdorf, FMC und Fresenius ihre Zahlen vor. Mit viel Spannung warten Anleger zudem auf Facebook (Dienstag) und Apple (Donnerstag). Apple hat zudem für Dienstagabend zur Präsentation neuer Produkte eingeladen.

S&P senkt Ausblick für Italien-Rating

Für Italien wird die Luft an den internationalen Finanzmärkten zunehmend dünner. Zwar bestätigte die Ratingagentur Standard & Poor’s am späten Freitagabend das aktuelle BBB-Rating des Landes, senkte aber den Ausblick für die Bonitätsbewertung. Damit droht bei der nächsten Überprüfung eine Herabstufung der Bonitätnote. Aktuell liegt das S&P Rating mit BBB noch zwei Stufen über der Grenze zum sogenannten Ramschstatus. Die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der italienischen Regierung schwäche die Wachstumsperspektive des Landes, gefährde die italienischen Banken und führe zu einem Vertrauensverlust bei den Anlegern, so die Ratingagentur in ihren Ausführungen. Vor einer Woche hatte schon die Agentur Moody’s die Bewertung des Landes zurückgenommen, von Baa2 auf Baa3, der letzten Stufe vor der Ramschgrenze. Die Agentur Fitch hatte schon im September den Ausblick gesenkt.

Börse Stuttgart TV

Beim “Tag der Finanzen” an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) sprach Börsenmoderator Holger Scholze mit Heiko Thieme. Dabei ging es um die aktuelle Nervosität an den Märkten und die Frage, ob die aktuelle Korrektur zur Baisse werden könnte. Dem Anlagestrategen zufolge drückten vor allem geopolitische Ereignisse den Markt, technische Faktoren kämen erschwerend dazu. Wichtig seien aber vor allem die künftigen Unternehmensgewinne und das Wachstum.

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