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Devisen: Eurokurs bleibt knapp unter 1,14 US-Dollar - Handelssorgen stützen
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Eurokurs bleibt knapp unter 1,14 US-Dollar - Handelssorgen stützen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.10.2018, 20:27  |  577   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Montag im US-Handel knapp unter der Marke von 1,14 US-Dollar gehalten. Zuletzt kostete ein Euro 1,1389 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1381 (Freitag: 1,1345) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8787 (0,8815) Euro.

Der Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Parteivorsitz der CDU belastete den Euro nur kurz. Im europäischen Geschäft war die Gemeinschaftswährung zunächst bis auf 1,1361 US-Dollar gefallen, bevor sie sich wieder erholte.

Nach starken Stimmenverlusten in der hessischen Landtagswahl hatte Merkel angekündigt, nicht mehr für den Vorsitz der CDU antreten zu wollen. Bankökonomen bewerteten den Rückzug unterschiedlich. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschafts-, Finanz- und Europapolitik seien wohl eher gering, kommentierte Berenberg-Chefökonom Holger Schmieding. Dies gelte auch für den Fall, dass sich Merkel als Bundeskanzlerin nicht mehr halten könne.

Dagegen hob die Europa-Chefvolkswirtin Jennifer McKeown vom Analysehaus Capital Economics hervor, dass sich ein Rückzug Merkels negativ auf die Lösung des Haushaltsstreits mit Italien auswirken könne. "In dem derzeitigen Klima der Unsicherheit braucht die Eurozone mehr denn je eine ruhige Hand, und Frau Merkel war in der Vergangenheit der Schlüssel zur Vermittlung von Kompromissen." Wegen der geschwächten Position Merkels sieht McKeown die Gefahr einer Ansteckung anderer Märkte in der Eurozone durch den Haushaltsstreit mit Italien. Eine solche ist bisher weitgehend ausgeblieben.

Gestützt wurde der Euro zudem von Spekulationen, dass die USA Anfang 2019 alle chinesischen Importe mit Zöllen belegen könnten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, die US-Regierung bereite sich auf einen entsprechenden Schritt vor. Die Maßnahme könne erfolgen, falls es bei den anlässlich des geplanten G20-Treffens geplanten Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu keiner Einigung im Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern komme./la/he

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