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Haushaltsdefizit Brandgefahr für spanische Wirtschaft?

30.10.2018, 13:40  |  1911   |   

Am Montag wurde offiziell bekannt, dass Spanien 2018 nicht ein Staatsdefizit von vereinbarten 2,2 Prozent sondern eher 2,7 Prozent erreichen wird.

Nadia Calviño, die spanische Wirtschaftsministerin, sagte "CNBC" am Montag, dass die Regierung weiterhin entschlossen sei, das öffentliche Defizit zu verringern. "Wir haben die Ambitionen in Bezug auf den Abbau des öffentlichen Defizits nicht reduziert", so Calviño.

"In diesem Jahr sollte das Staatsdefizit 2,2 Prozent betragen, aber als wir im Juni unser Amt antraten, haben wir eine interne Studie durchgeführt und wir stellten fest, dass wir nahe an 2,7 Prozent liegen werden. Unser Ziel ist es also, das Defizit zwischen diesem Jahr und dem nächsten Jahr um 0,9 Punkte zu senken", sagte die amtierende Wirtschaftsministerin.

Eine der vielleicht überraschendsten Maßnahmen des Haushaltsplans 2019 war die Erhöhung des Mindestlohns um 22 Prozent auf 900 Euro pro Monat. Calviño erklärte "CNBC", dass es einen Rückgang der Reallöhne gegeben habe, der angegangen werden müsse. Gleichzeitig sagte die Ministerin auch, dass "diese Maßnahme nicht isoliert betrachtet werden kann", da der Haushaltsplan auch Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen beinhaltet.

Im Jahr 2018 beträgt die Staatsverschuldung Italiens geschätzt rund 2,28 Billionen Euro, während Spanien auf rund 1,1 Billionen Euro kommt. Das BIP Spaniens beträgt 2018 rund 1,1 Billionen US-Dollar, während Italien auf 2,2 Billionen US-Dollar kommt. Abzuwarten bleibt, wie die Europäische Kommission den spanischen Haushaltsentwurf für 2019 bewerten wird. 

Laut den Ratingagenturen bekommt Spanien von S & P ein A-, Moody's vergibt ein Baa1, und Fitch A-. Zuletzt hatten die Haushaltspläne die Staatsanleihen belastet. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.  

Quelle:

CNBC

Tagesschau

 



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