DAX+0,44 % EUR/USD+0,24 % Gold+0,21 % Öl (Brent)+0,90 %

Cannabis Macht Coca-Cola den größten Fehler?

31.10.2018, 09:05  |  15408   |   |   

Coca-Cola hatte im vergangenen Monat für Spekulationen gesorgt, dass der Getränkeriese womöglich zeitnah eine Kooperation mit einem kanadischen Cannabis-Produzenten eingehen könnte. Nun macht das Unternehmen einen Rückzieher und setzt auf die Kaffeemarke Costa als wichtigen Wachstumsmotor. 

Wie "CNN" gestern berichtet, steigt Coca-Cola doch nicht in das Geschäft mit Cannabis-infudierten Getränken ein. In einer Telefonkonferenz sagte Coca-Cola CEO James Quincey, dass man "zum jetzigen Zeitpunkt keine Pläne hat", in den CBD-Markt einzusteigen (CBD ist eine nicht-psychotoxische Komponente von Marihuana).

Quinceys Kommentar kam als Antwort auf eine Frage der Cowen & Co. Analystin Vivien Azer, die nach Gerüchten fragte, dass Coca-Cola sich mit der CBD-Kategorie beschäftigt. Hintergrund war, dass Coca-Cola im September gesagt hatte, dass es das Wachstum von CBD als möglichem Bestandteil sogenannter Wellness-Getränke "genau beobachtet". Gleichzeitig kursierten Gerüchte, dass Coca-Cola eine Investition in das kanadische Cannabisunternehmen Aurora Cannabis in Betracht zieht.

Die Aktien von Aurora, die erst letzte Woche erstmals an der New Yorker Börse gehandelt wurden, legten am Dienstag dennoch zu. Nach dem Cannabis-Aktien-Blutbad vom Montag - an den Börsen von Toronto und New York - verzeichneten die Aktien der kanadischen Cannabis-Unternehmen Cronos, Aphria und Canopy Growth wieder einen Aufschwung.

Coca-Colas Erzrivale Pepsi hat einen Einstieg in Cannabis nicht ganz ausgeschlossen. Pepsi-CFO Hugh Johnston sagte gegenüber Analysten Anfang des Monats, dass "es fair ist zu sagen, dass wir uns alles ansehen" - als Antwort auf eine Frage nach Cannabis.
Aber Johnston fügte hinzu, dass Investitionen in CBD, insbesondere in den Vereinigten Staaten, eine "erhebliche Herausforderung" darstellen würden, solange Marihuana nur auf Bundesebene illegal bleibt - es ist in neun Staaten und D.C. legal.

Unterdessen hält der Corona-Inhaber, Constellation Brands, einen Anteil von mehr als 4 Milliarden US-Dollar an Canopy Growth. Die kanadische Tochtergesellschaft von Molson Coors hat ein Joint Venture mit The Hydropothecary Corporation geschlossen, um Cannabis-infudierte Drinks für den kanadischen Markt herzustellen. Der Tabakriese Altria, der Eigentümer von Marlboro, könnte über eine Beteiligung an Aphria nachdenken - auch dieses Unternehmen plant ein Listing an der NYSE in dieser Woche. Diageo, ein britisches Unternehmen für alkoholische Getränke, könnte auch an einen Einstieg ins Cannabisgeschäft interessiert sein.
 

Quellen:

CNN

CNBC

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

heute ist nicht morgen...
was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ...
Taktik und Strategie .. könnte genau so funktionieren ..
ich glaube das Management weiß was es tut, sonst wäre die Aktie von Coca Cola nicht seit Jahren eine TOP Anlage :-)

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel