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Janus-Fonds Wall Street-Superstar Bill Gross verliert Glauben an eigenen Fonds

31.10.2018, 17:08  |  3363   |   |   

Bill Gross, einer der großen Wall Street-Fondsmanager, senkt seinen eigenen Anteil an dem von ihm gemanagten Rentenfonds Janus Henderson Global Unconstrained Bond Fund.

Rentenfonds-Superstar Gross, verringerte seinen eigenen Anteil am Janus-Rentenfonds auf rund 566 Millionen US-Dollar zum Ende des letzten Monats September. Zum Vergleich: Im Vorjahr zur gleichen Zeit betrug sein Stück am Fondskuchen noch 775 Millionen US-Dollar. Das geht aus einer Börsenpflichtmitteilung hervor, über die "Bloomberg" berichtet.

Wenn man den Verlust von 6,3 Prozent des Anleihen-Fonds berücksichtigt, deutet das darauf hin, dass Gross etwa 150 Millionen US-Dollar an Anteilen abgezogen hat. Gross selbst hat sich zu seiner Investment-Entscheidung noch nicht persönlich geäußerst. Man kann aber davon ausgehen, dass Gross nicht verkauft hätte, wenn er an eine gute Performance seines Fonds glauben würde.

Der Bondguru ist seit 1971 als Fondsmanager an der Wall Street aktiv. Der Milliardär verwaltete u. a. den Pimco Total Return Fonds, der zeitweise mit einem Volumen von 236 Milliarden US-Dollar der weltweit größte Rentenfonds sowie der fünftgrößte Fonds weltweit war.

Trotz der aktuellen Verkäufe hält Gross jetzt ein größeres Stück von einem kleiner werdenden Fonds-Kuchen. Sein Anteil am Janus Henderson Global Unconstrained Bond Fund stieg zum 30. September auf 51,6 Prozent gegenüber 35,2 Prozent im Vorjahr. Das heißt, dass die Mehrheit des von ihm gemanagten Fonds Gross selbst gehört.

Das Gesamtvermögen des Fonds schrumpfte auf 1,1 Milliarden US-Dollar gegenüber 2,2 Milliarden US-Dollar im September 2017. Nicht nur Gross verkaufte Anteile, sondern auch andere Investoren zogen in den letzten zwölf Monaten nach "Bloomberg"-Schätzungen mehr als 900 Millionen US-Dollar aus dem mittlerweile umstrittenen Fonds ab. Gross Fondsmanagement kam in die Schlagzeilen, da der Fonds Verluste durch falsch platzierte Wetten verbuchte. Dazu gehörte die Wette, dass sich der Renditespread zwischen US- und deutschen Staatsanleihen annähern würde.

Quelle:

Bloomberg

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