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Devisen: Euro steigt - Pfund profitiert von Fortschritten bei Brexit-Gesprächen
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Devisen Euro steigt - Pfund profitiert von Fortschritten bei Brexit-Gesprächen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.11.2018, 20:08  |  499   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs und das britische Pfund haben am Donnerstag im US-Handel ihre Gewinne zum Dollar etwas ausgebaut. Händler verwiesen auf Berichte zu Fortschritten bei den Brexit-Gesprächen und eine insgesamt positive Stimmung an den Finanzmärkten. Zuletzt kostete der Euro 1,1407 US-Dollar. Im frühen europäischen Geschäft hatte er nur knapp über der Marke von 1,13 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1393 (Mittwoch: 1,1318) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8777 (0,8835) Euro.

Dominiert wurde das Geschehen durch den Höhenflug des britischen Pfunds. Die Frage nach dem künftigen Zugang britischer Finanzdienstleister zu den Märkten der Europäischen Union (EU) sorgte am Donnerstag für erhebliche Verwirrung. Während die britische Tageszeitung "The Times" über eine Einigung zwischen Großbritannien und der EU berichtete, sprach EU-Verhandlungsführer Michel Barnier von "irreführenden" Berichten. Das britische Pfund legte trotz der Aussagen von Barnier zu allen wichtigen Währungen zu.

"Es zeichnet sich immer mehr ab, wie ein Weg zum Brexit aussehen könnte", begründete Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank die Kursgewinne beim Pfund. Die Briten könnten sich offenbar einen längeren Verbleib in der Zollunion mit der EU vorstellen. Zudem habe es zuletzt Signale gegeben, dass die härtesten Brexit-Befürworter in der Fraktion der regierenden Konservativen ihren Widerstand gegen eine Einigung aufgeben würden.

"Der Eurokurs profitiert von der insgesamt positiven Stimmung an den Finanzmärkten", sagte Leuchtmann. Angesichts der umstrittenen Haushaltspolitik Italiens sei der Euro zuletzt verstärkt wieder als riskante Währung wahrgenommen worden. Daher profitiere er von einer positiven Stimmung an den Märkten. Belastet wurde der Dollar zudem durch schwache Industriedaten. Der Einkaufsmanagerindex (ISM), ein wichtiger Frühindikator für den Sektor, war im Oktober überraschend stark gefallen./la/he

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