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iPhone-Absatz bald geheim Apple: Geheimniskrämerei sorgt für Kursrutsch

02.11.2018, 12:30  |  2126   |   |   

Apple verkündete gestern ein Rekordergebnis. Im nachbörslichen Handel gab die Aktie trotzdem zeitweise um rund sieben Prozent nach. Grund für die Talfahrt sind ein schwacher Ausblick sowie der Plan, zukünftig die Absatzzahlen vom iPhone geheim zu halten.

Die Strategie des US-Technologieriesen, immer mehr für seine Geräte zu verlangen, scheint aufzugehen. Der Umsatz stieg, trotz relativ schwacher Absatzzahlen, im vierten Geschäftsquartal von Apple (Juli bis September) auf 62,9 Milliarden US-Dollar. Das ist 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte auf 14,1 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 31 Prozent. Insgesamt wurden aber nur 46,9 Millionen iPhones verkauft, Analysten hatten mit 48,4 Millionen gerechnet, so die "WirtschaftsWoche".

An der Nasdaq verlor die Apple-Aktie trotz des guten Ergebnisses nachbörslich fast sieben Prozent. Grund sind eine Warnung vor möglichen Absatzschwächen in den kommenden Monaten. Der Ausverkauf beschleunigte sich, nachdem Apple erklärte, dass es zukünftig keine Absatzzahlen beim iPhone mehr bekanntgeben werde. Die Führungsebene begründet ihre Entscheidung damit, dass die Absatzzahlen keine guten Indikatoren mehr für die finanzielle Lage von Apple seien.

Luca Maestri, Chief Financial Officer von Apple sagte gegenüber Finanzanalysten: "Ich kann Ihnen versichern, dass es unser Ziel ist, den Absatz für jede Produktkategorie, die wir haben, zu steigern. Eine Verkaufseinheit ist heute weniger relevant als in der Vergangenheit".

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018, das für Apple am 30. September endete, stiegen die Gewinne um 23 Prozent auf 59,5 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz kletterte auf 265,5 Milliarden US-Dollar. Das ist rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Apple erklärte, dass es Umsätze von 89 bis 93 Milliarden US-Dollar für das erste Quartal 2019 erwartet. Die Prognose der Wall Street hatte jedoch bei 93 Milliarden US-Dollar gelegen, so die "BBC". CEO Tim Cook erklärte zudem, dass Apple "in einigen der Schwellenländer wie der Türkei, Indien, Brasilien und Russland eine gewisse makroökonomische Schwäche sehe". Weiterhin könnte es aufgrund des Handelskonfliktes zwischen den USA und China zu Lieferproblemen kommen, so Maestri.

Im Xetra-Handel steht die Apple-Aktie am Freitagvormittag mehr vier Prozent im Minus. Ein Anteilsschein kostet momentan 183,69 Euro (02.11.2018, 11:18:45 Uhr):

Apple

Quellen:

Apple
BBC
wiwo

Wertpapier
Apple


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