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Wer und was steckt hinter Initiative Q?

Gastautor: Rainer Brosy
02.11.2018, 15:51  |  8562   |   |   

Während Kryptowährungen weiterhin ein ausbaufähiges und interessantes Zahlungsmittel mit viel Potenzial darstellen, wird bereits nach dem neuen großen Zahlungssystem gesucht. Momentan kommt der Initiative Q viel Aufmerksamkeit zu, der man nur via Einladung beitreten kann. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Währungs- und Zahlungskonzepte zu revolutionieren. Neue Zahlungssysteme im Internet werden naturgemäß mit viel Skepsis betrachtet. Bei Initiative Q handelt es sich allerdings nicht um eine Kryptowährung. Ganz im Gegenteil: Während sich Kryptowährungen durch ein dezentrales Datenverarbeitungs- und Speicherungsverfahren auszeichnen, werden bei Initiative Q alle Daten zentral abgelegt.

 

Wer steckt hinter Initiative Q

 

Initiative Q wurde schon im Juni 2018 häufiger erwähnt und es entwickelte sich sogar ein kleiner Hype um die neue Währung. Momentan können Besitzer und Nutzer noch nicht auf der Netzwerk-Plattform damit handeln, was sich aber bald ändern soll. Die Initiative wurde vom Serial Entrepreneur namens Saar Wilf ins Leben gerufen, der bereits ein Startup gründete, das sich mit Sicherheit bei Online-Zahlungen beschäftigt. Wilf zeichnete sich für das junge Unternehmen Fraud Sciences verantwortlich, das schließlich den Bezahlservice PayPal noch vor der Trennung von eBay kaufte. Das Wirtschafts- bzw. Währungsmodell plante dagegen Lawrence White, seinerseits Wirtschaftsprofessor an der George Mason Universität. White setzt sich auch sonst für das sogenannte free banking und für die Abschaffung der US-Notenbank Federal Reserve ein.

 

Wie tritt man der Initiative Q bei?

 

Wie können Interessierte der Initiative Q jedoch beitreten? An dieser Stelle kommt ein wenig Exklusivität ins Spiel. Interessierte müssen zunächst eingeladen werden, bevor eine Teilnahme an dem Netzwerk möglich ist. Das kann durch einen Kontakt geschehen, welcher bereits Mitglied beim Netzwerk ist, oder über einen Link, auf den man klicken kann, auf den in der Regel eine Einladung folgt. Lediglich der Name des zukünftigen Mitglieds und die E-Mail-Adresse sind erforderlich. Davon abgesehen, stehen den Nutzern keine nennenswerten Barrieren im Weg, die umgangen werden müssen. Die Mitgliedschaft, die den Zugang zu diesem globalen Währungssystem mit dem Namen Q ermöglicht, ist kostenlos. Zu beachten ist jedoch, dass jeder Nutzer lediglich einen Q-Account besitzen und betreiben darf. Bei Zuwiderhandlung können alle Accounts von der Initiative gesperrt werden. Als Folge gehen alle bereits erhaltenen bzw. verdienten Qs sowie die damit investierte Arbeit und Zeit verloren.

 

Einladung und Registrierung

 

Einladung und Registrierung vollziehen sich in mehreren Schritten, die absolut transparent sind und von den Nutzern nachverfolgt werden können. Diese Schritte sehen folgendermaßen aus:

 

  • Der Nutzer bestätigt seine E-Mail-Adresse
  • Auch der Q-Account muss anschließend noch einmal bestätigt werden
  • Danach hat der Nutzer die Möglichkeit, neue Mitglieder anzuwerben und Qs für den eigenen Account zu verbuchen

 

Zu beachten ist außerdem, dass die Aktivitäten angeworbener Mitglieder nichts mehr mit dem Anwerber zu tun haben. Die ursprünglichen Anwerber können also nicht davon profitieren, wenn von ihnen angeworbene Nutzer weitere Mitglieder anwerben.

 

Wachstumsplan der Initiative Q

Bevor sich Initiative Q zu einem erfolgreichen weltweiten Zahlungsnetzwerk entwickeln kann, stehen allerdings noch einige Entwicklungsschritte bevor. Diese sehen folgendermaßen aus:

 

Entwicklungsschritte

Was wird passieren

Mitglieder einladen

Wer bereits Mitglied ist, kann neue Mitglieder anwerben und sich dadurch Qs verdienen. Es handelt sich hierbei fast schon um eine virale Marketing-Strategie, die momentan durchaus gut funktioniert und ein stabiles Wachstum des Netzwerkes garantieren sollte. Zur Zeit ist es noch möglich, bis zur Mitte des Jahres 2019 neue Mitglieder einzuladen. Das Ziel ist, dass bis dahin mehrere Millionen Nutzer an dem Netzwerk und der Währung teilhaben können.

Aufbau eines Payment-Netzwerkes

  1. muss eine gewisse Anzahl von Nutzern erreicht werden, bevor das neue und fortschrittliche Payment-System aufgebaut und implementiert werden kann. Diesem Netzwerk soll die modernste Technologie zugute kommen. Außerdem sollen mit einer ausgefeilten Technologie und einer ausreichenden Nutzerzahl Investoren angelockt werden, die finanzielle Unterstützung für das Payment-System leisten.

Start-Länder

  1. Zahlungssystem soll 2020 verhältnismäßig bescheiden an den Start gehen. Zunächst werden etwa 1 Prozent der Weltbevölkerung daran teilhaben können. In einer deutschen Sprachversion existiert Initiative Q zwar noch nicht, aber da Deutschland ein wichtiger E-Commerce-Standort ist, wird diese Version wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen.

Verkäufer gewinnen

Neben den Mitgliedern müssen natürlich auch Händler für die Idee begeistert werden, damit Nutzer und Währungsinhaber später damit etwas einkaufen können. Ein überzeugendes Argument wären natürlich Millionen von begeisterten Mitgliedern, die das Netzwerk momentan sammelt. Darüber hinaus sollen auch Verkäufer für ihre Teilnahme bzw. dafür belohnt werden, dass sie neue Mitglieder anwerben.

 

Tabelle: Die Initiative Q versucht möglichst schnell zu wachsen und dementsprechend auch den Wert ihrer Währung namens „Q“ zu steigern. Für die Mitglieder besteht die Motivation darin, eine möglichst große Q-Summe zu sammeln, indem sie neue Mitglieder anwerben – Ehrgeiz und Spieltrieb werden also gleichzeitig geweckt.

 

Früheinsteiger werden besser belohnt

 

Früheinsteiger sind klar im Vorteil: Je mehr Mitglieder die Initiative Q hat und je weiter sich das Netzwerk verbreitet, desto kleiner werden auch die Belohnungen ausfallen, die für das Anwerben neuer Mitglieder bezahlt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Momentan, wo das Netzwerk noch relativ klein ist, fallen die Belohnungen größer aus. Kaufen können Interessierte die Währung noch nicht, was sich nach der Einführung und Etablierung des Payment-Systems jedoch ändern könnte. Im Moment besteht der Reiz des Netzwerkes und der hauseigenen Währung weiterhin darin, dass sie neu und umsonst sind.

  1. sobald das Zahlungssystem fertiggestellt ist, eine große Mitglieder- und Verkäuferzahl angeworben wurde, können die ersten Waren mit den bereits erhaltenen Qs bezahlt werden.

 

Fazit: Skepsis und Zurückhaltung ist natürlich bei jedem neuen Zahlungssystem, Währungen und Netzwerk verständlich. Ein großer Vorteil, den Initiative Q mit sich bringt, ist, dass es kostenlos ist und bleibt. Ein Anreiz mit vielversprechenden Belohnungen für das Anwerben von neuen Mitgliedern ist ebenfalls gegeben. Eine private und vor allem globale sowie schnelle Zahlungsmöglichkeit, könnte einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Online-Payments bedeuten.

Disclaimer

Gastautor

Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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