DAX-0,11 % EUR/USD+0,15 % Gold-0,23 % Öl (Brent)-0,21 %

Warren Buffett setzt auf Opportunitätskosten – du auch?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.11.2018, 09:14  |  486   |   |   

Warren Buffett scheint in seinem Handeln stets auf ein Prinzip zu setzen: auf das der Opportunitätskosten. Sowohl in seinem alltäglichen Leben als auch beim Investieren scheint er dieses grundsätzliche Prinzip unbewusst oder bewusst zu beherzigen. Wobei, ich denke, ein so smarter Investor wie Buffett wird sich dieser Tatsache durchaus bewusst sein.

Werfen wir folglich einen Blick darauf, was Opportunitätskosten sind, wo Buffett sie einsetzt und wie auch du mithilfe dieser doch recht ungewöhnlichen Kosten bessere Entscheidungen treffen kannst.

Opportunitätskosten – was ist das eigentlich?

Doch bevor wir auf die Anwendungsbereiche blicken, lass uns zunächst einmal klären, was Opportunitätskosten sind. Gehen wir hierfür von folgender Ausgangslage aus:

Mal angenommen, du hast gerade einen Bonus über 1.000 Euro bekommen und überlegst nun, was du damit anfangen sollst. Zum einen könntest du damit nächsten Sommer in den Urlaub fahren und ein paar Tage Sonne und die Ruhe genießen. Oder aber das Geld investieren, für den Ruhestand anlegen und für eine bessere finanzielle Zukunft aufbewahren. Beides sehr ansprechend, findest du nicht auch?

Da es sich hierbei jedoch um eine Entweder-oder-Entscheidung handelt, fallen in diesem Beispiel Opportunitätskosten an. Diese sind, je nachdem, für was du dich entscheidest, jeweils die anderen Wahlmöglichkeiten, auf die du an dieser Stelle verzichten musst.

Opportunitätskosten sind somit in erster Linie keine materiellen Kosten, sondern der Verzicht auf die nächstbeste Entscheidung, die man letztlich nicht berücksichtigen konnte oder wollte. So weit, so klar? Dann lass uns nun überlegen, wo Warren Buffett dieses Prinzip überall anwendet.

Warren Buffetts vielleicht größter Verzicht beim Investieren

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Warren Buffett bei jeder Investitionsentscheidung sehr sorgfältig abwägt, was für ihn, Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) und die Aktionäre die beste Entscheidung ist. Ein Verzicht im wahrsten Sinne des Wortes ist hierbei jedoch besonders beeindruckend, denn er hängt mit den 20 Mrd. US-Dollar zusammen, die Buffett stets gerne in bar halten möchte.

Bei diesem 20-Mrd.-US-Dollar-Cash-Bestand, der in den vergangenen Jahren sogar deutlich angewachsen ist, verzichtet Buffett stets darauf, das Geld anzulegen und eine höhere Rendite zu erwirtschaften, was zunächst einmal nicht intuitiv wirkt.

Nichtsdestoweniger bedeutet dieser Mindest-Cash-Bestand für Buffett, dass er stets ein gewisses Maß an Flexibilität besitzt, und im Fall der Fälle (beispielweise während einer heftigen Korrektur) von Schnäppchenpreisen profitieren kann.

Eine solche Investitionsmöglichkeit regelmäßig nicht nutzen zu können, scheint für ihn jedoch weniger attraktiv zu sein, als stets eine Aktienquote von 99 % oder 100 % zu haben. Durchaus ein interessanter Gedankengang, der ebenfalls auf Opportunitätskosten zurückgeführt werden kann.

Abwägungsprozess auch im realen Leben

Doch nicht nur beim Investieren setzt Buffett auf dieses Prinzip. Auch im wahren Leben folgt Buffett dem Prinzip von Kosten und Nutzen. Sein Arzt habe ihm beispielsweise einmal geraten, sich entweder besser zu ernähren – Buffett selbst sagt über sich, er äße wie ein Sechsjähriger – oder regelmäßig Sport treiben zu müssen.

Weil Buffett seine Essgewohnheiten sehr schätzt, entschied er sich kurzerhand auch hier, das für ihn kleinere Übel, den Sport, zu wählen. Der Verzicht auf Coca-Cola und Eiscreme wäre wohl eine für ihn größere Belastung gewesen, als regelmäßig seinen Puls in Wallungen zu bringen.

So kannst auch du Opportunitätskosten anwenden

Wie wir gesehen haben, können Opportunitätskosten ein hervorragendes Mittel sein, um Entscheidungen untereinander abwägen zu können. Egal ob zwischen Aktie A oder B, Konsum oder Sparen, Pizza essen oder Gemüse knabbern. Überall lauern versteckte Verzichtskosten.

Wer bewusst auf diese achtet, kann besser erörtern, ob ein möglicher Weg wirklich der richtige ist oder eher nicht. Und einem dadurch dabei helfen, etwas weitsichtiger durch das (finanzielle) Leben zu kommen.

Das einfache Geheimnis, die besten Aktien zu kaufen

Wie Warren Buffett einmal sagte, musst du keinen IQ eines Genies haben, um ein großartiger Investor zu sein. Alles was du dafür brauchst ist einfache Mathematik, das Wissen auf welche Zahlen du schauen musst und etwas gesunden Menschenverstand. In unserem kostenlosen Spezialbericht "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" teilen wir 15 Bilanzkennzahlen mit dir, mit Hilfe derer du die Aktien mit den besten Zukunftsaussichten identifizieren kannst. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu diesem Sonderbericht zu erhalten.

Seite 1 von 2

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel