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3 Branchen, die die Auswirkungen der US-Zölle auf Stahl und Aluminium spüren

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.11.2018, 11:30  |  502   |   |   

Obwohl die USA einen neuen Handelsvertrag mit Mexiko und Kanada abgeschlossen haben, bestehen sie darauf, dass die 25-prozentigen Zölle des Landes auf Stahl und Aluminium in naher Zukunft erhalten bleiben.

Die hat nur dazu geführt, dass die kanadischen Zölle auf amerikanischen Importstahl bis auf Weiteres ebenfalls bestehen bleiben, ebenso wie zusätzliche Zuschläge, die auf ausländische Importe erhoben werden, um andere Länder – wie China – davon abzuhalten, ihren billigen Stahl auf den kanadischen Markt zu werfen.

Die Folge sind eine geringere Stahlproduktion der Hersteller und höhere Preise für Verbraucher und Unternehmen.

Mindestens drei Branchen sind von den Strafzöllen direkt betroffen. Die reale Zahl ist viel höher – aber lass uns für den Anfang einen Blick darauf werfen, wie höhere Stahlpreise in den Automobilsektor, den Immobilienmarkt und sogar die Biermärkte durchsickern werden.

Einer der unerklärlichsten Aspekte der Stahlzölle der USA und Kanadas ist, dass ein Stahl- oder Aluminiumprodukt, das nach Kanada importiert und dann wieder in die USA exportiert wird, effektiv zweimal mit Zöllen belegt wird.

Es ist schwer zu sagen, wie viele Waren davon betroffen sein werden – und wie weit die Unternehmen gehen werden, um dies zu vermeiden. Aber eine Branche, die in der Vergangenheit durch eine hin und her gehende Lieferkette gekennzeichnet war, ist der Automobilsektor. Dabei haben verschiedene Lieferanten zusammengearbeitet, die sich jeweils auf einen engen Aspekt des Produktionsprozesses spezialisiert haben.

Wahrscheinlich sollte man nicht überrascht sein, dass ein Unternehmen wie Martinrea (WKN:912842), ein relativ kleiner Autoteilehersteller im Vergleich zu Ford oder General Motors, seit Anfang Oktober einen Kurseinbruch von 29 % verzeichnet hat.

Höhere Stahl- und Aluminiumpreise erhöhen die Kosten für ein nordamerikanisches Fahrzeug fast zwangsläufig. Wie sich diese Dinge üblicherweise entwickeln, werden die großen Hersteller versuchen, jeden möglichen Penny aus den kleineren Zulieferern wie Martinrea herauszupressen, um die Preise für die Verbraucher so niedrig wie möglich zu halten.

Eine weitere Branche, die bei den neuen Zöllen nicht gut abschneiden wird, ist der Wohnungsmarkt.

Jesse Goldman, ein Wirtschaftsanwalt, zu dessen Mandanten die Canadian Coalition for Construction Steel gehört, erwartet einen Anstieg der Kosten für die durchschnittliche Eigentumswohnung durch die neuen Stahlzölle um bis zu 10.000 US-Dollar.

Das erhöht nicht nur die Kosten für die Bauherren bei der Entwicklung neuer Projekte, sondern birgt auch die Gefahr, dass einige von ihnen gezwungen werden, bereits im Bau befindliche Projekte zu verschieben.

Das ist nicht nur schlecht für diejenigen, die in der Bauindustrie arbeiten, sondern es wird auch das Angebot an neuen Eigentumswohnungen auf dem Markt verringern, was theoretisch zu noch höheren Preisen führen sollte.

Und da die Zinsen bereits steigen und die Regierungen von Bund und Ländern Schritte unternommen haben, um es für Erstkäufer schwieriger zu machen, ein Haus zu kaufen, verheißt das für ein Unternehmen wie die Home Capital Group (WKN:871014) nichts Gutes.

Aufgrund der Klientel, auf die sich Home Capital tendenziell konzentriert, wäre es am anfälligsten für einen Rückschlag auf dem kanadischen Immobilienmarkt.

Last but not least sind die nordamerikanischen Bierbrauer zu nennen.

Leider hatte der Bierabsatz dieses Jahr einen schlechten Start, da die Verbraucher ihre Trinkgewohnheiten auf Wein, Spirituosen und kleinere Brauer verlagert haben.

Dabei ist immer noch nicht abzusehen, wie die Legalisierung von Freizeit-Cannabis in Kanada in der vergangenen Woche den Bierverkauf gefährden wird.

Aber darüber hinaus machen die Kosten für Aluminium einen bedeutenden Anteil der Kosten für die Verpackung von Bierdosen aus.

Brauereien wie Molson Coors Canada (WKN:A19EJC) dürften ihre Herstellungskosten erhöhen, wenn sie in der zweiten Jahreshälfte mehr Inventar bestellen, was entweder die Gewinne schmälern oder an die Verbraucher weitergegeben wird.

Fazit

Die Inflation der Versorgungskosten, wie Ökonomen sie nennen, ist ein täglicher Teil des Wirtschaftslebens.

Die natürliche Antwort für Unternehmen, die damit zu tun haben, ist, ihr Bestes zu geben, um die Kostensteigerungen an die Verbraucher weiterzugeben.

Manchmal funktioniert diese Strategie, manchmal nicht.

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