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Warum Infineon, Nvidia und Dialog Semiconductor jetzt besonders interessant sind

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.11.2018, 09:12  |  978   |   |   

Aktien von Chipherstellern wie Infineon (WKN:623100), Nvidia (WKN:918422) oder Dialog Semiconductor (WKN:927200) sind in den letzten Monaten teilweise massiv abgestürzt. Langfristig orientierte Anleger könnten hier derzeit also möglicherweise günstige Einstiegsgelegenheiten finden!

Wie günstig die Infineon-Aktie, die Nvidia-Aktie und die Dialog-Semiconductor-Aktie heute tatsächlich sind und warum ich an eine goldene Zukunft für die Halbleiterindustrie glaube, erfährst du, wenn du weiterliest.

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So günstig sind Infineon, Nvidia und Dialog Semiconductor

Beim Blick auf die Bewertungen unserer drei Chip-Aktien ergibt sich ein uneinheitliches Bild.

Kurs-Gewinn-Verhältnis Abstand zum Allzeithoch
Infineon                26,0                 28,1 %
Nvidia                82,0                 25,0 %
Dialog Semiconductor                12,0                 52,9 %

Quellen: Unternehmensangaben, onvista.de, Kurse Stand: 01.11.2018, KGV auf Basis der 2017er-Gewinne

Zwar sind alle drei Aktien in den letzten Monaten stark gefallen. Gemessen am KGV ist jedoch nur Dialog Semiconductor wirklich günstig. Infineon und Nvidia sind auf den ersten Blick trotz Kursrückgang immer noch ziemlich teuer.

Mein Fazit zur Bewertung lautet daher: Chip-Aktien sind trotz ihrer Kurseinbrüche nur dann günstig, wenn der Markt für Halbleiter zukünftig stark wachsen wird.

Ich glaube, dass genau das der Fall sein wird!

Warum wir immer mehr Chips brauchen werden

In einer der letzten Folgen der Höhle der Löwen, einer bekannten Fernsehsendung, in der Startups um Investoren werben, stellten zwei Gründer einen Windelsensor vor. Er misst Feuchtigkeit und Temperatur der Windel und übermittelt basierend auf diesen Daten ihren „Füllstand“ per Smartphone-App.

Die Windel kann so rechtzeitig gewechselt werden, was Hautkrankheiten und Blasenentzündungen verhindern soll. Zwar konnten die Gründer letztendlich keinen der Investoren überzeugen. Trotzdem zeigt diese Anwendung, wie Sensoren und die dazugehörigen Mikrochips unser Leben verbessern können.

Dabei sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. In naher Zukunft werden wir mithilfe von Sensoren und Mikrochips unglaublich viele Dinge überwachen und auswerten können. Sie werden unsere Prozesse optimieren, die Produktivität steigern und unser Leben vereinfachen.

Für mich steht daher fest: Mikrochips werden sich zukünftig einer starken Nachfrage erfreuen!

Ein paar konkrete Beispiele? Kein Problem! In der Industrie 4.0 werden Sensoren unglaublich viele Daten erfassen. In Maschinen werden Filter von Sensoren überwacht, um deren optimalen Wechselzeitpunkt zu ermitteln. In Zügen wird die Dicke der Bremsscheiben geprüft, ebenfalls um den optimalen Wechselzeitpunkt zu bestimmen.

Inspektionssysteme, beispielsweise Kameras, überprüfen fertige Produkte. Und so weiter … Zur Auswertung all dieser Daten werden – du ahnst es sicher schon – Mikrochips benötigt. Die Chip-Industrie sollte daher ein großer Gewinner des Megatrends Industrie 4.0 sein.

Dies könnte insbesondere für Infineon gelten – laut eigenen Angaben waren die Neubiberger im Jahr 2017 Marktführer in den Segmenten Industrial Power Control und Powermanagement & Multimarket. Diese Bereiche umfassen unter anderem Halbleiter für Industrieantriebe, Roboter und Anwendungen rund um das Thema „Internet der Dinge“.

Indirekt könnte auch Nvidia von der Automatisierung unserer Produktionsstätten profitieren. Ich halte es für unausweichlich, dass Roboter Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen werden.

Egal ob man infolge dessen die (menschliche) Arbeitszeit radikal kürzt oder auf komplett neue Modelle wie beispielsweise das bedingungslose Grundeinkommen setzt: Industrie 4.0 wird dafür sorgen, dass immer mehr Menschen immer mehr Zeit haben werden.

Und was könnte man mit dieser neu gewonnenen Freizeit anfangen? Klar, zocken! Ich bin davon überzeugt, dass der Gaming-Markt indirekt von der Automatisierung profitieren wird – was wiederum Nvidia in die Karten spielen würde. Die Amerikaner erwirtschafteten in den letzten zwölf Monaten 57 % ihres Umsatzes in der Gaming-Branche.

Bevor man in Halbleiteraktien wie Infineon, Nvidia oder Dialog Semiconductor investiert, sollte man sich allerdings einer Sache bewusst sein.

Sind Chip-ETFs besser als Einzelaktien?

Die Chip-Branche ist aufgrund ihres Wachstumspotenzials zwar extrem interessant, gleichzeitig ist es für Laien aber nicht einfach, Wettbewerbsvorteile, Stärken und Schwächen der jeweiligen Unternehmen richtig einzuschätzen.

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