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Pressemeldung: Franklin Templeton: Volatilität der Aktienmärkte
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Pressemeldung Franklin Templeton: Volatilität der Aktienmärkte

Nachrichtenquelle: Asset Standard
05.11.2018, 12:05  |  412   |   |   

Warum Volatilität attraktive Chancen eröffnen kann.

Der Oktober ist seinem Ruf als volatiler Monat gerecht geworden: Sorgen über steigende US-Zinsen, eine Abkühlung des Wachstums in China und die anstehenden Midterm-Wahlen scheinen viele Anleger verschreckt zu haben. Die Franklin Equity Group bietet ihre Einschätzung der jüngsten Turbulenzen und erklärt, warum Volatilität attraktive Chancen eröffnen kann und warum sie nach wie vor gute Gründe für eine Anlage in Technologieunternehmen sieht.

Unsicherheit in Verbindung mit Handelsspannungen, Sorgen um das globale Wachstum (da der jüngste Bericht Chinas zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts die Marktteilnehmer enttäuschte) und Befürchtungen in Bezug auf das Tempo und das Ausmaß zukünftiger Zinserhöhungen haben während der letzten Wochen zu Marktvolatilität beigetragen.

Darüber hinaus könnten die in den USA anstehenden „Midterm-Wahlen“ sowie die in den Medien gemeldeten geopolitischen Ereignisse das Verhalten der Anleger beeinflussen.

Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die Weltwirtschaft ein für die Fundamentaldaten von Unternehmen günstiges Umfeld bietet. Das belegt der Umsatz-, Gewinn- und Cashflowzuwachs in zahlreichen Branchen.

Bei unseren US-Anlagestrategien besteht unser Ziel darin, in Unternehmen zu investieren, die unserer Einschätzung nach starke Plattformen aufweisen, gegenüber dem Wettbewerb gut aufgestellt sind und langfristige Wachstumsaussichten aufweisen, die vom Markt nicht angemessen gewürdigt oder erkannt werden. Hierbei versuchen wir, über kurzfristige Marktvolatilität hinweg zu sehen, um innerhalb unserer Portfolios opportunistisch von Schwächephasen des Markts zu profitieren.

Wir unterziehen unsere Positionen einer kontinuierlichen Überprüfung, um sicherzustellen, dass unsere ursprünglichen Gründe für eine Anlage weiterhin intakt sind, und um zu prüfen, ob es an der Zeit ist, unsere Positionen zu verstärken oder zu verkleinern.

Der im Oktober in den USA verzeichnete Abverkauf am Markt fand auf breiter Basis statt, wobei in sämtlichen Sektoren Renditen von -8 % oder darunter verzeichnet wurden. Hiervon ausgenommen waren lediglich die traditionell defensiven Sektoren Versorgung und nichtzyklische Konsumgüter, die im bisherigen Monatsverlauf (bis zum 24. Oktober 2018) positive Renditen im niedrigen einstelligen Bereich erzielen konnten.[1]

Die zyklisch ausgerichteten Sektoren Materialien (-13,0 %), Energie (-12,5 %), zyklische Konsumgüter (-12,2 %) und Industrie (-11,6 %) haben sich im bisherigen Monatsverlauf schwächer entwickelt als der breitere US-Markt (S&P 500 Index: -8,76 %).[2]

Insbesondere zum Informationstechnologiesektor, der in mehreren unserer Strategien stark vertreten ist, haben eine ganze Reihe von Anfragen erhalten. Der S&P 500-Informationstechnologiesektor hatte zum 30. September 2018 seit Jahresbeginn 20,62 % zugelegt. Bis zum 24. Oktober 2018 stand für den laufenden Monat ein Minus von 10,76 % zu Buche.[3]

Unsere Einschätzung der langfristigen Fundamentaldaten, die diesem Sektor Unterstützung bieten, hat sich nicht verändert. Wir beobachten nach wie vor das ungebrochene Thema der „digitalen Transformation“, bei dem Technologieunternehmen zunehmend Einfluss auf traditionell nicht-technologische Märkte haben. Weitere Faktoren, die dem Sektor künftig Aufwind geben dürften, sind die niedrigeren Steuern sowie die Notwendigkeit, angesichts des zunehmend angespannten Arbeitsmarkts die Produktivität zu steigern. Unsere Einschätzung beruht unter anderem auf den folgenden Überlegungen:

  • Ein wichtiger Frühindikator für die von Unternehmen getätigten Investitionen in Technologie ist eine inkrementelle Veränderung ihrer Rentabilität. Aufgrund der Herabsetzung der Körperschaftsteuer in den USA wird weitläufig damit gerechnet, dass US-Unternehmen 2018 höhere Rentabilitätskennzahlen aufweisen werden. Diese gestiegene Rentabilität schlägt sich Meldungen zufolge in erhöhten Kapitalrenditen und sogar in Bonuszahlungen an Mitarbeiter nieder. Allerdings hören auch immer öfter, dass Unternehmen außerhalb des Technologiesektors aufgrund der Steuersenkungen beabsichtigen, stärker in Technologie zu investieren.
  • Abgesehen von niedrigeren Steuersätzen hatte das in den USA verabschiedete Steuergesetz auch eine Rückführung von im Ausland gehaltenen Geldern zur Folge, und wir rechnen mit verbesserten Kapitalrenditen aufgrund zunehmender Aktienrückkäufe und einer Anhebung der Dividenden.
  • Investitionen in Technologie zielen häufig auf eine Steigerung der Produktivität ab. Da der Arbeitsmarkt immer knapper wird, dürfte es für Unternehmen unserer Einschätzung nach zunehmend attraktiv werden, sich für eine Steigerung ihrer Ausbringungsmengen zunehmend auf Technologie zu stützen.

Sollten sich diese Thesen in den kommenden Monaten nicht bewahrheiten, könnte dies weitere Volatilität im Technologiesektor nach sich ziehen, während Anleger die langfristigen Auswirkungen der Steuerreform und der Investitionen in Technologie einer neuerlichen Prüfung unterziehen.

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