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Mining Paraguay zwischen Krypto-Träume und Armut

05.11.2018, 14:11  |  1255   |   |   

Der Itaipú-Staudamm bereichert bereits einige Geschäftsleute. Es ist der weltweit größte Staudamm und liefert Energie zum Krypto-Mining. Jedoch lebt ein Viertel der Bewohner Paraguays weiterhin in Armut. 

In Ciudad del Este, die zweitgrößte Stadt Paraguays - an der Dreiländergrenze zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien gelegen -, befinden sich circa 20.000 Rechner zum Mining von Kryptowährungen, so "The Guardian". Sie erschaffen hauptsächlich Bitcoin und Ethereum.

Basis dieses Booms ist der monolithische Itaipú-Staudamm, den sich das Land mit Brasilien teilt und der sich über den Fluss Paraná nördlich der Stadt erstreckt. Es ist die leistungsstärkste Wasserkraftanlage der Welt und ihre Energieerzeugung macht Paraguay zu einem idealen Standort für Krypto-Mining. Entsprechend hoch sind die Ambitionen: "Wir können das Zentrum des globalen Bitcoin-Minings werden", so Gregorio Bareiro gegenüber "The Guardian". Bareiro vermietete anfänglich Kühlanlagen für Krypto-Miner und nun auch Rechner zum Mining an Brasilianer, Europäer und Nordamerikaner. 

Paraguay sollte den roten Teppich weiter ausrollen, um die Kryptowährungs-Miner zu unterstützen, sagte Bareiro. Der Unternehmer ist der Meinung, dass die Eigentümer der 150.000 Rechner, die sich derzeit in China befinden, durch die günstigen Energiepreise Paraguays angelockt werden könnten.

Viele argumentieren jedoch, dass Paraguay seine reichlich vorhandene Wasserkraft besser nutzen könnte, um dem Viertel der Bevölkerung zu helfen, das derzeit in Armut lebt. Nach Angaben der Weltbank hat Paraguay die höchste Ungleichheit bei der Landbesitzquote der Welt.

Cristine Folch von der Duke University schlug vor, dass Paraguay Rechenzentren mit sauberer Energie für Software-Giganten wie Google, Apple und Facebook bereitstellen und zu einem regionalen Zentrum für die Herstellung von Lithium-Batterien werden könnte.

Miguel Carter, ein paraguayischer Entwicklungsexperte, schlug vor, dass Paraguay durch die Aushandlung eines faireren Preises für seine Energie Krankenhäuser und Schulen besser finanzieren und die marode Eisenbahnlinien Paraguays wiederbeleben könnte.

Es bleibt abzuwarten, wie Paraguay zukünftig mit seiner Energie umgehen wird.

Quelle:

The Guardian

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