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Der Dollar kann dem Kupferpreis nichts mehr anhaben, oder?

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
05.11.2018, 16:22  |  661   |   |   

Der Dollar und der sino-amerikanische Handelskrieg waren die Hauptargumente gegen steigende Kupferpreise in diesem Jahr. Doch zumindest das „Problem Dollar“ könnte sich in den nächsten Wochen erledigen.

Alles blickt nach Argentinien

Der Kupferpreis startet verhalten in die neue Woche, denn schwache asiatische Aktienmärkte drückten auf die Stimmung im Londoner Metallhandel. Dennoch hält sich der Kupferpreis über 6.200 USD je Tonne und damit im Bereich der 100-Tage-Linie. Sollte es sich über diesem gleitenden Durchschnitt halten können, dürften technische Anschlusskäufe folgen. Seit Monatsbeginn hat sich das rote Metall in der Spitze um fast 300 Dollar verteuert. Dieser Anstieg dürfte laut Analysten vor allem von Seiten der spekulativen Finanzinvestoren getrieben gewesen sein. Denn nachdem diese in der letzten Oktoberwoche gemäß CFTC-Statistik umfangreiche Netto-Short-Positionen aufgebaut hatten, dürften sie diese nun wieder glattgestellt haben. Die Skepsis resultiert aus dem sino-amerikanischen Handelskrieg. Zwar gab es Zeichen der Entspannung am Wochenende, ein angeblicher US-Plan zur Beilegung der Streitigkeiten wurde aber von Washington dementiert. Es handelte sich also um eine Presse-Ente. Wichtiger dürfte das Ergebnis der Midterm-Wahlen am morgigen Dienstag in den USA sowie das geplante Treffen am Monatsende auf dem G20-Gipfel in Argentinien zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sein. Eine Einigung würde jede Menge Unsicherheit aus dem Markt nehmen.

USA vor Rekord-Bondquartal

Die Baustelle Handelskrieg ist also immer noch offen. In Sachen Dollar, dessen Stärke im ersten Halbjahr für jede Menge Gegenwind bei den Kupfer- und anderen Rohstoffpreisen sorgte, sieht es aber wesentlich besser aus. Die Robustheit vom Jahresanfang ist weg, zumal sich die Lage in den Schwellenländern beruhigt hat. Allerdings geht es am Anleihemarkt rund. Denn nachdem die USA im dritten Quartal satte 78 Mrd. an auslaufenden Bonds refinanzieren mussten, steht nun ein Rekordquartal im Volumen von 83 Mrd. Dollar an, wie Zerohedge berichtet. Die Investoren werden höhere Zinsen fordern, denn die USA fahren derzeit ein Ausgabenprogramm wie kaum zuvor. Die Trumpsche Steuerreform und die rasant steigenden Militärausgaben treiben die Verschuldung auf neue Rekordwerte wie „zu Kriegszeiten“, wie es Goldman Sachs ausdrückte (mehr hier). Die stetig steigende Verschuldung spricht gegen einen starken Dollar. Gegenwind kommt zudem von der Federal Reserve, die nicht nur seit Anfang Oktober ihre Käufe am Markt reduziert hat, sondern auch an seiner Zinserhöhungspolitik festhält, was die Verschuldung der USA teurer macht.

Lundin Mining

Kupferaktien profitieren noch nicht

Dementsprechend könnte es nun für Kupfer so langsam wieder mehr Rückenwind geben. Mit dem schwachen Kupferpreis sind zuletzt auch die Aktien der Produzenten und Explorer stark gefallen. Lundin Mining haben beispielsweise seit dem Frühjahr rund ein Drittel an Wert verloren, der schwedisch-kanadische Konzern ist ein mittelgroßer Produzent. Auch andere Firmen gaben kräftig ab, obwohl sie gutes Geld verdienen. Betroffen waren zuletzt ebenso die Papiere von Nevada Copper (0,41 CAD | 0,28 Euro; CA64128F1099). Sie fielen zeitweise unter die 40 Cent-Marke. Das Unternehmen baut derzeit seine erste Kupfermine in Nevada und will im dritten Quartal 2019 die Produktion aufnehmen. Zuletzt konnte man zu deutlich höheren Kursen Kapital aufnehmen. Die geplante Untertagemine ist jedenfalls die einzige voll finanzierte und genehmigte Kupfermine Nordamerikas. Auf dem aktuellen Niveau ist das Unternehmen ein möglicher Übernahmekandidat, den sich so mancher Major genau anschauen dürfte. Zu den möglichen Käufern zählen wir auch Lundin Mining, das jüngst beim Versuch der Übernahme von Nevsun Resources von der chinesischen Zijin Mining überboten wurde (mehr hier).

Nevada Copper Corporation

Aktieninfo Nevada Copper

ISIN: CA64128F1099
Börsenkürzel TSX-V: NCU
Aktienkurs: 0,38 CAD | 0,26 Euro
Größte Anteilseigner: Pala Investments, Castlelake LLP, Triple Flag Mining Finance, JP Morgan, Blackrock, Capital Group Canadian, Red Kite, CIBC, Fidelity

 

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