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Batterie-Fabrik Tesla-Output könnte Panasonic-Aktie befeuern

06.11.2018, 11:38  |  2712   |   |   

Laut Medienberichten steht Panasonic kurz davor, einen Gewinn in der riesigen US-Batteriefabrik zu erzielen, die es mit Tesla betreibt. Immerhin hat das japanische Unternehmen Milliarden für die Herstellung von Stromzellen für Elon Musk investiert.

Panasonic verdient bereits Geld mit Batterien für das Model S und das Model X, sagte Präsident Kazuhiro Tsuga in einem Interview. Es erhöht jetzt die Produktion in der Gigafactory in Nevada, die sich auch der Herstellung von Batterien für Teslas Model 3 widmet.

"Wir werden in der Lage sein, sehr früh Gewinne zu erzielen", sagte Tsuga und weigerte sich, einen Zeitplan festzulegen. Und weiter: "Es besteht kein Zweifel, sobald wir den aktuellen Aufbau abgeschlossen haben".

Panasonics Investitionen in die Gigafactory werden schlussendlich bei circa 1,8 Milliarden US-Dollar liegen. Tsugas Vertrauen in Tesla sorgte bei Investoren angesichts von Rückschlägen, der verzögerten Produktion von Model 3 Limousinen und dem unberechenbaren Verhalten von Musk für Sorge. Doch Tesla berichtete letzte Woche über einen überraschenden Quartalsgewinn und gab Anlass zu Optimismus, dass der E-Auto-Hersteller zu einem nachhaltigen Unternehmen werden wird.

Panasonic produziert Zellen, aus denen Tesla Batteriepacks für seine E-Autos herstellt. Das in Osaka ansässige Unternehmen verfügt derzeit über 11 Produktionslinien in der Gigafactory und wird bis Ende des Jahres zwei weitere für eine Gesamtkapazität von 35 Gigawattstunden hinzufügen. Als Tesla die Produktion vom Model 3 schnell erhöhte, schickte Panasonic mehr als 300 Mitarbeiter nach Nevada, um sicherzustellen, dass die Batterien rechtzeitig fertig sind.

Die Tesla-Kooperation werde zum Gewinn des laufenden Quartals beitragen, sagte Panasonic CFO Hirokazu Umeda am Mittwoch vor Journalisten in Tokio. Die Sparte Energie, die auch Batterien für andere Automobilhersteller herstellt, verzeichnete in den drei Monaten bis zum 30. September jedoch einen Verlust von 7,3 Milliarden Yen. Der Umsatz stieg um 33 Prozent, so Panasonic.

"Wir sind endlich an dem Punkt angekommen, an dem wir uns mit Tesla im Gleichschritt bewegen und so viele Batterien herstellen können, wie sie Autos bauen", sagte Tsuga. Und weiter: "Es ist eine Erleichterung, denn sie sind diesen September durch die Hölle gegangen. Und wir auch".

Die Panasonic-Aktie steht heute bei Tradegate mit Minus 2,05 Prozent bei 9,09 Euro pro Anteilsschein (11:20 Uhr). Damit ist das Papier so günstig wie zuletzt in der 46. KW 2016. Die Jahresperformance von Minus 29,11 Prozent dürfte interessierte Anleger verunsichern. Das Unternehmen kommt auf eine Marktkapitalisierung von 22,3 Mrd. US-Dollar.

Quelle:

Bloomberg

 

 

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