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Anlegerverlag MorphoSys: Quartalsgewinn als „Sondereffekt“

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
06.11.2018, 12:10  |  310   |   |   

Zum Oktober-Ultimo hatte diese Aktie im Tief noch bei knapp 79 Euro notiert, heute lag sie im Hoch bereits bei 103,50 Euro. Ein Anstieg, bei dem man förmlich die Ohren anlegt. Aber unberechtigt ist er nicht, denn bei MorphoSys (ISIN: DE0006632003) tut sich etwas. Wobei man festhalten muss: Diese Reaktion war eigentlich eine Spätzündung und in ihrer Größenordnung durch eine Short Squeeze begünstigt. Denn die initiale Nachricht kam schon am 22. Oktober und löste keinerlei Reaktion aus.

Da teilte MorphoSys mit, dass man einen für ein eher kleines Biotechunternehmen ungewöhnlichen Schritt tun und einen seiner Wirkstoffe, konkret MOR208, selbst vermarkten werde, statt die Lizenz an große Pharmaunternehmen weiterzureichen. So, wie dies z.B. gerade mit MOR106 der Fall war, dessen Lizenz an Novartis ging … und richtig Geld in die Kassen gespült hat. Was dazu führte, dass MorphoSys im dritten Quartal einen Gewinn verbuchen konnte, was heute in der Quartalsbilanz ausgewiesen wurde und der Aktie zu ihrem heutigen Plus verhalf. Aber dass MOR106 an Novartis ging und welche Summen da auflaufen, war längst bekannt. Die Eigenvermarktung ist die eigentliche, interessantere Story.

 

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Es machte in dieser Hinsicht erst „Klick“, als MorphoSys am 1. November mitteilte, dass man mit MOR208 große Fortschritte mache. Das machte den Akteuren auf einmal klar: Das könnte ja eine richtig wichtige und umfassende Einnahmequelle werden … und das nicht erst irgendwann, sondern womöglich schon in ein, zwei Jahren? Das holte die Aktie aus ihrem vorherigen Siechtum. Welches ohnehin nie von „bad news“ begleitet war. Die Gemengelage, die MorphoSys von den klapp 125 Euro, die sie im Juli erreicht hatte, so massiv zurückholte, war nie negativer geworden. Nur hatten sich die Leerverkäufer der Aktie „angenommen“, nachdem eine normale Korrektur sich ausweitete, weil eine wichtige Chartmarke nach der anderen fiel.

Die sind jetzt wieder zurückerobert: Das wichtige 2014er-Hoch bei 88,50 Euro, die 200-Tage-Linie bei 91,47 Euro. Und das Tempo der Hausse bis Juli und des Abstiegs danach haben dazu geführt, dass sich der Aktie jetzt erst einmal aus charttechnischer Sicht keine unmittelbaren Widerstände in den Weg stellen. Was nicht hieße, dass der Kurs nach einem Anstieg von 25 Euro in kurzer Zeit keine kräftigen Rücksetzer vollziehen könnte. Das ist jederzeit möglich. Aber was die mittelfristige Perspektive angeht, wären solche Rücksetzer allemal interessant, um eine Einstiegschance auszuloten.

 

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