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3 Aktien aus dem Gesundheitswesen, die ich jetzt kaufen würde

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.11.2018, 02:13  |  860   |   |   

Warren Buffett sagte einmal: „Wenn Gold vom Himmel fällt, dann muss man den Eimer holen, nicht den Fingerhut.“ Und in der Tat: Derzeit regnet es förmlich Gold. Das gilt insbesondere für mehrere große Aktien im Gesundheitswesen.

Ich will damit sagen, dass der Abschwung an der Börse die eine oder andere Aktie preislich sehr attraktiv macht. Egal, ob man solide Dividendenaktien, Value-Aktien oder Aktien fürs Wachstum sucht, es gibt viele Möglichkeiten zum Kauf. Drei Aktien aus dem Healthcare-Sektor, die ich im Moment kaufen würde, sind AbbVie (WKN:A1J84E), Celgene (WKN:881244) und Teladoc Health (WKN:A14VPK).

1. AbbVie

Ich mag ja bekanntlich Dividenden – und AbbVie bietet eine der besten Dividenden im Gesundheitswesen. Die Dividende des Pharma-Riesen liegt derzeit bei über 4,5 %. AbbVie hat seine Dividende seit der Ausgliederung aus den Abbott Labs im Jahr 2013 um ganze 140 % erhöht.

AbbVie sieht im Moment nach einem Schnäppchen aus. Die Aktien werden lediglich zum 9,5-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Die Aktie ist in diesem Jahr aus mehreren Gründen unter Druck geraten, und natürlich hat der allgemeine Rückgang der Märkte AbbVie mitgespielt. Zudem waren sich die Investoren nicht ganz sicher, ob und wie es dem Top-Medikament Humira gelingen soll, die von der Trump-Regierung angestoßenen Veränderungen im US-Gesundheitswesen zu bewältigen. Zudem stand ab Oktober in Europa verstärkter Wettbewerb durch Biosimilare an.

Rick Gonzalez, der CEO von AbbVie, sagte im Juli mit Bezug auf die Trump-Änderungen, dass es „wohl mehr positive als negative Aspekte“ für AbbVie gab. Ich will ihm dabei recht geben. Amgen hat zwar in Europa begonnen, ein Biosimilar zu Humira zu vermarkten, allerdings werden über zwei Drittel des Umsatzes (und ein noch größerer Teil der Gewinne) in den USA erzielt.

Unterdessen steigen die Umsätze für AbbVies Krebsmedikament Imbruvica und das Hepatitis-C-Medikament Mavyret weiter an. Das Unternehmen verfügt über weitere Medikamente, die notfalls als Blockbuster einspringen können. Etwa das Krebsmedikament Venclexta und das Endometriosemedikament Orilissa. Die Pipeline von AbbVie scheint sehr stark zu sein, wobei dort die Immunologie-Kandidaten Risankizumab und Upadacitinib am vielversprechendsten aussehen.

2. Celgene

Celgene zahlt zwar keine Dividende, wird dafür aber verdammt günstig bewertet – und das mag ich. Die Biotech-Aktie wird mit rund dem 7,5-fachen der erwarteten Erträge gehandelt. Aber bedenkt man die Wachstumsaussichten, ist Celgene wirklich attraktiv. Das Verhältnis von Kurs zu Gewinn zu Wachstum (Price to Earnings to Growth, PEG) liegt derzeit bei extrem niedrigen 0,47.

Aber gibt es denn wirklich einen guten Grund zur Sorge, aus dem Celgene so billig ist? Und sind die Wachstumsaussichten des Unternehmens auch solide? Auf den ersten Blick dürften einem die Antworten auf diese Fragen nicht unbedingt gefallen.

Investoren machen sich Sorgen, dass Celgene zu sehr von den Einnahmen eines einzigen Medikaments, nämlich Revlimid, abhängig ist. Außerdem, dass das Medikament seinen Patentschutz verlieren könnte. Weiterhin ist besorgniserregend, dass Celgenes Wachstum vor allem von seiner Medikamenten-Pipeline abhängig ist – und das Biotech-Unternehmen hat da in jüngerer Vergangenheit gleich zwei Nackenschläge hinnehmen müssen.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass Celgene Deals mit Medikamentenherstellern treffen wird, die Generika von Revlimid vermarkten wollen – was ja in der Vergangenheit bereits gelungen ist. Ich denke, dass das Medikament bis 2022 sicher vor Wettbewerb sein sollte, danach dann überschaubare Konkurrenz von Generika bekommt. Ich bin weiterhin beeindruckt von Celgenes Pipeline und gehe davon aus, dass das Unternehmen mit Ozanimod, Fedratinib, luspatercept und liso-cel (auch bekannt als JCAR017) gleich mehrere Blockbuster in Petto haben wird.

3. Teladoc Health

Es gibt zwei Argumente gegen Teladoc Health. Das Unternehmen zahlt einerseits keine Dividende. Andererseits ist es auch nicht wirklich ein Schnäppchen. Teladoc ist noch nicht einmal profitabel, verfügt trotzdem über eine Marktkapitalisierung von fast 5 Milliarden USD. Warum also mag ich Teladoc überhaupt? Die Antwort: enorme Wachstumsaussichten. Und schön ist natürlich auch, dass die Aktie mittlerweile etwas günstiger zu haben ist.

Der Umsatz von Teladoc ist seit 2014 um eine ansehnliche durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 75 % gestiegen. Das Unternehmen hat sich schnell als führender Anbieter von Telemedizindienstleistungen etabliert. Rund 40 % der Fortune-500-Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Gesundheitsdienstleistungen via Teladoc, die per Telefon, Internet-Video oder mobiler App verfügbar sind.

Ich denke, dass Teladoc noch stark wachsen kann. Ferndiagnosen sind für Patienten bequemer. Zudem günstiger für die, die am Ende die Rechnung zahlen müssen. Das Unternehmen sollte enorme Wachstumsaussichten haben, da die US-Bevölkerung mehr und mehr Services im Gesundheitsbereich in Anspruch nehmen muss und die US-Kostenträger – einschließlich Medicare und Medicaid – nach Möglichkeiten suchen, die Kosten zu reduzieren.

Teladoc hat auch in anderen Märkten erhebliche Wachstumschancen. Im zweiten Quartal entfielen fast 16 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens auf Abonnements außerhalb der USA. Im Jahr zuvor hatte Teladoc noch gar keine Umsätze in Märkten außerhalb der USA machen können.

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