DAX+2,63 % EUR/USD-0,04 % Gold0,00 % Öl (Brent)0,00 %

Besserer Kauf: Toyota oder VW?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.11.2018, 23:58  |  687   |   |   

Die Aktien von Autoherstellern standen in letzter Zeit mächtig unter Druck. Gründe waren unter anderem verlangsamte Absätze in den USA sowie in anderen wichtigen Märkten, außerdem die Sorge, dass neue Teilnehmer den Markt komplett aufbrechen. Dazu gesellen sich noch neue Mobilitätskonzepte, und schon lassen die Anleger lieber die Finger von den Aktien großer Hersteller.

Das sorgt im Umkehrschluss natürlich auch für die eine oder andere Chance. Die besten Automobilhersteller bleiben solide profitable Geschäfte. Sie bieten das Potenzial für nachhaltiges Wachstum sowie Dividenden, die der Gesamtrendite eines Investors im Laufe der Zeit einen deutlichen Schub verleihen können. Zwei der größten Automobilhersteller, Toyota (WKN:853510) und Volkswagen (WKN:766403), gehören zu denen, die im vergangenen Jahr einen Kursverlust hinnehmen mussten. Beide sind gut geführte Riesen mit Vormachtstellung in wichtigen regionalen Märkten. Nun, welche Aktie ist derzeit der bessere Kauf? Werfen wir doch einmal einen Blick darauf.

Toyota mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der Toyota steigt...
Ich erwarte, dass der Toyota fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

Bewertung und Wertentwicklung der Aktie

Weder Toyota noch Volkswagen hatten ein tolles Jahr, wenn man sich die Wertentwicklung der Aktien ansieht. Beide sind in den letzten 12 Monaten zurückgegangen. Die Volkswagen-Aktie hat einen noch etwas härteren Schlag erlitten als die von Toyota, aber beide sind nicht so schlimm gefallen wie einige ihrer Konkurrenten. (Die BMW-Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 % gesunken; die Ford-Aktie ist sogar um 27 % gesunken.)

Betrachtet man die Bewertungskennzahlen, so werden beide Aktien etwas unter der historischen Norm für Autoaktien in guten Zeiten gehandelt (etwa das 10-fache der Einnahmen). Im Moment wird Toyota mit etwa dem 8,2-fachen der Gewinne der vergangenen 12 Monate gehandelt, Volkswagen beim etwas günstigeren 6,5-fachen der vergangenen Einnahmen.

Da Analysten für beide Unternehmen nach dem laufenden Geschäftsjahr einen leichten Ergebnisanstieg erwarten, sehen beide im Verhältnis zu den erwarteten Einnahmen etwas günstiger aus. Volkswagen wird etwa beim Fünffachen der für 2019 erwarteten Einnahmen gehandelt, für Toyota wird ein Faktor von 7,9 erwartet.

Wie sieht es bei VW und Toyota bei den Dividenden aus?

Toyota zahlt zweimal im Jahr eine Dividende. Im Geschäftsjahr, das am 31. März 2018 endete, zahlte man insgesamt 220 Yen pro Aktie, in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren waren es 210 Yen pro Aktie. Diese Dividende entspricht einer Rendite von rund 3,4 %.

Nach der Hauptversammlung im März zahlt Volkswagen einmal jährlich eine Dividende. Die diesjährige Dividende auf die Stammaktien von VW betrug 3,90 Euro, was einer Dividendenrendite von rund 2,8 % entspricht. VW hat in der Vergangenheit eine starke Dividende gezahlt, aber die enormen Kosten des Dieselskandals führten dazu, dass das Unternehmen seine Zahlung im Jahr 2016 auf lediglich 0,11 Euro reduzierte. 2017 zahlte man dann 2,00 Euro. Der aktuelle Geschäftsplan von VW sieht vor, die Ausschüttungsquote (der Prozentsatz des Netto-Cashflows, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird) von 30 % aufrechtzuerhalten.

Soll heißen: Derzeit zahlt Toyota die bessere Dividende, aber die von VW könnte im Laufe der Zeit steigen.

Wachstum und potenzielles Risiko

Volkswagen und Toyota teilen ein wichtiges Merkmal: In ihren Heimatmärkten sind beide wichtige Arbeitgeber. Das muss man auf dem Schirm haben, um sowohl das Risiko als auch das Wachstumspotenzial der beiden Unternehmen zu verstehen.

Toyota beschäftigt mehr als 200.000 Mitarbeiter in Japan; viele tausend weitere sind bei Unternehmen der sogenannten „Toyota Group“ beschäftigt, einem losen Zusammenschluss von Unternehmen, zu dem viele der wichtigsten Zulieferer von Toyota gehören. Volkswagen beschäftigt in Deutschland noch mehr Menschen, mehr als 288.000 mit Stand 30. Juni 2018. (Zum Vergleich: Ende 2017 beschäftigte General Motors (WKN:A1C9CM) weltweit rund 180.000 Mitarbeiter, davon rund 103.000 in den USA.)

Das sind derart riesige Zahlen, dass beide Unternehmen ein gewisses Maß an Schutz von ihrer jeweiligen Regierungen genießen: Keiner der beiden Konzerne wird in absehbarer Zeit wohl pleitegehen. Aber das hat eben auch eine Kehrseite: Es ist sehr schwierig für beide Unternehmen, in ihren Heimatländern im großen Stil Stellen abzubauen.

Das wiederum verkleinert in gewisser Weise das Risiko einer Investition in eines dieser Unternehmen, bedeutet aber auch, dass beide Unternehmen nur begrenzt in der Lage sind, ihre Kosten zu senken. Allerdings verfolgen sowohl Toyota als auch VW laufende Kostensenkungsmaßnahmen, die in den vergangenen Quartalen einige Vorteile gebracht haben – aber weitere Maßnahmen werden wahrscheinlich stark eingeschränkt sein.

Der Wachstumsplan von VW ist stark auf Elektrofahrzeuge und Investitionen in „nachhaltige Mobilität“ ausgerichtet. Ziel ist es, die operative Marge bis 2025 auf 7 bis 8 % zu steigern (von 6 % im Jahr 2015, ohne Sonderfaktoren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal), die Ausschüttungsquote der Dividende soll bei rund 30 % gehalten werden.

Der Wachstumsplan von Toyota ist eher Schritt für Schritt gehalten. Wie andere Konkurrenten (einschließlich VW und GM) ist auch Toyota dabei, die meisten seiner Fahrzeuge mit anderen zusammen zu entwickeln. Das soll die Kosten senken und die Geschwindigkeit erhöhen, mit der neue Modelle und Varianten auf den Markt gebracht werden können.

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel