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Neues SPD-Modell Ein Jahr Grundeinkommen?

09.11.2018, 08:32  |  3426   |   |   

Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, spricht sich nun für ein Grundeinkommen für Arbeitnehmer aus, welches Erwerbstätige mit einer bezahlten Auszeit belohnen soll. Damit ist dieses Grundeinkommensmodell anders als das mittlerweile sehr bekannte  Grundeinkommenskonzept des dm-Gründers Götz Werner, welches an keinerlei Bedingungen geknüpft ist.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil führt nun eine erneuerte Form des Grundeinkommens an. Er schlägt eine Art bezahlte Auszeit für Arbeitnehmer vor. Ihm zufolge hätten Erwerbstätige mit jedem Jahr bezahlter Arbeit Anspruch auf einen Monat bezahlter Auszeit, sodass man nach sechs Jahren ein halbes Jahr aussetzen könnte und nach 12 Jahren dann ein gesamtes Jahr. Dies teilte Klingbeil der „Zeit Online“ kürzlich mit.

Klingbeil stellt sich dabei eine monatliche Auszahlung von 1.000 Euro netto vor. Steuern würden für die Beschäftigten nicht anfallen und Krankenversicherungsbeiträge sollen vom Staat übernommen werden. Ziel des Konzeptes des Generalsekretärs ist es, den Arbeitnehmern jene Zeit zurückzugeben, für die sie durch ihre Arbeit sonst keine gehabt haben konnten. Durch das Modell soll Zeit für Dinge geschaffen werden, die durch eine Vollzeitbeschäftigung zu kurz gekommen sind.

Für ein bedingungsloses Grundeinkommen spricht sich allerdings Klingbeil nicht aus. Seiner Meinung nach wäre dieses Konzept einfach nicht finanzierbar und „nicht sinnvoll“. Das erneuerte Modell der SPD soll zwar zweckfrei gewährt werden, richte sich dennoch allein an langjährige Beschäftigte, damit diese dann Zeit für Weiterbildung, Erholung und Neuorientierung finden können.

Quelle:

Stern

ntv

Zeit



6 Kommentare

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Kommentare

1.000 € reichen dann in bestimmten Städten gerade mal für die Miete.
Rentner und Selbständige gehen leer aus.
Besserverdiener werden sich diesen Gehaltsverzicht kaum antun und Alleinverdiener (Familenernährer) mit normalem Einkommen werden sich das kaum leisten könen.
So manchem Arbeitgeber wird ganz mulmig werden, wenn er solche Vorschläge hört. Ich denke da z. B. an Pflegeberufe.
und selbstständige (ohne bezahlten Urlaub und Zuschüssen zur KV), die eh 6-7 Tage die Woche arbeiten, gucken bei der "Gerechtigkeitspartei" mal wieder in die Röhre.
Das hat nichts mit einem Grundeinkommen zu tun, wie auch die anderen Modelle der SPD davor.
Warum nennt die SPD eigentlich ihre Ideen Grundeinkommen?
Das hier ist das erwerben eines Anspruches auf zusätzlichen Urlaub.
Ubd zudem - ab wann soll damit begonnen werden? Ich arbeite seit 10 Jahren, mit Elternzeitunterbrechung. Meine Kollegen teilweise noch länger, hätten somit direkt den Anspruch. Arbeitgeber wird sicj freuen.....Oder gilt es 12 Jahre ab dem Tag des Beschlusses?
Sinnvoller wäre - oder 3 M8nate nach 3 Jahren, 2 Monate nach 2 Jahren etc. Dann könnten sich sogar Familien diesen Luxus leisten. So ist es aber mal wieder nur heisse Luft einer 13-14% Partei

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