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Globale Fleischsteuer Deutschland: Kommt bald die Fleischsteuer?

09.11.2018, 12:03  |  2542   |   |   

Bald weniger Fleisch auf deutschen Tellern? Ginge es nach den Forschern aus Oxford, dann gibt es bald eine globale Steuer auf rotes und verarbeitetes Fleisch. Was steckt dahinter?

Die Gesundheitskosten, die durch den Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleisch entstehen, werden oft von allen Steuerzahlern getragen. Eine Besteuerung von rotem Fleisch würde viele Leben retten und Milliarden für die Finanzierung der Gesundheitsversorgung einbringen. Der Preis für Wurstwaren könnte sich mehr als verdoppeln.

In der jüngsten Studie wurde die Höhen der Steuern mittelt, die notwendig wäre, um die Gesundheitskosten widerzuspiegeln bzw. zu decken. Durchschnittlich müsste in den Industrienationen rotes Fleisch mit zusätzlichen 20 Prozent und verarbeitetes Fleisch mit 110 Prozent besteuert werden. Für Deutschland kommen die Forscher für verarbeitetes Fleisch sogar auf 166 Prozent - gefolgt von den USA mit einer Abgabe von 163 Prozent. In armen Ländern, in denen die Menschen wenig Fleisch essen, wäre der Steuersatz jedoch gegen Null.

Die vorgeschlagene Steuer würde zu einer Verringerung des Verzehrs von verarbeitetem Fleisch auf der ganzen Welt um 16 Prozent führen, was die Treibhausgasemissionen von Nutztieren um 110 Mio. Tonnen pro Jahr senken würde.

Mit zunehmenden Beweisen für die Gesundheitsschäden durch rotes Fleisch, wie z. B. Rind-, Lamm- und Schweinefleisch, könnte eine zusätzliche Steuer in den Fokus rücken. Die Weltgesundheitsorganisation sagte bereits 2015, dass rotes Fleisch krebserregend sei. Auch Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Typ-2-Diabetes wird in Zusammenhang mit rotem Fleisch gebracht.

Carrie Ruxton, eine Ernährungswissenschaftlerin, meint jedoch, dass rotes Fleisch wertvolle Nährstoffe für die Ernährung liefert. Und weiter: "Eine Steuer auf rotes Fleisch wäre ein Rückschritt, sowohl für die allgemeine Ernährungsqualität bei Frauen und Mädchen als auch für gesundheitliche Ungleichheiten".

Ruxton weiter: "Es gibt keine qualitativ hochwertigen Beweise dafür, dass rotes und verarbeitetes Fleisch mit Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Diabetes in Verbindung steht, und ein Darmkrebsrisiko besteht nur dann, wenn die wöchentliche Aufnahme mehr als 700 g beträgt".

Chris Mallon, Chief Executive der britischen National Beef Association: "Eine allgemeine Fleischsteuer wäre eine übertriebene Überreaktion". 

Quellen:

The Guardian

CNBC

 

 

 

 

 

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Kommentare

Fleisch ist wichtig für die Funktion des Gehirns und hat uns erst zum denkenden Menschen gemacht. !

Solche kruden Ideen können nur "Grünen Gehirnen" entsprungen sein, die keinen klaren Gedanken mehr fassen können, da sie sich nur noch von Körnern ernähren.

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