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Mark Mobius Schwellenmarkt-Experte sieht neue Chancen

12.11.2018, 10:01  |  1506   |   |   

Aktien in Schwellenländern sehen jetzt "sehr günstig" aus und das sei eine Kaufgelegenheit, sagte Mark Mobius gegemnüber "CNBC".

In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Investoren ihre Assets in Schwellenländern verkauft, da sie befürchteten, dass finanzielle Probleme in Ländern wie der Türkei und Argentinien auf andere Volkswirtschaften übergreifen könnten. Besorgnis erregend waren auch der erstarkende US-Dollar und die steigenden Ölpreise, die die Schwellenländer mit hohen Auslandsverschuldungen und diejenigen, die Nettoenergieimporteure sind, belasteten. So ist der MSCI Emerging Markets Index, der Large- und Mid-Cap-Aktien in 24 Ländern abbildet, in diesem Jahr um rund 16 Prozent gefallen.

Aber Mobius konstatiert nun, dass der Verkauf Investitionsmöglichkeiten in Schwellenländern eröffne. "Letztendlich sehen Aktien aus Schwellenländern heute sehr billig aus. Es ist Zeit, einzusteigen", sagte Mobius. Einige Länder sehen bereits eine Erholung ihrer Währungen und Aktienkurse, stellte der Experte fest. Das liegt daran, dass sich der US-Dollar zu stabilisieren begonnen hat, was die Belastung der Schwellenländer bei der Bedienung ihrer auf den Dollar lautenden Schulden verringert.

Mobius, ein erfahrener Investor in Schwellenländern, sagte, dass die lateinamerikanischen Märkte - insbesondere Brasilien - bisher die größte Erholung zeigen. Die Assets aus Asien habe sich die Erholung verzögert - aber die Region biete noch Chancen, so Mobius. Insbesondere eine Reihe von Chinas kleinen und mittleren Unternehmen sehen "interessant" aus, sagte der Investor. Mobius sagte auch, dass er Indien - wo die Wachstumsraten die von China übertroffen haben - und Südostasien mag.

"Wir beginnen jetzt wieder in Indonesien zu suchen, Thailand hat sich natürlich nicht schlecht geschlagen - ich meine, sie waren in ziemlich guter Verfassung. Malaysia ist ein weiterer Bereich, der in Zukunft sehr interessant sein wird", sagte er.

In Bezug auf die Branchen sagte Mobius, dass er sich auf Unternehmen in traditionellen Branchen - wie dem Einzelhandel - konzentriert, die Technologien zur Verbesserung ihrer Produktivität einsetzen. Er hat auch eine Vorliebe für Unternehmen mit starken Bilanzen, geringen Schulden und solchen, die ihre Barreserven zwischen Expansionsinvestitionen und Dividendenzahlungen an die Aktionäre aufteilen. "Dividenden sind ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen zuerst Geld hat und auch an die Aktionäre denkt", sagte er.

Eine große Zahl von Experten - darunter auch Mobius - hatte die Ölpreise auf 100 US-Dollar pro Barrel bis Ende 2018 geschätzt, was für die Schwellenländer eine schlechte Nachricht wäre. Aber dieses Niveau scheint bis zum Ende des Jahres außer Reichweite zu sein, stellte Mobius fest. Die gute Nachricht ist, dass sich die Währungen der Schwellenländer gegenüber dem US-Dollar ausreichend erholt hätten. Ein weiteres großes Risiko für die Schwellenländer ist "eine wirklich böse" Eskalation der Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, aber die Möglichkeit, dass dies geschieht, ist ebenfalls gering, sagte Mobius.

"Wenn es eine echte böse Zunahme des Handelskrieges zwischen den USA und China gibt, kann das für Südostasien nicht gut sein. Aber ich sehe nicht, dass das passiert, ich weiß es wirklich nicht", sagte Mobius.

Quelle:

CNBC



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