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Währungskrise Die venezolanische Inflation nähert sich 150.000 Prozent

13.11.2018, 11:13  |  1925   |   |   

Der jüngste Versuch des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, die massiven Inflationsprobleme seines Landes zu stoppen, sind weitgehend scheitert. 

Der "Bloomberg Café Con Leche Index", der die Inflation Venezuelas über den Preis einer Tasse Kaffee misst, zeigte nach seiner letzten Auswertung eine jährliche Inflationsrate von 149.900 Prozent.

Der atemberaubende Inflationsdruck kommt, nachdem die venezolanische Regierung eine neue Währung, den "Sovereign Bolivar", herausgegeben hatte. Ein neuer Bolivar war 100.000 "alte" Bolivars wert. Der Zweck der neuen Währung sollte es sein, die täglichen Transaktionen zu normalisieren. Die neue Währung soll auch an den Petro gebunden sein, eine von der venezolanischen Regierung herausgegebene digitale Währung, die viele für illegal halten.

Diese Bemühungen halfen zunächst, da der neue Bolivar in einem Bereich zwischen 95 und 115 US-Dollar gehandelt wurde. Am Montag handelte der neue Bolivar jedoch bei 276,53 US-Dollar.

Venezuela hat mit einer anhaltenden humanitären Krise zu kämpfen, da es mit einem großen Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Grundnahrungsmitteln konfrontiert ist. Darüber hinaus hat die Trump-Regierung Dutzende von Venezuelern, die mit Maduros Regime in Verbindung stehen, sanktioniert.

Es wird erwartet, dass die Inflation auch weiterhin nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Der Internationale Währungsfonds sagte im Juni, dass er eine Inflationsrate in Venezuela von 1 Million im Jahr 2018 erwartet und stellte fest, dass das Land "in einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise steckt".

Quelle:

CNBC

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