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Klagewelle Bayer: Zahl der Roundup-Kläger steigt sprunghaft

13.11.2018, 12:43  |  1959   |   |   

Bayer gab heute bekannt, dass die Anzahl der Klagen, in denen behauptet wird, dass der Unkrautvernichter Krebs verursacht, weiter steigen. Ende Oktober erfasste der Konzern insgesamt 9.300 Klagen, während es Ende August noch 8.700 waren.

Die Kläger behaupten, dass der Unkrautvernichter Roundup, den Bayer mit der Übernahme von Monsanto erworben hat, sie krank gemacht habe und das Monsanto von den Risiken wusste oder hätte wissen müssen, aber nicht ausreichend gewarnt habe.

Bayer weist die Behauptungen zurück und argumentiert, dass es Hunderte von wissenschaftlichen Studien und Zulassungsbehörden gibt, die zeigen, dass Glyphosat sicher zu verwenden ist.

"Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir über eine gute Verteidigung verfügen und beabsichtigen, uns in all diesen Rechtsstreitigkeiten entschieden zu verteidigen", schreibt Vorstandsvorsitzender Werner Baumann in einer Pressemitteilung.

Die jüngste Zunahme der Fallzahlen verdeutlicht die schwierige Aufgabe. Bayer versucht die Befürchtung der Investoren zu zerstreuen. Die Lösung des Problems könnte Jahre dauern und den Aktienkurs des Unternehmens für einige Zeit belasten.

Seit dem ersten Urteil im August hat Bayer rund 30 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung verloren. Am 9. August 2018 kostete ein Anteilsschein 96,22 Euro, während die Aktie am heutigen Börsentag im Xetra-Handel für 68,64 Euro erhältlich ist. Die Jahresperformance zeigt ein Minus von 35,86 Prozent.

Bayer

Ende Oktober reduzierte der Richter die Schadensersatzzahlung von 289 Millionen US-Dollar auf 78,5 Millionen US-Dollar - behielt aber das Urteil bei, dass Monsanto böswillig gehandelt habe. Bayer legt nun Berufung gegen das Urteil beim California Court of Appeal ein, das angeblich ein Einzelurteil und nicht für andere Fälle bindend ist.

Während die Zahl der Klagen weiter zunimmt - und Bayer sagte, dass man noch mehr erwartet -, steigerte die Integration von Monsanto den Umsatz im dritten Quartal um 23 Prozent auf 9,91 Milliarden Euro.

Quelle:

WSJ

Wertpapier
Bayer


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