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3 Cannabis-Aktien, die nach dem Absturz ein Kauf sind

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.11.2018, 22:07  |  2491   |   |   

Kennt man ja noch aus Low-Budget-Filmen: Godzilla, wie er durch die Stadt wütet. Ähnlich schlimm sah es neulich am Cannabis-Markt aus, wo die eine oder andere Aktie regelrecht hingemetzelt wurde. Nicht wenige Marihuana-Aktien erlitten Verluste von 25 % oder auch mehr.

Die gute Nachricht ist, dass es dank des Chaos mehrere Aktien gibt, die jetzt sehr attraktiv sind. Drei davon sind Constellation Brands (WKN:871918), Liberty Health Sciences (WKN:A2DVCL) und Origin House (WKN:A2DH0P). Beleuchten wir doch mal, warum diese drei Cannabis-Aktien jetzt nach dem Einbruch recht interessant aussehen.

1. Constellation Brands

Moment: Handelt es sich bei Constellation Brands nicht eher um ein Unternehmen für alkoholische Getränke? Doch, schon. Aber dank einer Beteiligung von 38 % des Unternehmens an Canopy Growth (WKN:A140QA) kann man hier nun auch von einer Cannabis-Aktie reden. Und Constellation ist wohl eine der besten Cannabis-Aktien, die sich derzeit kaufen lassen.

Obwohl der Aktienkurs von Constellation Brands im Zuge des allgemeinen Marktrückgangs fiel, sank er seit Anfang des Jahres nur um einen einstelligen Prozentpunkt. Es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Aktie sich demnächst erholen könnte.

Während der gesamte US-Biermarkt in den letzten Jahren nicht gerade viel zu bieten hatte, generiert Constellation mit seinen High-End- und Craft-Bieren weiterhin starkes Wachstum. Die Marken Corona und Modelo zählen zu den beliebtesten der spanischsprachigen US-Bürger, eine Gruppe, die in den USA mit am schnellsten wächst. Constellations Strategie besteht darin, die Position als Nummer eins unter den Premium-Brauern des Landes zu festigen. Zudem will man auch die Präsenz im Wein- und Spirituosenmarkt ausbauen. Und das alles dürfte sich auszahlen.

Auch die Wette des Unternehmens auf Canopy sollte sich auszahlen. Constellation erwartet, dass der globale Markt für Cannabis in den nächsten 15 Jahren über 230 Milliarden USD wert sein wird. Man denkt, dass Canopy mindestens 14 Milliarden USD dieses Marktes, möglicherweise sogar 37 Milliarden USD, besetzen können wird. Constellations Beteiligung an Canopy ist groß, außerdem hat man die Option, die Mehrheit an dem Unternehmen zu übernehmen. So könnte Constellation in einer guten Position sein, sich als einer der Marktführer auf dem weltweiten Marihuana-Markt zu etablieren.

2. Liberty Health Sciences

Liberty Health Sciences ist weniger bekannt als Constellation Brands oder Canopy Growth. Doch scheint Liberty dafür in naher Zukunft ausgezeichnete Wachstumsaussichten zu haben.

Das Unternehmen hält in Florida eine von lediglich 14 Lizenzen, die dort für den Vertrieb von medizinisch genutztem Cannabis vergeben wurden. Das mag jetzt nicht nach Sensation klingen, aber Florida ist dabei, in den nächsten Jahren der drittgrößte Cannabis-Markt der USA zu werden. Der Marktwert für medizinisch verwendetes Marihuana wird bis 2022 in Florida auf über 1,7 Milliarden USD geschätzt.

Liberty Health Sciences besetzt derzeit in Florida einen Marktanteil von rund 15 %. Aber das Unternehmen baut seine Produktionskapazitäten aus und wird nach Fertigstellung Anfang kommenden Jahres über die größte Produktionsstätte des Landes verfügen. Darüber hinaus ergänzt Liberty seine vier bereits eröffneten Cannabis-Apotheken um weitere Geschäfte. Mit diesen Maßnahmen will man den Marktanteil auf rund 25 % erhöhen.

Die Zahlen sehen für Liberty Health Sciences tatsächlich vielversprechend aus. Ein Marktanteil von 25 % in einem Markt, der bald bei über 1,7 Milliarden USD liegen wird, entspricht jährlich 425 Millionen USD. Libertys aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei nur rund 325 Millionen USD. Das Unternehmen plant auch, in andere Staaten zu expandieren, in denen medizinisch verwendetes Marihuana legalisiert wurde, was Liberty dann noch weitere Wachstumsmöglichkeiten bieten sollte.

3. Origin House

Noch nie gehört? Kann gut sein. Denn bis vor kurzem hieß das Unternehmen noch CannaRoyalty und selbst da war man eher dem Connoisseur der Branche ein Begriff. Der frühere Name des Unternehmens sollte die Wurzeln des Unternehmens im Royalty Streaming in der Cannabis-Branche widerspiegeln. Jetzt jedoch hat man einen anderen Fokus für sich ausgemacht.

Origin House betreibt fünf lizenzierte Cannabis-Vertriebs- und Produktionsstätten in Kalifornien. Das Unternehmen folgt dem Satz: „Wer Kalifornien hat, hat die ganze Welt.“ Da ist auf jeden Fall was dran. Trotz der raschen Expansion des legalen Cannabis-Marktes in Kanada und der europäischen Märkte für medizinisches Cannabis soll der Markt in Kalifornien im Jahr 2022 fast ein Viertel der weltweiten Cannabis-Verkäufe ausmachen.

Es sollte Origin House auch nicht zu schwer fallen, Kalifornien für sich zu gewinnen. Man gilt dort bereits als der führende Cannabis-Vertrieb. Das Unternehmen vertreibt zudem auch mehrere eigene Cannabis-Marken. Origin House plant, im Laufe des Jahres 2018 und bis 2019 noch weitere Eigenmarken einzuführen, wie CEO Marc Lustig verlauten ließ.

Das Unternehmen scheint im nächsten Jahr profitabel zu werden. Dank der Übernahme der Vape-Kette 180 Smoke hat es starke Wachstumsaussichten in Kalifornien und Kanada. So dürfte Origin House laut den Analysten Beacon Securities bis 2020 einen Umsatz von rund 325 Millionen USD erzielen. Das ist auch etwa die Marktkapitalisierung des Unternehmens, was bedeutet, dass diese Aktie noch sehr viel Platz zum Wachsen hat.

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