DAX-0,52 % EUR/USD0,00 % Gold+0,05 % Öl (Brent)-4,73 %

Lufthansa Danke Mr. Trump

14.11.2018, 11:37  |  847   |   |   

Das gesamte letzte Jahr über tendierte die Lufthansa-Aktie getrieben von der AirBerlin-Pleite und der damit verbundenen Hoffnungen in Richtung Norden und erreichte Ende 2017 ein Verlaufshoch bei 31,26 Euro und somit stieg somit über die Höchststände aus dem Jahr 2000 an. Doch die fortwährende Rally konnte in dem Wertpapier nicht ewig weitergehen, nur wenig später glitt die Aktie in eine Korrektur und musste bis vor wenigen Wochen Verluste bis in den Bereich des 61,8 % Fibonacci-Retracements der vorausgegangenen Erholungsbewegung wegstecken. Dabei kamen Abgaben auf 17,04 Euro ins Spiel, von wo aus das wichtige Unterstützungsniveau von 20,00 Euro wieder zurückerobert werden konnte. In den letzten beiden Handelstagen legte der Wert noch einmal kräftig zu und konnte sich auf Tagesbasis mithilfe eines deutlich schwächeren Ölpreises dank Trump sogar über den gleitenden Durchschnitt EMA 50 entwickeln. Doch ein tragfähiger Boden lässt sich aus dem bisherigen Kursverlauf seit den Jahrestiefs noch nicht gänzlich ableiten, auch beherrscht noch immer der Abwärtstrend bestehend seit Dezember letzten Jahres das Kursgeschehen.

Fallender Ölpreis stützt nur kurzfristig

So schön sich auch die Gesamtkonstellation eines weiter fallenden Ölpreises auf die Aktien der größten deutschen Airline derzeit auswirkt, muss für ein strategisches Kaufsignal noch sehr viel mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden. Kaufsignale können erst oberhalb der Marke von mindestens 22,40 Euro abgeleitet werden, wodurch der anhaltende Abwärtstrend zur Oberseite durchbrochen werden könnte. Aber selbst dann bliebe der Lufthansa-Aktie nur bedingtes Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 25,00 Euro übrig, zahlreiche Hürden stehen auf dem Weg dorthin zusätzlich im Weg. Trotzdem ließe sich über ein spekulatives Long-Investment über das Unlimited Turbo Long Zertifikat (WKN: CP25QD) bis zur genannten Zielmarke eine Rendite von 180 Prozent herauskitzeln, eine Verlustbegrenzung sollte jedoch konsequent nachgezogen werden und sehr eng anliegen.

Weltwirtschaft schwächelt

Für den Fall eines Kursrücksetzers unter das Niveau von 19,17 Euro dürfte hingegen ein erneuter Test der Jahrestiefs bei 17,04 Euro anstehen. Gelingt es in diesem neuralgischen Bereich schließlich einen Doppelboden zu etablieren, könnte sich tatsächlich eine Trendwende durchsetzen. Sämtliche Notierungen unterhalb der Jahrestiefs sollten hingegen für eine Fortsetzung des bestehenden Abwärtstrends sorgen und weitere Verluste bis in den Bereich von rund 15,00 Euro hervorrufen. Eine Trendwende würde dann jedoch sehr schwierig werden, die letzte Chance besteht nur noch am 61,8 % Fibo.

Lufthansa (Tageschart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 21,24 // 21,57// 22,00 // 22,55 // 23,09 // 23,54 Euro
Unterstützungen: 20,24 // 20,00 // 19,65 // 19,17 // 18,49 // 18,00 Euro

Strategie: Erst ab 22,40 Euro attraktiv

Über das vorgestellte Unlimited Turbo Long Zertifikat (WKN: CP25QD) lässt sich oberhalb von 22,40 Euro bei einem Zieleinlauf um 25,00 Euro binnen weniger Wochen eine Rendite von kurzfristig 180 Prozent herausholen. Allerdings sollte auch die enorme Schwankungsbreite in der Lufthansa-Aktie einkalkuliert werden, die einen Stop noch unterhalb der Marke von 21,00 Euro erfordert. Solange der Abwärtstrend aber intakt ist, bleibt das Papier ohnehin anfällig für größere Rücksetzer.

Seite 1 von 3

Diskussion: Lufthansa AG: Wie geht`s weiter?


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel