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Digitalkonzerne Steuerflüchtlinge: Merkel will Google, Facebook und Co. zur Kasse bitten

14.11.2018, 18:23  |  2932   |   |   

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine neue Besteuerung von Digitalkonzernen ausgesprochen. Jetzt geht es darum, sich vor allem mit Frankreich bei den geplanten neuen Abgaben abzustimmen.

"Wir reden nicht über das Ob einer Besteuerung der Digitalkonzerne, wir reden über das Wie. Und bis Dezember wird es einen Vorschlag geben", sagte Merkel laut "Reuters" in einem Interview mit dem Nachrichtenportal "t-online.de". "Wir wollen auch, dass digitale Unternehmen fair besteuert werden", so die Kanzlerin.

Die EU-Kommission und Frankreich versuchen derzeit, die hochumstrittene europaweite Digitalsteuer vor dem Aus zu retten und drängen deshalb Deutschland zu einer Zustimmung. Merkel dazu: "Der Richtlinienvorschlag der EU-Kommission trifft in Deutschland auf Vorbehalte, weil er im Grunde auf eine neue Form der Unternehmensbesteuerung hinausliefe", meinte Merkel.

Deutschland ziehe "das Instrument einer sogenannten Mindestbesteuerung vor". Die USA hätten sich bereits für diesen Weg entschieden. Die Bundesrepublik als Exportnation müsse sich genau überlegen, was es für das Steuereinkommen bedeute, wenn nicht mehr wie heute die Betriebsstandorte für die Besteuerung ausschlaggebend seien. Darüber werde mit Frankreich geredet, erklärte die Bundeskanzlerin.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will zunächst versuchen, eine Mindeststeuer auf weltweiter Basis einzuführen, um die Steuerflucht von Konzernen - nicht nur aus der Digitalwirtschaft - zu stoppen. Wenn das nicht gelinge, sollte Europa eigene Wege gehen und ab 2021 eine Besteuerung auch digitaler Unternehmen sicherstellen, berichtet "Reuters" über die Pläne von Scholz.

Kritik an den Digitalsteuer-Plänen der Regierungen kam von Gillian Tans, der Chefin der Hotelseite Booking.com, am Montag auf einer Veranstaltung der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Eine Digitalsteuer würde die europäische Digitalwirtschaft eher zurückwerfen und sei diskriminierend, sagte Tans. Zudem sei das, was vorgeschlagen werde, viel zu kompliziert, meinte die Firmenchefin.

Quelle:

Reuters

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Kommentare

Die Umsatzsteuer trifft den Unternehmer nicht, nur den Endverbraucher und den Unternehmer, der keinen Vorsteuerabzug hat, da er umsatzsteuerfreie Umsätze ausübt und nicht zur USt optieren kann !
Neue Steuern damit wir die zu erwartenden Wahnsinnskosten des Irren Globalen Migrationspaktes stemmen können.Da wir eines der wenigen entwickelten Länder sind die diesen Wahnsinn akzeptieren und die Grünen bereits einen sündteuren Forderungskatalog geöffnet haben, müssen wir uns nicht nur bei der Sicherheit sonderngerade bei den Kosten auf das Schlimmste gefasst machen. Da ist es für AM, nur zu verständlich rechtzeitig Gutmenschen-Buhmänner, die bösen Digitalkonzerne, an den Pranger zu stellen und so lange es machbar ist auszuplündern. Die Zukunft Deutschlands und seiner Kinder ist dieser kinderlosen Frau und diesen kinderlosen Grünen sowas von Shit Egal, solange Immigranten sich hier austoben können. Dafür gibt es sicherlich mal den Friedensnobelpreis an diese Verbrecher.
jetzt scheint Frau Merkel Deutschland richtig egal zu werden oder strebt einen Posten in der EU an??? Denn wenn es wirklich zu einer Digitalsteuer kommen sollte, dann wäre es für DE aus mindestens zwei Gründen schlecht

1) die Gefahr liegt nahe, dass dann Trampi (oder gar noch weitere Länder) sagen, okay dann besteuern wir generell immer dort den Ertrag, wo er verkauft worden ist. Also beispielsweise BMW den Umsatz seiner verkauften Autos nicht in DE sondern in den USA

2) wenn Google, Amazon u.s.w. zusätzlche Steuer bezahlen müssen, dann werden sie diese denklogisch auf ihre Preise laden. Und weil Google bereits eine Marktstellung hat, fast jeder Online-Anbieter also für die Werbung im Internet Google braucht, werden Googles Gebühren teurer. Und was macht der Online-Händler, er schlägt die Steuer auch wieder auf seine "Zusatzkosten" drauf und letzten Endes bezahlt die Digitalsteuer der Online-Käufer und wer kauft am meisten online ein? Ganz sicher vor allem Menschen aus den "reichen" Ländern, wie zum Beispiel Deutschland.

Kurzum; für uns Deutsche wäre die Digitalsteuer richtig SCHLECHT
Der gemeine Hartzer und Underachiever wird davon nichts merken.
Denn seine Kohle steigt mit der Inflation.
Mindestens.
Die oft geäußerte Behauptung, dass amerikanische Firma in Deutschland keine Steuern bezahlen, ist nicht richtig. Auch Amazon, Microsoft und Apple müssen Zollgebühren und 19% Prozent Umsatzsteuer bezahlen, wenn Sie hier ihre Geräte und Software verkaufen. Und diese Steuern an ihre Kunden weiter.
Wenn jetzt zusätzlich eine Digital-Steuer erhoben würde, kann man davon ausgehen, dass auch diese auf die Kunden umgelegt wird, entweder durch Gebühren oder durch noch mehr Werbung. Die Steuerlast der Bürger wird also nochmals steigen.

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