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KFM Deutsche Mittelstand AG KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer - Die "6,50%-NZWL-18/24-Anleihe"

Nachrichtenquelle: Pressetext (Adhoc)
15.11.2018, 11:00  |  797   |   |   

Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Düsseldorf (pta017/15.11.2018/11:00) - In ihrem aktuellen KFM- Barometer zu der 6,50%-Anleihe der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH mit Laufzeit bis 2024 (WKN A2NBR8) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Gleichzeitig wurden die Anleihen der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH mit Laufzeit bis 2021 (WKN A13SAD) und mit Laufzeit bis 2023 (WKN A2GSNF) im Rahmen eines KFM-Barometer-Updates ebenfalls mit "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) bewertet.

Die NZWL ist ein international tätiger Produzent von Motoren- und Getriebeteilen - vom Einzelteil bis zum kompletten Getriebe - und blickt auf mehr als 110 Jahre Erfahrung im Getriebebau zurück. Das Unternehmen hat eigene Fertigungsstandorte in Deutschland (Leipzig) und der Slowakei (Sucany). Das Produktspektrum umfasst Synchronisierungen, Einzelteile und Baugruppen sowie Getriebe. Über 70% der Umsatzerlöse werden im Bereich Synchronisierungen erzielt.

Um die hohe Nachfrage nach Synchronisierungssätzen von Doppelkupplungsgetrieben zu bedienen, betreibt die Schwestergesellschaft NZWL International eine weitere Produktionsstätte in China (Tianjin). Der Großkunde Volkswagen hat mit der NZWL-Gruppe hierzu eine langfristige strategische Zusammenarbeit vereinbart. Die Serienproduktion in China begann Anfang 2016. Im Jahr 2017 erhielt NZWL in seinem chinesischen Werk einen ersten Großserienauftrag eines chinesischen OEM zur Lieferung von Synchronisierungen. NZWL ist es damit schneller als erwartet gelungen, den Zugang zum chinesischen Markt und eine stark gestiegene sehr gute Kapazitätsauslastung des Werkes in China zu erreichen.
Aufträge im Werk China wachsen - bis zu 1.000.000 Synchronisierungen in China für 2018 geplant.

Nach anfänglichen Verzögerungen in der Hochlaufphase des neuen Werkes konnte im Oktober 2016 erstmals die Gewinnschwelle auf Monatsbasis erreicht werden. Der "Break Even" wurde im Jahr 2017 mit Synchronisierungen in einer Größenordnung von mehr als 700.000 Einheiten in China bereits erreicht; für das Jahr 2018 rechnet Konzernchef Dr. Hubertus Bartsch mit 900.000 bis 1 Mio. verkauften und gelieferten Einheiten. Die NZWL hat per 30.06.2018 über Ausleihungen an die NZWL International insgesamt 33,8 Mio. Euro in den chinesischen Produktionsstandort investiert. Neben dem Erreichen des Break-Even erfolgten 2016 und 2017 auch die ersten liquiditätswirksamen Zinszahlungen an die NZWL in Höhe von jeweils ca. 2,1 Mio. Euro.

Für das Werk in China wurde im Jahr 2017 für mindestens sechs Jahre der Kunde Great Wall Motors gewonnen. Great Wall zählt auf dem chinesischen Markt für SUVs zu den größten Marktteilnehmern. Hiermit erschließt sich NZWL bedeutendes Wachstumspotenzial und diversifiziert die Kundenstruktur signifikant. Bereits im 1. Quartal 2018 begann die Serienbelieferung für den chinesischen Auftraggeber. Aktuell konnten zwei Neuaufträge mit Great Wall für Automatik (DCT)-, Hybrid und Elektro-Antriebe gewonnen werden.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung übertreffen die Prognosen
Der Umsatz der NZWL lag für das 1. Halbjahr 2018 mit 55,21 Mio. Euro (Vj.: 48,16 Mio. Euro) über dem Zielkorridor, auch das Halbjahresergebnis nach Steuern (EAT) lag mit 0,73 Mio. Euro über dem der Vorjahresperiode mit 0,58 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt zum 30.06.2018 mit 6,1 Mio. Euro knapp über dem der Vorperiode mit 5,6 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge ist mit 11% nahezu unverändert. Die EBIT-Marge beträgt unverändert 4,6%. Insgesamt ist der Wachstumstrend der NZWL als nachhaltig intakt und nach Bereinigung um Sondereffekte als kontinuierlich positiv einzuschätzen. Das Neuauftragsvolumen für 2019 liegt laut Unternehmensangaben voraussichtlich bei 24 Mio. Euro.

Steigende Eigenkapitalquote mit positivem Ausblick
Per 30.06.2018 weist die NZWL eine eher unterdurchschnittliche, aber zuletzt weiter gestiegene Eigenkapitalquote von 15,9% (31.12.2017: 15,3%) auf. Der Rückgang der Eigenkapitalquote seit Emission der Erstanleihe resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Anstieg der Bilanzsumme aufgrund der Investitionen in den neuen Standort in China sowie gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit Abschluss der Investitionsphase tritt nun eine sukzessive Verbesserung der Bilanzrelationen ein. Bereits im Zeitraum von 2010 bis 2013 konnte die Eigenkapitalquote von 8,6% auf 24,4% gesteigert werden. Dieser Track Record kann mit einer Fortschreibung der Entwicklung ein weiteres Mal wiederholt werden.

6,50%-NZWL-Anleihe mit Laufzeit bis 2024
Die im November 2018 emittierte unbesicherte Mittelstandsanleihe der Neue ZWL Zahnradwerke Leipzig GmbH ist mit einem Zinskupon von 6,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 15.11.) ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 15.11.2024. Im Rahmen der Anleiheemission wurden insgesamt 12,5 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro platziert. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten für die Emittentin sind in den Anleihebedingungen ab 15.11.2021 zu 101,50%, ab 15.11.2022 zu 101,00% und ab 15.11.2023 zu 100,50% des Nennbetrages vorgesehen.

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