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Aktien Europa: Brexit-Sorgen belasten EuroStoxx - Britische Bankaktien sacken ab
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Aktien Europa Brexit-Sorgen belasten EuroStoxx - Britische Bankaktien sacken ab

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
15.11.2018, 11:20  |  584   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Unsicherheit rund um Großbritanniens Austritt aus der EU hat Europas Börsen am Donnerstag wieder eingeholt. Nachdem der britische Brexit-Minister Dominic Raab seinen Rücktritt erklärt hatte, drehte der EuroStoxx 50 ins Minus. Zuletzt gab der Leitindex der Eurozone um 0,37 Prozent auf 3193,59 Punkte nach. Für den französischen Cac 40 ging es um 0,53 Prozent auf 5041,75 Punkten nach unten.

Der britische FTSE 100 ("Footsie") aber stieg um 0,22 Prozent auf 7049,06 Zähler - und zwar als Folge des sinkenden Pfund-Kurses. Eine schwächere Währung gilt häufig als Unterstützung für heimische Aktien, weil diese für ausländische Anleger dann günstiger werden. Zudem erhöht ein fallender Wechselkurs die Absatzchancen heimischer Waren, weil diese im Ausland günstiger werden.

Brexit-Minister Raab hatte am Donnerstagvormittag seinen Rücktritt erklärt. Er könne nicht guten Gewissens den jüngst ausgehandelten Ausstiegsvertrag aus der Europäischen Union unterstützen, lautete seine Begründung. Zudem nahm die britische Arbeitsministerin Esther McVey ihren Hut.

Bankanalysten meinten, der Rücktritt Raabs erschwere die ohnehin unsichere Zustimmung des britischen Parlaments zum Austrittsvertrag zusätzlich. Die Brexit-Sorgen trafen vor allem Aktien von Finanzinstituten hart: So sackten die Anteilsscheine der Royal Bank of Scotland und von Barclays am "Footsie"-Ende um jeweils knapp 7 Prozent ab.

In Paris stiegen derweil die Papiere von Air France-KLM um gut 2 Prozent. Trotz der zurückliegenden umfangreichen Streiks habe sich die Fluggesellschaft solide entwickelt, schrieb die Expertin Ruxandra Haradau-Doser vom Analysehaus Kepler Cheuvreux.

Unter den Favoriten im Cac 40 legten die Aktien von Bouygues um mehr als 1 Prozent zu. Der Mischkonzern war im dritten Quartal von den Problemen seiner Bausparte nicht so stark gebremst worden wie befürchtet.

In Zürich machten die Anteilsscheine von AMS anfängliche Verluste von mehr als 9 Prozent wett und zogen um zuletzt gut 3 Prozent an. Die schleppende Nachfrage nach neuen iPhones von Apple trifft zwar nun auch diesen Halbleiterhersteller. Die neuen mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele des Unternehmens aber erscheinen Börsianern zufolge durchaus erreichbar.

Aus Branchensicht fielen Autowerte mit minus 1,89 Prozent an das Ende des europäischen Sektortableaus. Händler verwiesen darauf, dass der Automarkt der Region auch im Oktober einen herben Dämpfer erlitten hatte./la/jha/

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