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Innovation So kommt das Internet nach Afrika

16.11.2018, 14:34  |  2191   |   |   

In vielen Teilen der Erde gibt es keine unterirdischen Leitung und der Einsatz von Sateliten ist zu kostspielig. Trotzdem machen sich Unternehmen, die mit dem Internet große Gewinne erzielen, Gedanken darüber, wie sie in unerschlossene Gebiete vordringen können.

Ein Tochterunternehmen von Google, Loon, baut zusammen mit Telkom Kenya ab nächstem Jahr ein Netzwerk von Ballons auf, um Menschen im ostafrikanischen Land den Zugang zum Internet zu erleichtern, so "Bloomberg". Loons Kenia-Projekt basiert auf einer Technologie, die bereits erfolgreich nach dem Hurrikan Maria in Puerto Rico getestet wurde. 

In Kenia plant Loon mit einem Dutzend Ballons zu beginnen. Hierfür hat Loon mit der Einrichtung von Bodenstationen in Nairobi und Nakuru begonnen. Die Bodenstationen senden die Signale an die Ballone. 

Loon, Test-Ballon. Quelle: Loon. 

Die "kürbisförmigen Luftschiffe" (siehe Titelbild), fast so groß wie die Blase über einem Tennisplatz, steigen etwa 20 Kilometer in die Stratosphäre auf - über Flugzeuge, Vögel und Stürme. Alastair Westgarth, Loon Chief Executive Officer, sagte, dass jeder Ballon "mehrere Dutzend Kilo" an Routern, Relais, Batterien, Antennen und anderen elektronischen Geräten trägt und 5.000 Quadratkilometer Land versorgen kann.

Die Ballons haben Solarmodule, um ihre Batterien aufzuladen, und können mehrere Monate in der Luft bleiben, bevor sie für Wartungsarbeiten heruntergebracht werden müssen. Der Rekordballon war 198 Tage in der Luft. Loon weigerte sich bislang, die Kosten offen zu legen. Es heißt jedoch, dass die Technologie viel billiger sei, als der Bau von Stromleitungen und Masten in dünn besiedelten Gebieten.

Neben dem Projekt von Loon, plant SpaceX mehr als 4.000 Satelliten mit niedriger Umlaufbahn zu starten, um ein globales Breitbandnetzwerk aufzubauen - eine Initiative, die Milliarden kosten wird. Loon setzt darauf, dass es sein Kenia-Projekt in anderen Ländern in ähnlicher Form wiederholen werden. "So sehr wir auch etwas Gutes für die Menschen tun wollen, wir sind ein Geschäft, und wir wollen ein profitables Geschäft sein", so Westgarth.

Quelle: Bloomberg

 

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