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Laumann Parlamente sind kein Querschnitt der Bevölkerung mehr

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
17.11.2018, 20:20  |  2750   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Karl-Josef Laumann, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, kritisiert, dass Parlamente heute kein Querschnitt der Bevölkerung mehr sind. "Es ist aber in einer guten Politik wichtig, dass Menschen mit unterschiedlichen Lebensläufen und Erfahrungswerten vertreten sind", sagte Karl-Josef Laumann, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er nahm Bezug darauf, dass im Deutschen Bundestag der Frauenanteil so niedrig ist wie seit zwanzig Jahren nicht mehr und auch die Vielfalt der Berufe abnimmt.

"Mich ärgert, dass bei der Frage der Wahlrechtsreform nur über die Größe von Parlamenten geredet wird und nicht über die Zusammensetzung", so Laumann weiter. Der Arbeitnehmerflügel hat gemeinsam mit der Frauen-Union einen Antrag für den CDU-Parteitag verfasst, über den die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" berichtet. Der Bundesvorstand soll demnach ein Konzept entwickeln, wie die CDU-Fraktionen im Bundestag und in den Landesparlamenten die Vielfalt einer Volkspartei erhalten können. Das Konzept solle auch konkrete Forderungen für die laufende Wahlrechtsreform des Bundestages enthalten. "Rechtliche Vorgaben wie die des französischen Paritätsgesetzes sollten auf ihre Übertragbarkeit auf Deutschland und ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft werden", sagte Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen-Union. Könne man Vorgaben für Direktmandate machen? "Oder größere Wahlkreise bilden und sie mit je einem Mann und einer Frau besetzen?", so Widmann-Mauz weiter. Die CDU befinde sich im politischen Wettbewerb. "Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren", so die CDU-Politikerin.


5 Kommentare

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Kommentare

Sehr geehrter Herr Laumann,
wo gibt es Zahlen zur Zusammensetzung der Bevölkerung und der Parlamentarier in Berufsgruppen?
Die Differenzierung M/W ist ja nicht Alles.
Ohne diese Zahlen ist das mal wieder ein Schuss in die Luft. Davon gibt es schon viel zu viele aus Paramentarierkreisen.
Abgesehen davon sind BWL'er ohne Berufspraxis so unnötig wie ein Kropf und nicht zu verwechseln mit Unternehmern.
Und zu viele Gewerkschaftler hat es im Parlament.
Verglichen mit Beamten und Gewerkschaftlern sind andere Lobby-Gruppen ziemlich niedlich.
Dennoch werden letztere angeblichen Bösewichte von den staatlichen Medien verteufelt.
Nicht daß den Beamten und Staatsfetischisten mal ein Zacken aus der Krone fiele.
:laugh:
Was natürlich nie nie nie passieren wird.
:mad:
Einspruch, eure Wichtigkeit.
Zu wenig (!) BWLer und Unternehmer,
dagegen zu viele Beamte, Juristen, Staats"wissenschaftler" und Drogenexperten.
Daher stammt das Problem.
Da gebe ich Herrn Laumann recht. Insgesamt bestehen der Bundestag, sämtliche Stadt- und Landesparlamente vorwiegend aus Personen des öffentlichen Dienstes, Bwl'er und Rechtsverdrehern. Eine Art Monokultur unter sich, die allerdings in dieser Zusammensetzung bereits seit ca. drei Jahrzehnten beheimatet sind. Vielleicht ist es auch eine Erklärung dafür, dass es deshalb solange Harkeleien untereinander gibt ...
Besetzung des Parlaments nicht mehr nach Wahlstimmen sondern nach Genitalien.

Obwohl, nach all dem Wahnsinn spielt das nun auch keine Rolle mehr.

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