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DAX-Wochenplan: Einzelwerte bewegen den DAX kurzfristig: 11500 weiter im Fokus

DAX-Wochenplan Einzelwerte bewegen den DAX kurzfristig: 11500 weiter im Fokus

Gastautor: Andreas Mueller
18.11.2018, 10:33  |  9211   |   |   

Mit Blick auf die Vorwoche leite ich an dieser Stelle relevante Marken für die neue Handelswoche ab und gebe einen Ausblick auf die Termine, welche hierfür Impulse liefern könnten.

Die Frage der Vorwochenanalyse, ob sich der DAX von der 11.500 lösen kann, muss mit einem Nein beantwortet werden. Dabei war der Montag noch der euphorischste Börsentag. Eine Eröffnung mit Kursen knapp unter 11.600 Punkten war alles an Erholung, was der Markt zu bieten hatte. Diese wurde sehr schnell korrigiert. Bereits am Abend standen wir nur noch knapp über 11.300 Punkten und leiteten damit ein Pendeln um die benannte Marke von 11.500 Punkten ein. Als kurzfristiger Deckel aus der Vorwoche (Blick auf Chartbild Vorwoche) konnte nicht einmal die 11.690 erreicht werden - ein sehr schwaches Gsamtzeichen:

 

 

Am zweiten Handelstag, dem Dienstag, wurde dann die Marke von 11.500 Punkten nur um 5 Punkte verfehlt (Tageshoch 11.495) und am Mittwoch zwar überschritten, jedoch nicht lange verteidigt. Das Hoch am Donnerstag lag punktgenau auf 11.500, doch der Freitag ließ alle Hoffnungen auf eine Rückeroberung verschwinden.

Wie sich diese Marke somit weiter im Chartbild festigt, soll dieses Bild vom DAX-Endloskontrakt aus der XStation5 untermauern:

 

 

Dabei waren vor allem die letzten Handelstage der Börsenwoche schwach und zeigten abnehmende Hochpunkte auf, die man sehr gut mit einer Trendlinie verbinden kann:

 

 

Daraus ergaben sich als Pullback immer wieder spannende Trading-Chancen, wie hier aufgezeigt:

 

 

Doch neben den fallenden Hochpunkten waren auch die Tiefpunkte jeweils auf niedrigerem Niveau. Als Kombination dieser beiden Erkenntnisse lässt sich ein Abwärtstrendkanal konstruieren:

 

 

Vom Kursniveau her notiert der November damit im negativen Bereich und fühlt sich alles andere wie eine Jahresendrallye an. Es ist immerhin schon der vierte rote Monat in Folge, wenn sich nichts ändert.

 

 

Würde man den Trendkanal weiter fortsetzen, stände nun eine Bewegung zur unteren Kanalkante an und würde diesen weiter im Chartbild verankern:

 

 

Ein Test der Vorwochentiefs um 11.230 wäre damit einzuplanen und würde das Chartbild noch einmal erheblich verdunkeln. Auf der größeren Zeitebene, dem 4-Stundenchart, sieht dieser Kanal wenig bedrohlich aus - ist jedoch im Gesamtkontext einzuordnen. Hier drohen auf der Unterseite folgende weitere Marken bis hin zum Jahrestief:

 

 

Vor allem aus dem Technologiesektor war der Abgabedruck zu spüren. Von Apple über Nvidia bis hin zum scheinbar ewig leidenden Giganten General Electric gab es Druk aus den USA. Ebenso hausgemacht in Deutschland, wie Nordex vorzeigte. Ebenfalls zu nennen ist die Korrektur bei Infineon am Montag mit minus 9 Prozent, bei SAP mit rund 5 Prozent und am Dienstag Billfinger mit zeitweise 10 Prozent Kursabschlag.

 

Übergeordnet standen zudem die Brexit-Verhandlungen (dazu folgender Artikel aus der w-o-Redaktion) und der weiter ungeklärte Italien-Haushaltskonflikt als Bremse im Markt.

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