DAX-0,54 % EUR/USD-0,03 % Gold0,00 % Öl (Brent)0,00 %
Pressemeldung: Franklin Templeton: Auf der Suche nach Value
Foto: www.assetstandard.de

Pressemeldung Franklin Templeton: Auf der Suche nach Value

Nachrichtenquelle: Asset Standard
19.11.2018, 12:05  |  472   |   |   

Vielleicht werden die höheren Zinsen die Rotation weg von teuren Wachstumswerten hin zu historisch günstigen Substanzwerten anstoßen.

In den letzten Jahren hat die Stärke des US-Markts den Märkten weltweit Auftrieb verliehen, auch wenn es zuletzt zu Phasen erhöhter Marktvolatilität gekommen ist. Während sich die globalen Märkte stärker auf das Wirtschaftswachstum in den USA und eine Reihe makroökonomischer Risiken konzentrieren, erklärt das Team der Templeton Global Equity Group, wo es sich derzeit nach Chancen außerhalb der USA umsieht.

Rückblick auf das dritte Quartal 

Der Markt konzentrierte sich im dritten Quartal vor allem auf einige wenige makroökonomische Risiken. Sorgen über Handelskriege, die Brexit-Verhandlungen, den italienischen Staatshaushalt, Volatilität in den Schwellenländern und Zinsen schienen während dieses Zeitraums zu eskalieren.

Im Nachhinein betrachtet gab es jedoch mehr als nur Risiken. Der Markt konzentrierte sich auch auf die jüngste Stärke der US-Wirtschaft, die Unternehmensgewinne und bis zuletzt auch auf die Führungsrolle US-amerikanischer Technologiewerte.

Allerdings schlug die Euphorie über das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den USA im zweiten Quartal (dieses lag nominal bei soliden 7,6 %) in Sorgen darüber um, wie lange sich dieses Wirtschaftswachstum wohl noch fortsetzen kann und vor allem wie schnell die US-Notenbank (Federal Reserve Board, Fed) ihre Zinsen anheben wird.

Bewertungen erscheinen außerhalb der USA attraktiver

Im dritten Quartal wurde die Stimmung an den Märkten vor allem durch die Stärke der US-Wirtschaft bestimmt – ein Muster, das bereits in den vergangenen Jahren über weite Strecken hinweg zu beobachten war. Hierdurch hat sich eine zunehmende Bewertungslücke zwischen dem US-Markt und dem Rest der Welt aufgetan.

Unserer Einschätzung nach bedeutet diese wachsende Bewertungsdifferenz, dass das Umfeld für langfristige Renditen außerhalb der USA sehr viel günstiger ist. Nicht nur die Erwartungen sind niedriger, auch die Konjunkturzyklen sind gegenüber dem in den USA zurückgefallen.

Wir sind davon überzeugt, dass sich eine Gelegenheit bietet, die Bewertungslücke zwischen den USA und günstigeren internationalen Märkten in den kommenden Jahren zu schließen. Hierdurch sollten sich auch die Unterschiede hinsichtlich der Wertentwicklung zurückbilden. Viele der von uns analysierten US-Unternehmen melden Margen, die sich unserer Einschätzung nach in der Nähe des Spitzenniveaus bewegen. Gleichzeitig sind die Körperschaftsteuersätze auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahrzehnten gesunken.

Das macht es für uns etwas schwieriger, Wertpotenzial bei US-Unternehmen zu finden. Auch wenn wir in den USA noch das ein oder andere Schnäppchen entdecken, sehen wir derzeit größeres Wertpotenzial außerhalb der USA.

Auf der Suche nach Wertsteigerungspotenzial in Europa

Der für das kommende Jahr geplante Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stellt ein Risiko dar, das sich nur schwer analysieren lässt. Daher verfolgen wir die Strategie, uns auf multinationale Konzerne in Großbritannien zu konzentrieren, die einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften. Zudem bevorzugen wir Unternehmen, die ihrem Wesen nach stärker defensiv ausgerichtet sind und durch einen konjunkturellen Abschwung weniger stark in Mitleidenschaft gezogen werden dürften.

Darüber hinaus finden wir auch weiterhin attraktive Chancen bei europäischen Finanzwerten. Unserer Analyse zufolge haben sich die Gewinne verbessert, und wir haben ein insgesamt konstantes Kreditwachstum beobachten können. Die Bilanzen der Banken sind solider, und ein Großteil der destabilisierenden neuerlichen Regulierungsmaßnahmen im Nachgang der Finanzkrise ist inzwischen abgeschlossen.

Mit Blick auf die Zukunft gehen wir davon aus, dass eine weniger lockere geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank für die Ertragslage der Banken günstig sein sollte, da höhere Zinsen Chancen auf höhere Nettozinsmargen bieten. Die jüngste Schwäche des europäischen Bankensektors hat unserer Einschätzungen nach zu attraktiven Bewertungen geführt.

Schwellenländer durch eine Reihe widriger Faktoren belastet

Im dritten Quartal haben wir in den Schwellenländern weiterhin Volatilität und Anfälligkeit beobachtet, so dass sich diese deutlich schwächer entwickelt haben als die Industrieländer. Die Schwellenländer wurden durch eine ganze Reihe widriger Faktoren belastet. Hierzu zählte der stärkere US-Dollar, die aufgrund der steigenden US-Zinsen niedrigere Liquidität, die von China ergriffenen Maßnahmen zum Schuldenabbau und die Unsicherheit bezüglich der Handelslage.

Es sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die Schwellenländer 2017 teilweise die stärksten Renditen seit 2009 erzielt hatten.[1] Daher kommt es nicht völlig überraschend, dass sie einen Teil dieser Zugewinne wieder abgegeben haben.

Anzeige

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen

Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel